Argentinien verliert das WM-Finale gegen Spanien mit 0:1 – doch Präsident Javier Milei kündigt dennoch einen nationalen Feiertag an. Argentiniens Präsident Javier Milei hat nach dem WM-Finale einen nationalen Feiertag angekündigt – obwohl die Nationalmannschaft das Endspiel gegen Spanien mit 0:1 verloren hat. Den genauen Termin will Milei von den Spielern und dem Trainerstab abhängig machen. Auf X schrieb Milei: „WELTMEISTERSCHAFTSFEIER. Angesichts der Unruhe bezüglich der Feierlichkeiten zum Erfolg der argentinischen Nationalmannschaft teile ich der Bevölkerung mit, dass der Tag, an dem gefeiert werden soll – je nachdem, wie sich die Spieler und der Trainerstab entscheiden – zum nationalen Feiertag erklärt wird.“ Übernimmt nun ein Ex-Bayern-Star? Nationaltrainer muss nach WM-Aus gehen Argentinien hat die Titelverteidigung verpasst. Bei der WM in Katar Ende 2022 hatte die Mannschaft um Lionel Messi den Titel geholt. Nicht alle Spieler werden für die Feierlichkeiten nach Buenos Aires reisen. Der argentinische Verband teilte mit, einige Spieler würden direkt aus den Vereinigten Staaten zu ihren Vereinen oder in die Erholungsphase aufbrechen. Ein Teil der Delegation – Spieler, Trainerstab und Mitarbeiter – wird am Montag gegen 17 Uhr Ortszeit in Argentinien erwartet.
Trotz WM-Finalniederlage: Argentiniens Präsident ruft Feiertag aus
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Spaniens König empfängt die Weltmeister
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König Felipe VI. empfängt die spanische Fußball-Auswahl im Palast, bevor die Mannschaft mit dem Bus durch Madrid fährt – am Cibeles-Platz erwartet sie eine große WM-Feier. Nach ihrer Rückkehr aus den USA sind Spaniens Fußball-Weltmeister von König Felipe VI. empfangen worden. „Ihr seid müde – aber was für eine wunderbare Müdigkeit. Herzlichen Glückwunsch“, sagte der Monarch im königlichen Palacio Real in Madrid. Der König gratulierte der „Selección“ zu einem „epischen“ Triumph nach einer wahren „Odyssee“ und würdigte die Qualitäten einer „legendären und historischen Mannschaft“. „Es gibt noch viel zu feiern. Genießt jeden Kuss, jede Geste der Anerkennung, denn ihr habt sie euch verdient“, fügte der König hinzu. Er dankte der Mannschaft im Namen aller Spanier und erinnerte daran, dass Spanien nun sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen amtierender Fußball-Weltmeister sei. Felipe war mit seiner Frau, Königin Letizia, und den Töchtern, der Prinzessin von Asturien Leonor und Infantin Sofía, am Vortag zum Endspiel nach East Rutherford bei New York gereist. Bei der Siegerehrung nahm der sonst manchmal etwas steif wirkende Monarch Spieler in den Arm und hielt den WM-Pokal freudestrahlend in den Händen. Große Party am Cibeles-Platz Auf der Plattform X gratulierte das Königshaus der Nationalelf. „Das Königspaar, die Prinzessin von Asturien und die Infantin Sofía gratulieren der @SEFutbol (Nationalmannschaft) zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Ein Triumph, der für immer in die Geschichte des spanischen Sports eingehen wird. Herzlichen Glückwunsch!“ Nach dem protokollarischen Empfang im Königspalast stattete die Mannschaft um Kapitän Rodri noch einen Höflichkeitsbesuch bei Regierungschef Pedro Sánchez ab, bevor sie sich im offenen Bus auf eine triumphale Tour im offenen Bus durch die Hauptstadt begab. Am späteren Abend wurden dann bis zu einer Million Menschen am zentralen Cibeles-Platz zur großen WM-Feier erwartet.
