Der Kurs ist neu und hat es in sich. Rund um die Messe in Madrid und neben dem Trainingszentrum von Real errichtet sorgt er schon vor der ersten Formel-1-Runde für Diskussionen. Droht Unfall-Chaos? Die Macher versprechen sich bei der Rückkehr der Formel 1 nach Madrid nichts weniger als einen „Kurs gemacht für Spektakel“. Und die Fahrer stellen sich auf maximale Crashgefahr ein. Lokalmatador Carlos Sainz, geboren in der spanischen Hauptstadt, spricht von einer „der größten Herausforderungen der Formel 1 der vergangenen Zeit“ und rechnet mit Safety-Car-Einsätzen und rote Flaggen. Wie viel Madrid steht im Madring? Der Kurs, 5,416 Kilometer lang mit insgesamt 22 Kurven, ist um die eher schmucklose Messe Madrid herum gebaut. Der berühmte Erdbeerbaum mit dem Bären, das Wahrzeichen Madrids auf der Puerta del Sol, liegt über 16 Autokilometer entfernt. Wie viel Madrid im „Madring“ wirklich steckt, wird sich noch zeigen müssen. Zeit genug bleibt: Der Vertrag ist für 10 Jahre gültig bis einschließlich 2035. Zuletzt hatte es 1981 ein Formel-1-Rennen in der Nähe Madrids auf dem Circuito del Jarama gegeben. Beim Neustart geben sich die Verantwortlichen nicht mit Kleinigkeiten zufrieden. Die Organisatoren rechnen am Grand-Prix-Wochenende mit 350.000 Zuschauern. Allein 45.000 Fans bietet das Prunkstück des Circuito Madring Platz, das den bescheidenen Namen „La Monumental“ trägt: eine Steilkurve mit 13,5 Grad Neigung, 550 Meter lang – mit Vollgas gefahren. „Man kommt komplett blind heraus. Man sieht nur den Himmel“, betont Sainz, der den Kurs in einem GT-Auto mal abfuhr. Passagen, in denen die Fahrer praktisch nicht sehen, was nach der nächsten Kurve kommt, sind nicht selten auf dem Kurs. Hinzu kommt: Auslaufzonen sind Mangelware, Streckenmauern die Regel. „Wenn man einen Fehler macht, wird der Preis ohne Zweifel hoch sein“, prophezeit Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali. Rote-Flaggen-Festival beim Ernstall-Test So wie bei den Testfahrten der Formel 3 jüngst. 19 Rote Flaggen, drei Chassis zerstört, dazu noch sechs Schäden an der Radaufhängung. Für die Autos sei es „eine Killerstrecke“, meint Williams-Teamchef Jeff Vowles. Dass der Kurs kaum Grip hat, macht es nicht einfacher. Dass die Autos wegen der Batterie-Power noch unberechenbarer in Sachen Tempo und Beschleunigung sind, erhöht den Unfallfaktor zudem. Für alle Teams werden die ersten Runden auf der Strecke Neuland sein an diesem Freitag in den beiden Übungseinheiten – bis auf Ferrari . Die Scuderia hatte im Juli einen Filmtag auf dem damals noch im Bau befindlichen Madring, Lewis Hamilton und Teamkollege Charles Leclerc hatten einen Vorgeschmack auf den Kurs bekommen. Ob das hilft? Im WM-Klassement liegt Hamilton mittlerweile satte 76 Punkte hinter Italiens Wunderkind Kimi Antonelli von Mercedes auf Platz 3. Wieder ein Silberpfeil-Duell, aber diesmal zwischen Mauern? Erster Verfolger des Monza-Triumphators ist sein britischer Teamkollege George Russell – 66 Punkte zurück nach Platz zwei in Italien. Zweikämpfe beim Großen Preis an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL) wie zuletzt in Monza zwischen den beiden könnten auf dem Madring folgenreicher sein – und dem WM-Kampf vor der entscheidenden Saisonphase eine kleine Wendung geben. Dass mit Madrid nun ein neues Rennen auf dem alten Kontinent in der Formel 1 wieder hinzukommt, ist bemerkenswert. Zuletzt wurden nur in Istanbul (eröffnet 2005) – allerdings im asiatischen Teil – und in Portimão (eröffnet 2008) neue Kurse errichtet, auf denen auch die Formel 1 schon fuhr. Mit einem Comeback von Istanbul wird immer wieder mal gerechnet, der