Ein außergewöhnlicher Beginn: Italiens neuer – und alter – Teamchef leistet Abbitte, weil er dem Ruf des Geldes nach Saudi-Arabien gefolgt war. Jetzt soll er die Azzurri zurück zu alter Größe führen. Italiens neuer und alter Fußball-Nationaltrainer Roberto Mancini hat sich bei der Rückkehr an seinen Arbeitsplatz in aller Form entschuldigt. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in Rom sagte der 61-Jährige über seinen zwischenzeitlichen, hochbezahlten Abschied nach Saudi-Arabien und dann nach Katar: „Es tut mir sehr leid. Das Trikot der Nationalmannschaft ist ein bisschen wie die Frau des Lebens: Wenn man es verliert, hat man etwas falsch gemacht.“ Italiens Fußball steckt seit langem in der Krise. Der viermalige Weltmeister hatte im Frühjahr zum dritten Mal in Folge die Qualifikation zu einer WM verpasst. Einziger Titel der jüngeren Vergangenheit war die Europameisterschaft 2021 – damals mit Mancini als Trainer. Zwei Jahre später verabschiedete er sich jedoch für viel Geld urplötzlich nach Saudi-Arabien, was ihm enorm viel Kritik einbrachte. Jetzt soll er die Squadra Azzurra zurück zu alter Größe führen. „Mangel an Kommunikation“ Bei seiner ersten Pressekonferenz sprach Mancini an der Seite von Verbandspräsident Giovanni Malagò seinen Wechsel als Nationaltrainer nach Saudi-Arabien von sich aus gleich zu Beginn an. „Es gab damals einen Mangel an Kommunikation zwischen mir und (dem damaligen Präsidenten Gabriele) Gravina. Hätten wir miteinander gesprochen, wäre alles anders gekommen. So ist es nun einmal gelaufen. Es tut mir sehr leid.“ Dazu versprach er: „Ich werde versuchen, die Nationalmannschaft so gut spielen zu lassen, dass mir die Fans verzeihen.“ Der Posten des Commissario Tecnico (wie der Nationaltrainer offiziell heißt) war seit Anfang April vakant. Damals musste Gennaro Gattuso zurücktreten, weil Italien in einem Entscheidungsspiel zur WM-Qualifikation an Bosnien-Herzegowina scheiterte. Die Suche nach einem Nachfolger entwickelte sich zum Chaos, bis nun Mancinis Rückkehr klargemacht wurde. Als neuen Technischen Direktor hat er eine andere italienische Trainergröße zur Seite: Claudio Ranieri, zuletzt unter Vertrag bei AS Rom . Große Karriere als Spieler und Trainer Mancini war bereits Nationaltrainer von 2018 bis 2023. Höhepunkt war der Gewinn der EM 2021 im Elfmeterschießen gegen England. Zwei Jahre später soll er beim Wechsel nach Saudi-Arabien einen Vierjahresvertrag für 25 Millionen Euro pro Saison unterschrieben haben. Dort blieb Mancini jedoch nur etwas mehr als ein Jahr. Dann wechselte er – sicher ebenfalls gegen gutes Geld – nach Katar zum Verein Al-Sadd. Als Spieler stand Mancini in den 1980er und 1990er Jahren für Sampdoria Genua auf dem Platz. Viermal gewann er den italienischen Pokal, einmal die Meisterschaft. Später spielte er bei Lazio Rom und in England bei Leicester City . Als Vereinscoach holte er Meisterschaften mit Inter Mailand und Manchester City . Die nächsten Spiele für Italien sind Ende September in der Nations League gegen Belgien sowie die Türkei und dann gegen Frankreich.
Wieder-Nationaltrainer Mancini entschuldigt sich
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FIFA fordert Stellungnahmen zu Vorfällen nach WM-Finale an
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Der Fußball-Weltverband ermittelt wegen der Vorkommnisse nach Argentiniens Niederlage gegen Spanien. Der Verband präzisiert, worum es genau geht. Auch ein Banner im Halbfinale wird untersucht. Nach den Vorfällen im Anschluss an das WM-Finale hat die FIFA Stellungnahmen von allen Beteiligten angefordert, unter ihnen ist auch der Argentinier Leandro Paredes. Danach will der Fußball-Weltverband seine Entscheidungen bekanntgeben, wie er nun mitteilte. Zuvor hatte der Weltverband einen Sonderermittler eingesetzt. Nach dem 1:0-Sieg Spaniens nach Verlängerung in East Rutherford war es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, die vor allem von argentinischer Seite ausgingen. Paredes hatte sich nach Spielende zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Er griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er Eric Garcia geschubst. Gavi ist laut FIFA-Mitteilung der einzige spanische Spieler, gegen den ermittelt wird. Auf argentinischer Seite sind außer Paredes noch Nahuel Molina, Thiago Almada sowie Co-Trainer Roberto Ayala betroffen. Auch Banner zum Falkland-Konflikt sorgte für Aufregung Die FIFA ermittelt außerdem wegen mehrerer möglicher Verstöße gegen Disziplinarregeln gegen den argentinischen Fußball-Verband. Dabei geht es auch um verbotene politische Botschaften bei Sportereignissen. Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale gegen England ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“) auf dem Platz gezeigt. Sie spielten damit auf den bewaffneten Konflikt um die Inselgruppe im Südatlantik zwischen Großbritannien und Argentinien im Jahr 1982 an. Die britische Regierung hatte eine Untersuchung durch die FIFA verlangt. Der Weltverband ermittelt auch wegen mutmaßlich diskriminierender und rassistischer Vorfälle, verspäteter Anstöße sowie unangemessener Botschaften gegen Argentiniens Verband. Auch das Werfen von Gegenständen durch Fans werde untersucht.