König Felipe empfängt Spaniens Weltmeister in Madrid | WM 2026
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Spaniens Weltmeister erleben in der Heimat einen großen Empfang. Der König richtet sich in seiner Ansprache direkt an die Mannschaft, Im Palacio Real in Madrid hat König Felipe VI. die spanische Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Triumph empfangen. Der Monarch gratulierte der Mannschaft persönlich – und erinnerte daran, dass Spanien nun als einziges Land gleichzeitig Weltmeister bei den Männern und den Frauen ist. König Felipe richtete bei der Zeremonie persönliche Worte an die Spieler: „Ihr seid müde – aber was für eine wunderbare Müdigkeit. Herzlichen Glückwunsch.“ Er sprach von einem „epischen“ Triumph nach einer wahren „Odyssee“ und würdigte die Mannschaft als „legendär und historisch“. Ex-Nationalspieler teilt Video: Was vergrub Cucurella vor dem Anpfiff? Leonor und Sofía bei WM 2010: Rückblick auf Spaniens Prinzessinnen rührt Fans Der Monarch führte weiter aus: „Es gibt noch viel zu feiern. Genießt jede Sekunde, jeden Blick und jedes Lächeln, jeden Gesang und jede Träne, jeden Applaus und all die Küsse und Umarmungen, die ihr heute und noch lange Zeit erhalten werdet. Ihr habt es euch verdient.“ Im Namen aller Spanier dankte er der Mannschaft für den Titelgewinn. Am Sonntag war Felipe gemeinsam mit Königin Letizia, Prinzessin Leonor und Infantin Sofía zum Endspiel nach East Rutherford gereist. Bei der Siegerehrung hielt er den WM-Pokal in den Händen und nahm Spieler in den Arm. Nach dem Empfang im Königspalast besuchte die Mannschaft um Kapitän Rodri noch den Regierungschef Pedro Sánchez. Anschließend fuhr das Team im offenen Bus durch die Hauptstadt. Am Abend wurden bis zu eine Million Menschen am Cibeles-Platz zur WM-Feier erwartet.
Conor McGregor: UFC-Star wurde vom „König“ zum Verurteilten
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Conor McGregor stieg rasant zu einem Superstar der Sportwelt auf. Es folgte ein tiefer Fall, zuletzt erlebte er eine bittere Niederlage bei seinem Comeback. Doch immer noch fasziniert der Ire die Massen. Was steckt dahinter? Die Inszenierung war einmal mehr perfekt: Nebel füllte den Käfig im Zentrum der T-Mobile-Arena von Las Vegas , die Farben der irischen Flagge den Rest der Halle. Zu den Klängen von Sinéad O’Connors Interpretation des irischen Rebellensongs „The Foggy Dew“ und „Hypnotize“ des Rappers The Notorious B.I.G. schritt Conor McGregor in Richtung des Oktagons, der achteckigen Kampfarena. Hier würde er in wenigen Augenblicken sein Kampf-Comeback nach fünf Jahren Abwesenheit geben. Die Lautstärke in der ausverkauften Halle zeigte, dass „The Notorious“ (dt: „Der Berüchtigte“), so der Kampfname des Iren, immer noch eine Faszination auf das Mixed-Martial-Arts-Publikum ausübt. Trotz des sportlichen Misserfolgs. Trotz seines tiefen Falls. Trotz seiner zahlreichen Skandale, eines mittlerweile langen Strafregisters und einer Verurteilung wegen Vergewaltigung. Doch was machte McGregor zum größten Star seines Sports? Und warum möchten die Menschen ihn immer noch kämpfen sehen? Seine Geschichte war filmreif Ein Blick zurück: Eigentlich war McGregors Geschichte eine filmreife. Vom bitterarmen Sozialhilfeempfänger, der seine Klempner-Ausbildung schmiss, um sich