Kurs an der Algarve ist ab kommender Saison im Rennkalender. Bei Real hören sie die Motoren röhren Madrid will aber mit dem Kurs Maßstäbe setzen, der auch aus temporären Passagen besteht, die normalerweise öffentlich genutzt werden. Im Trainingszentrum von Real Madrid , das nicht mal einen Kilometer direkt neben der „Curve monumental“ liegt, dürften sie auch die Motoren hören. Die Königlichen unterstützen als lokaler Eventsponsor die Rückkehr der Formel 1 in Spaniens Hauptstadt nach fast 50 Jahren ebenso tatkräftig wie Stadtrivale Atlético – reichlich Fußball-Prominenz dürfte also Sonntag programmiert sein, zumindest von Real. Die Königlichen spielen am Abend vorher im Bernabéu gegen Rayo Vallecano. Atlético muss Sonntagabend in San Sebastián ran. Spanischen Berichten zufolge beliefen sich die Kosten bei der Ausschreibung für den Madring auf knapp über 83 Millionen Euro. Hinzu kommen laut „Marca“ diverse weitere Kosten, insgesamt würden sich die Ausgaben auf 141,3 Millionen Euro belaufen. Initiative gegen das Rennen: „Stop Fórmula 1 Madrid“ Einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC zufolge soll der Große Preis in Madrid 467 Millionen Euro bringen und 8.850 Arbeitsplätze schaffen. Doch nicht alle sind glücklich mit der PS-Party, für die bis auf den letzten Drücker am Kurs gehämmert, gestrichen und geklebt wird. „Stop Fórmula 1 Madrid“ heißt eine Initiative, die sich klar gegen das Rennen ausspricht. Es geht vor allem um Lärmbelästigung und Umweltbelastung. Auf deren Homepage läuft der Countdown bis zum Start auf dem „Kurs gemacht für Spektakel“: „Verbleibende Tage bis zu einer Gefährdung der Gesundheit der Anwohner.“
Neuer Kurs in Formel 1: Lärm-Zoff und Crash-Gefahr in Madrid
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Darmstadt holt Richter zurück
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Marco Richter (28) heuert erneut beim SV Darmstadt 98 an. Die Verpflichtung des zuletzt vereinslosen Offensivspielers verkündet der Zweitligist offiziell. Erst kürzlich hatte Richter seinen Vertrag (…)
Zweite Pokalrunde: FC Bayern gegen Magdeburg live im Free-TV
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Der Deutsche Fußball-Bund hat die Paarungen der zweiten Runde des DFB-Pokals terminiert. Zwei Partien werden im Free-TV gezeigt, drei Bundesliga-Duelle gibt es nur bei Sky. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die 16 Partien der zweiten Runde des DFB-Pokals zeitgenau terminiert. Bemerkenswert: Eines der beiden Live-Spiele im Free-TV wird das ungleiche Duell zwischen dem Pokalsieger FC Bayern München und dem Zweitligisten FC Magdeburg sein, das für den Mittwochabend, 28. Oktober, angesetzt ist (20.45 Uhr/ARD und Sky). Eröffnet wird die zweite Runde am Dienstag, 27. Oktober, mit vier Partien um 18 Uhr. Den Auftakt machen unter anderem der Hamburger SV und Eintracht Frankfurt , die im Bundesliga-Duell im Volksparkstadion aufeinandertreffen. Am Dienstagabend empfängt dann Borussia Dortmund den SV Werder Bremen im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale. Die Highlight-Partie der beiden Traditionsvereine wird im Free-TV (20.45 Uhr/ZDF und Sky) übertragen, wie der DFB mitteilte. In den späten Spielen am Dienstag kommt es auch zum Bundesliga-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Union Berlin . Der Außenseiter SSV Jeddeloh II aus der Regionalliga Nord empfängt Hertha BSC dann am Mittwoch in einer der vier frühen Paarungen um 18 Uhr, darunter auch das Bundesliga-Duell zwischen dem SC Paderborn und dem VfB Stuttgart . Alle 16 Partien der zweiten Runde werden beim Bezahlsender Sky übertragen.