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Zuletzt war Stefan Ortega der wertvollste Torhüter ohne Vertrag auf dem Markt. Nun hat der ehemalige Schlussmann von Manchester City einen neuen Klub gefunden – und freut sich über „mehr Sonne“. Stefan Ortega setzt seine Karriere in Griechenland fort. Der deutsche Torhüter wechselt zu Rekordmeister Olympiakos Piräus , wo er einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben hat. Das gab der Klub am Mittwoch bekannt. Der 33-Jährige, dessen Marktwert vom Portal „transfermarkt.de“ auf vier Millionen Euro geschätzt wird, war zuletzt vereinslos. Nach seinem Abschied aus England hatte Ortega bereits angedeutet, dass es ihn in eine sonnigere Region ziehen könnte. Im Interview mit dem Magazin „11Freunde“ sagte er: „Vielleicht irgendwohin, wo es wärmer ist als in Manchester. Wir hätten nichts gegen etwas mehr Sonne.“ Diesen Wunsch setzt er nun in die Tat um. “ Ekelt mich an“: Bayern-Boss rechnet mit Fifa ab Zuletzt spielte Ortega ein halbes Jahr für den englischen Erstligisten Nottingham Forest. Davor stand er vier Jahre bei Manchester City unter Vertrag. Als Ersatzkeeper hinter dem Brasilianer Ederson gewann er mit dem Klub zwei Meisterschaften und die Champions League . Insgesamt absolvierte er 56 Pflichtspiele für die „Citizens“. 2022 war er vom damaligen Bundesligaabsteiger Arminia Bielefeld zum Team von Pep Guardiola gewechselt. Ortega: Trifft er in der Champions League auf seinen Ex-Klub? Im November 2024 und März 2025 hatte ihn der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann als dritten Torwart hinter Oliver Baumann und Alexander Nübel zu insgesamt vier Länderspielen im Rahmen der Nations League in den DFB-Kader berufen. Der gebürtige Nordhesse blieb jedoch ohne Einsatz. Mit Olympiakos könnte Ortega in der kommenden Saison auf seinen früheren Verein aus Manchester treffen. Der Zweite der vergangenen Spielzeit in der griechischen Super League kann sich über die Qualifikation noch einen Platz in der Champions League sichern.
Bundesliga: DFB-Schreck Leo Sauer wechselt zum VfB Stuttgart
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Der VfB Stuttgart verpflichtet Leo Sauer. Der junge Slowake ist in Deutschland kein Unbekannter. Der VfB Stuttgart hat den slowakischen Nationalspieler Leo Sauer von Feyenoord Rotterdam verpflichtet. Der 20-jährige Flügelspieler erhält einen Vertrag bis 2031 und soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge rund 13 Millionen Euro Ablöse plus Boni kosten. Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth erklärte hinsichtlich des Neuzugangs: „Er ist nicht nur aufgrund seines Alters für uns ein Mann mit Perspektive.“ Der Transfer geschehe „in der festen Überzeugung, dass wir unseren offensiven Ansatz in unserer Spielkultur für die nächsten Jahre weiter stärken und ausbauen können“. Starker Auftritt gegen DFB-Elf in Bratislava Deutschen Fußballfans ist Sauer bereits durch seinen starken Auftritt gegen die DFB-Elf in der WM-Qualifikation bekannt. Beim 2:0-Sieg der Slowakei im vergangenen September in Bratislava stand er in der Startelf und bereitete der deutschen Abwehrreihe wiederholt große Probleme. Auch bei der 0:6-Pleite gegen die DFB-Auswahl in Leipzig im November spielte Sauer von Beginn an. Insgesamt kommt der Angreifer bisher auf elf Länderspiele. Ein Tor konnte er jedoch noch nicht erzielen. Auf Vereinsebene war Sauer in der vergangenen Saison für Feyenoord jedoch in 20 Einsätzen dreimal erfolgreich und bereitete zudem zwei weitere vor. Zudem bringt er bereits Erfahrung aus der Champions League und der Europa League mit nach Stuttgart.