den Traum der großen Kampfsportkarriere zu erfüllen, kämpfte er sich zu Ruhm und Reichtum. Nur zwei Jahre nach seinem Debüt in der Ultimate Fighting Championship (UFC), der größten aller MMA-Organisationen, bestritt er im Jahr 2015 seinen ersten Titelkampf im Federgewicht – und war zu diesem Zeitpunkt schon längst ein Star. McGregor hatte den im Kampfsport üblichen „Trash Talk“, also die verbalen Attacken auf seine Gegner im Vorfeld eines Kampfes, perfektioniert. Mit Leichtigkeit wandelte der junge Ire zwischen Arroganz und Humor. Seine Worte klangen böse, doch gleichzeitig trug er dabei ein gewinnendes Lächeln auf den Lippen. Sein Charisma war unbestreitbar. Trotz seiner großen Töne fand ihn das Publikum sympathisch, wollte ihn nicht scheitern sehen, sondern fand Gefallen an seinem Erfolg. Zusammenschnitte seiner Pressekonferenzen füllten lange Videos im Internet und wurden millionenfach geklickt. McGregors Aufstieg zum Star fußte aber natürlich auch auf sportlichem Erfolg. Ein spektakulärer Kampfstil mit leichtfüßigen Bewegungen und einer krachenden linken Schlaghand sicherten McGregor regelmäßig frühe K.-o.-Siege, die er zudem in seinen Pressekonferenzen mit erstaunlicher Präzision vorhersagte. Der Mythos vom hellseherischen „Mystic Mac“ war geboren. Er schien alles zu können UFC-Präsident Dana White, ein gewiefter Geschäftsmann, wusste sofort, dass er mit McGregor auf Gold gestoßen war – und investierte weiter. Als 2015 der erste Titelkampf gegen Federgewichtschampion Jose Aldo anstand, organisierten White und die UFC eine weltweit veranstaltete Serie von Pressekonferenzen unter anderem mit Stationen in Aldos brasilianischer Heimat und in McGregors Heimatstadt Dublin. Speziell die letzte Pressekonferenz wurde dabei zu einer Art Volksfest, bei dem das anwesende Publikum die Fragen der Journalisten und Antworten Aldos mit lauten Sprechchören und Gesängen nahezu erstickte und sich McGregor unter dem Gegröle seiner Landsleute kurzerhand zum „König von Dublin“ erklärte. Die Pressekonferenzen nutzte McGregor mal wieder, um vollmundig einen schnellen K.-o.-Sieg anzukündigen. Was gegen den damals seit zehn Jahren ungeschlagenen Aldo unmöglich schien, machte McGregor wahr: Er schickte ihn nach gerade einmal 13 Sekunden auf die Bretter – und zementierte damit seinen Legendenstatus. Dieser Mann schien alles zu können. Genau das begann er zunehmend auch selbst zu glauben. Seinen ersten Ikarus-Flug zu nahe an die Sonne ließ er schon bald folgen. Als sein angesetzter Kampf um den zweiten Titel im Leichtgewicht aufgrund einer Verletzung des Gegners kurzfristig abgesagt wurde, nahm er nur elf Tage vor dem Veranstaltungstermin ersatzweise einen Kampf im Weltergewicht gegen den erfahrenen Nate Diaz an. Zwei Gewichtsklassen höher, ohne viel Vorbereitung – das war dann auch für McGregor zu viel. Seine sonst so wuchtigen Schläge schienen an dem deutlich schwereren Diaz abzuprallen, dem Iren ging schnell die Puste aus und schließlich musste er in der zweiten Runde, gefangen in einem von Diaz‘ Würgegriffen, aufgeben. Seine erste Niederlage in der UFC. Das große Geld im Boxen Von einem Karriereknick konnte man dennoch noch nicht sprechen. Der Kampf gegen den ebenso nicht um deutliche Worte verlegenen Diaz wurde zum Kassenschlager, der unmittelbar nach der Niederlage vereinbarte Rückkampf wenige Monate später dann zum bis dahin meistverkauften Pay-per-View-Event der UFC-Geschichte. Auch sportlich schaffte es McGregor zurück: Mit mehr Vorbereitung und einer besseren Kampftaktik gewann er den Rückkampf nach Punkten und sicherte sich dann nochmals wenige Monate später mit einem spektakulären K.-o.-Sieg über Eddie Alvarez den ursprünglich anvisierten Titel im Leichtgewicht. Damit wurde er der erste Kämpfer der UFC-Geschichte, der den Titel in zwei Gewichtsklassen gleichzeitig hielt. Sportlich am Zenit angekommen, machte sich McGregor nun daran, das ganz große Geld zu verdienen. Dafür forderte er 2017 den ebenfalls durch seinen „Trash Talk“ berühmten Floyd Mayweather kurzerhand zu einem Kampf in dessen Domäne, dem Boxen, heraus. Mal wieder wurde das Event mit einer Serie von Pressekonferenzen inszeniert, in denen sich beide publikumswirksam wüste Beleidigungen an den Kopf warfen. Wieder hingen die Massen an McGregors Lippen, glaubten an die Sensation gegen den ungeschlagenen Boxweltmeister und schalteten zuhauf ein: McGregor verdiente einem Forbes-Bericht zufolge 85 Millionen Dollar. Mayweather machte seinem Kampfnamen „Money“ (dt.: Geld) alle Ehre und sackte wohl sogar 275 Millionen Dollar ein. Dass sich McGregor am Ende sportlich einmal mehr übernommen hatte und den Kampf durch technischen K. o. in der 10. Runde verlor, interessierte da kaum jemanden. Spätestens jetzt war McGregor auch über MMA hinaus ein absoluter Superstar. Dennoch hatte sich der Ire sportlich auf Irrwege begeben – und auch etwas Kredit bei den MMA-Fans verspielt. Hatte er zuvor noch groß angekündigt, es werde „eine Armee brauchen“, um ihm seine Titel wieder abzunehmen, wurden dem mit Boxen beschäftigten McGregor seine zwei UFC-Titel schließlich aufgrund von Inaktivität einfach aberkannt. Während McGregors Abwesenheit sicherte sich Khabib Nurmagomedov den Gürtel im Leichtgewicht. Der ungeschlagene Russe beeindruckte mit dominanten Siegen, wurde zum neuen Star der UFC. Als sich McGregor 2018 anschickte, den Titel zurückzuholen, blieb es dieses Mal jedoch nicht bei verbalen Schlagabtäuschen über Medien und in Pressekonferenzen. Eine Konfrontation zwischen einem Kämpfer aus McGregors Umfeld und Nurmagomedov sowie seinem Team beantwortete McGregor, indem er seinerseits mit einer Entourage ein UFC-Event stürmte und die Scheiben eines Busses, in dem sich Nurmagomedov und andere Kämpfer befanden, mit Gegenständen bewarf und damit zum Bersten brachte. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. McGregor musste sich vor Gericht verantworten und wurde unter anderem zu Sozialstunden verurteilt. Es sollte nicht seine einzige Verurteilung bleiben. Im Vorfeld des Kampfes gegen den Russen machte McGregor zwar erneut seine großspurigen Ankündigungen. Doch dieses Mal schien er die Leichtigkeit, die ihn dabei stets ausgemacht hatte, verloren zu haben. Es gab böses Blut. Das gewinnende Lächeln in seinem Gesicht war echter Wut gewichen. Sein Auftreten hatte nichts Humorvolles mehr, sondern etwas Dunkles. Als sich die beiden dann endlich im UFC-Käfig begegneten, verlor McGregor, indem ihn der Russe mit einem Griff zur Aufgabe zwang. Nach dem Kampf kam es erneut zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Lagern der beiden Kämpfer und einer Suspendierung McGregors. Es war der endgültige Wendepunkt in seiner Karriere. Immer mehr Konflikte mit dem Gesetz Nach der Niederlage ging es nicht nur sportlich bergab. In den folgenden drei Jahren bestritt McGregor nur noch drei Kämpfe, gewann lediglich einen davon. Schlagzeilen machte er eher mit Alkohol- und Drogenexzessen. Er vertrieb eine eigene Whiskeymarke und schien dabei allzu häufig sein eigener bester Kunde zu sein. Auch die Konflikte mit dem Gesetz nahmen zu: Neben einigen Gewaltvorwürfen, wonach er unter anderem einen älteren Mann in einem Pub in Dublin geschlagen und bei einem anderen Vorfall auch einem italienischen Musiker die Nase gebrochen haben soll, wiegen vor allem die Vorwürfe der sexuellen Gewalt in seiner Strafakte am schwersten. Eine Klage, die McGregor der versuchten Vergewaltigung im Rahmen der NBA Finals 2023 in Miami bezichtigte, wurde Ende des vergangenen Jahres zwar wieder zurückgezogen. In einem anderen Fall jedoch kam es zu einer Verurteilung: Eine Frau beschuldigte McGregor, sie im Dezember 2018 – also kurz nach der Niederlage gegen Nurmagomedov – in einem Hotelzimmer in Dublin vergewaltigt zu haben. Verurteilung wegen Vergewaltigung Laut Aussage der Frau habe McGregor sie zunächst mehrfach gewürgt und auf ein Bett gedrückt, bevor er sie dann vergewaltigt habe. Nach dem geschilderten Vorfall begab sich die Frau in ärztliche Behandlung, wobei fast an ihrem gesamten Körper Blutergüsse und Schürfwunden im Gesicht, am Hals und an der rechten Brust festgestellt wurden. Während des Prozesses wurde zudem ein Gynäkologe verhört, der die Frau nach dem geschilderten Vorfall untersucht hatte. Laut seiner Aussage habe sie während der gesamten Untersuchung „gezittert und geweint“. Ein Strafprozess wurde vom Generalstaatsanwalt im Jahr 2020 aufgrund mangelnder Beweise und fehlender Aussicht auf Verurteilung abgelehnt. Die Frau strengte jedoch eine Zivilklage an, die Erfolg hatte. Eine Jury befand, dass McGregor haftbar sei, und er musste der Frau 250.000 Euro Entschädigung zahlen. In Irland gelten für Zivilprozesse andere Beweismaßstäbe als für Strafprozesse. In einem Zivilverfahren gilt die „Abwägung der Wahrscheinlichkeiten“, das heißt, es muss wahrscheinlicher sein, dass etwas passiert ist, als dass es nicht passiert ist. In einem Strafprozess muss eine Tat hingegen zweifelsfrei bewiesen werden. Dazu kam es nicht. Plötzlich wollte er Präsident werden McGregor erklärt noch heute, er sei unschuldig, und beteuert, es sei lediglich zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gekommen. Eine Berufung gegen das Urteil im Zivilprozess scheiterte jedoch. Auch abseits der Gerichte bekleckerte sich McGregor in der Zwischenzeit nicht mit Ruhm. Pläne für weitere Kämpfe wurden gemacht und verworfen, auf mehrere plötzliche Rücktrittsverkündungen folgte der genauso plötzliche Rücktritt vom Rücktritt. Zwischenzeitlich kündigte McGregor dann sogar an, für das Präsidentenamt in Irland zu kandidieren. Im Rahmen eines Besuchs bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus kritisierte er die irische Regierung und äußerte sich dabei vor allem migrationskritisch. Zahlreiche ranghohe irische Politiker wiesen McGregors Aussagen zurück. Der ehemalige Chef der sozialdemokratischen Partei, Colum Eastwood, sagte: „Conor McGregor wurde noch nie in ein Amt gewählt, er vertritt nicht das irische Volk. Tatsächlich ist er uns ziemlich peinlich.“ Auch die Wähler konnten mit dem Kampfsportler als Politiker nicht viel anfangen. Die Umfragen zeigten konstant einstellige Zustimmungswerte. Im vergangenen September zog McGregor seine Kandidatur zurück. Der Status als irischer Volksheld? Gehört längst der Vergangenheit an. Gescheitertes Comeback In einem wirklich filmreifen Leben müssten auf rasanten Aufstieg und tiefen Fall eigentlich die große Wiederauferstehung und das Happy End folgen. Zumindest sportlich versuchte sich McGregor auch genau daran – scheiterte bislang aber krachend. Schon 2021 wollte McGregor gegen Dustin Poirier seine UFC-Karriere wieder aufleben lassen. Dafür ließ er sogar seinen berühmten „Trash Talk“ beiseite, präsentierte sich ganz im Gegenteil respektvoll und voll des Lobes für seinen Gegner. Der Kampf ging jedoch durch K. o. verloren, und beim Rückkampf ein halbes Jahr später überzog McGregor seinen Kontrahenten schon wieder mit Beleidigungen. Der zweite Anlauf ging sportlich ebenfalls schief: McGregor verlor durch eine Fußverletzung erneut. Die Kreuzkette darf nicht fehlen Nach fünf Jahren Ringpause nun also der nächste Anlauf gegen Max Holloway. McGregor präsentierte sich im Vorfeld zwar erneut als der alte „Trash Talk“-König, gleichzeitig jedoch als der persönlich geläuterte und nun tiefgläubige Christ. Ob beim obligatorischen Wiegen und beim Einlauf zum Ring: Die Kreuzkette durfte nicht fehlen. In den Pressekonferenzen sprach er nun ausführlich über seinen Glauben und wie dieser ihn im bevorstehenden Kampf tragen werde. Sogar auf die Verurteilung wegen Vergewaltigung angesprochen bemühte McGregor seine neue Frömmigkeit: „Ich bin ein unschuldiger Mann und stehe für meine Unschuld bis zu dem Tag, an dem ich gehe“, sagte er. Er werde weiterkämpfen und es gebe einen Grund, warum es nie zu einem Strafprozess gekommen sei. „Es ist ein tiefer Stich. Ich kämpfe weiter. Ich kenne die Wahrheit und ich weiß, dass Lügen dem Herrn ein Gräuel sind. Ich weiß, dass alles, was im Dunkeln liegt, bald ans Licht kommen wird. Ich vertraue auf Gott, dass es so kommen wird – darauf kannst du dich verlassen –, und ich freue mich sehr, sehr auf diesen Tag“, so McGregor. Der Glaube an das Wunder Der erneute Comeback-Versuch erregte immer noch viel Aufmerksamkeit. Trotz all der persönlichen Verfehlungen, der sportlichen Talfahrt und des fortgeschrittenen Sportleralters von 37 Jahren: Das MMA-Publikum wollte McGregor immer noch sehen. Der Mythos vom „Mystic Mac“, der auch gegen jede Wahrscheinlichkeit alles schaffen kann, er haftet ihm fast zehn Jahre nach seinen letzten großen Erfolgen an. Das Kampfsport-Publikum glaubt immer noch, dass McGregor Wunder wirken kann. UFC-Kommentator Joe Rogan brachte es auf den Punkt: „Ich möchte daran glauben, dass er nach fünf Jahren und einem Beinbruch zurückkommen und wieder auf Championship-Niveau kämpfen kann. Wir wollen diesen Conor wiedersehen“, sagte Rogan. „Wäre es jemand anderes, würde man daran zweifeln. Aber seine Selbstsicherheit hat etwas an sich, das einen dazu bringt, daran glauben zu wollen.“ Doch der Glaube half nichts. Der Versuch eines Traum-Comebacks endete in einer großen Enttäuschung. Direkt bei der ersten Aktion des Kampfes verdrehte sich McGregor das Knie und verletzte sich schwer. Nach etwas mehr als einer Minute musste der Kampf abgebrochen werden. Einen Rückfall in Alkohol und Drogen solle es trotz des erneuten Rückschlags aber nicht geben, bekundete McGregor. Erneut zu einem religiös geprägten Video schrieb er bei Instagram: „Meine Lebensstiländerungen sind dauerhaft und nicht nur vorübergehend. Ich bin dankbar, dass ich das beweisen darf.“ Sein Plan: „Operation. Reha. Rückkehr zum Martial-Arts-Training. Es noch mal versuchen. Der letzte Kampf in meinem Vertrag. Bitte Gott! Ich vertraue auf dich, Herr! Zeig mir deinen Weg. Danke Gott.“ Berühmt geworden ist McGregor einst vor allem durch eins: sein enormes Selbstvertrauen. Nun scheint er die Schlüssel seines Lebens lieber in die Hände des Allmächtigen zu geben. Statt auf neue Beweise vor Gericht, die eigenen Fähigkeiten im Ring oder die Hilfe von Ärzten bei der Genesung zu vertrauen, soll nun Gott die Dinge richten. Ob diese Strategie erfolgversprechend und vor allem: ob McGregors Läuterung glaubwürdig ist, muss wohl jeder Beobachter selbst bewerten. Nur eines hat das vergangene Wochenende sicher gezeigt: Auch einen weiteren Versuch eines filmreifen Happy Ends würden viele Menschen mit Neugier und Faszination verfolgen.
Lionel Messi mit emotionalem Statement nach WM-Finale
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Lionel Messi hat mit Argentinien knapp seinen zweiten WM-Titel verpasst. Am Tag nach der Niederlage wendet er sich an die Fans. In einem denkbar engen Finale haben Lionel Messi und Argentinien am Sonntagabend die Titelverteidigung bei der Fußball-Weltmeisterschaft verpasst. Spanien entthronte die Südamerikaner durch einen 1:0-Sieg nach Verlängerung. Nach dem Schlusspfiff reagierte vor allem Lionel Messi emotional, am Montag äußerte er sich erstmals zur Niederlage. „Der Schmerz ist sehr groß, und es wird schwer werden, diese Wunde zu heilen. Aber ich behalte auch all das Gute in Erinnerung“, schrieb der achtfache Weltfußballer auf Instagram und präzisierte: „Die Spiele, die wir dank unseres vollen Einsatzes noch gedreht haben und die für immer in Erinnerung bleiben werden, sowie die Unterstützung eines ganzen Landes, die uns zusammen mit der Arbeit und dem Einsatz dieser Mannschaft dazu gebracht hat, wieder einmal zu den Besten der Welt zu gehören.“ „Genießt all die Küsse“: Königlicher Empfang für Spaniens Weltmeister Auch mit einem Tag Abstand falle es „schwer, unsere Leistung richtig einzuschätzen“, schrieb Messi. Er betonte aber: „Diese Mannschaft hat es in zwei aufeinanderfolgende WM-Endspiele geschafft.“ Der 39-Jährige bedankte sich für all die Nachrichten, die er erhalten hat. Und auch dem Gegner widmete er ein paar Worte. „Ich möchte Spanien zum Weltmeistertitel gratulieren“, zeigte er sich als fairer Verlierer. Zu seiner persönlichen Zukunft schwieg Messi unterdessen. Schon vor dem Turnier hatte er mehrfach angedeutet, dass es seine letzte Weltmeisterschaft sein könnte. Beim nächsten Turnier im Jahr 2030 wäre er immerhin schon 43 Jahre alt. Denkbar erscheint aber, dass der achtfache Weltfußballer 2028 noch einmal bei der Copa América antritt.
Schalke-Zukunft: Sylla lässt aufhorchen
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