VfB: Alles klar beim „neuen Gómez“
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Lange ist es her, dass sich ein Eigengewächs in der Profimannschaft des VfB Stuttgart durchsetzte. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf dem neuen Mario Gómez.Sieben Spiele absolvierte Enis Redzepi in der (…)
Basketball-WM: Ein chinesisches Ausnahmetalent überragt alle
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Noch acht Teams kämpfen um den Titel bei der Basketball-WM in Berlin. Mit dabei ist auch China – mit einer alle überragenden Spielerin. Bei der Basketball-WM in Berlin ist Zhang Ziyu das Gesprächsthema Nummer eins. Die 19-jährige Chinesin misst 2,23 Meter. Damit ist sie die größte Spielerin des Turniers und stellt selbst die großgewachsenen Stars aus den USA in den Schatten. Die Größenunterschiede zu ihren Gegenspielerinnen sind kaum zu übersehen. Nach dem deutlichen Sieg der USA gegen China meldete sich US-Superstar Caitlin Clark zu Wort: „Ich habe noch nie gegen eine Frau dieser Größe gespielt. Man sieht, dass sie noch lernt, wie sie ihren Vorteil am besten nutzt. Aber wenn sie den Ball in der Nähe des Korbs bekommt, kann man wenig dagegen tun.“ Chinas Nationaltrainer bezeichnete Zhang Ziyu als „ein Jahrhunderttalent, nicht nur für unser Land, sondern für die Welt“. Einige Experten prophezeien ihr eine Karriere in der nordamerikanischen Profiliga WNBA. Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten. Noch muss sie lernen, mit ihrem großen Körper umzugehen – das Rennen bereitet ihr Probleme. Ein eigenes Aufwärmprogramm Schon mit sieben Jahren war Zhang Ziyu 1,60 Meter groß. Für ihre Größe verfügt sie über einen guten Wurf und ist nicht nur direkt unter dem Korb gefährlich. Beim 75:72-Sieg gegen Puerto Rico in der Qualifikationsrunde am Mittwoch erzielte sie 13 Punkte und traf fünf ihrer sechs Feldwurfversuche. Dieser Sieg sicherte China das Viertelfinale. Zverev irritiert : „Das habe ich in zwölf Jahren noch nie erlebt“ Eberl bestätigt : Bayern wollte diesen Star Der chinesische Verband hat ein spezielles Programm für sie aufgelegt. Das zeigt sich beim Aufwärmen: Abseits des Teams dehnt Zhang Ziyu ihren Körper mit einem Extra-Coach und hält sich dabei am Brett der Korbanlage fest. Fast alle anderen Spielerinnen müssen dafür in die Luft springen. Über ihre Erfahrungen auf dem Feld spricht Zhang Ziyu in Berlin bislang nicht. Nach dem Sieg gegen Puerto Rico lief sie wortlos durch die Mixed Zone und winkte den wartenden Journalisten freundlich zu. Im Viertelfinale trifft China heute um 14.30 Uhr auf Frankreich.
Schock-Nachricht für Mudryk
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Mykhaylo Mudryk (25) muss einen herben Rückschlag hinnehmen. Übereinstimmenden Medien zufolge hat der Flügelstürmer von Tottenham Hotspur im Training eine Sprunggelenksverletzung erlitten. Die (…)
Ein „Natural-Born-Finisher“ ohne Bundesliga-Tor
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35 Sekunden vor Transferschluss lieh Schalke 04 am Deadline Day noch Hee-chan Hwang inklusive Kaufoption über drei Millionen Euro aus. Miron Muslic zeichnet ein Bild von Stürmer, das Fragen (…)
FC Bayern vs. Bodø/Glimt: Mini-Etat, klare Idee – Kompany warnt
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Duell der Gegensätze: In München wartet auf Bayern ein Klub vom Polarkreis mit Mini-Etat und großer Idee. Bodø/Glimt kommt als Favoritenschreck auf die große Bühne. Das Duell, mit dem der FC Bayern am Donnerstagabend (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online) in die neue Champions-League-Saison starten wird, könnte ungleicher wohl nicht sein. Zum Auftakt ist mit dem FK Bodø/Glimt nämlich der norwegische Überraschungsklub der vergangenen Spielzeit in der mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Münchner Arena zu Gast. Der 80 Kilometer nördlich des Polarkreises beheimatete Klub ist es bei seinen Heimspielen gewohnt, maximal vor den 8.500 Fans zu spielen, die ins Stadion hineinpassen. Auch die neue Arena, die Bodø/Glimt gerade baut und die im kommenden Jahr eröffnet werden soll, wird gerade einmal eine Kapazität von 10.000 Plätzen haben. Es geht um einen Bayern-Superstar: Ausgerechnet Klopp wirft brisante Frage auf „Wie ein schlechter Kane“: Hamann übt scharfe Kritik an Bayern-Neuzugang Auch mit Blick auf die Kaderwerte der beiden Mannschaften ist es ein ungleiches Duell: Während das Team der Münchner aktuell einen Gesamtmarktwert von 1,04 Milliarden Euro hat, liegt der von Bodø/Glimt dagegen gerade einmal bei 83,78 Millionen Euro. Mit Michael Olise (170 Millionen Euro), Jamal Musiala (100 Millionen Euro) und Aleksandar Pavlović (90 Millionen Euro) sind gleich drei Bayern-Spieler allein schon mehr wert als der komplette Kader der Norweger. Aufseiten der Norweger haben lediglich Jens Petter Hauge, Patrick Berg (jeweils 12 Millionen Euro) und Fredrik Sjøvold (10 Millionen Euro) einen Marktwert in zweistelliger Millionenhöhe. Auch Bayerns Konzernumsatz kratzte im vergangenen Jahr mit 978,3 Millionen Euro an der Milliardenmarke. Der Umsatz von Bodø/Glimt lag dagegen bei gerade einmal 60 Millionen Euro. Bayern sollte vor Favoritenschreck Bodø gewarnt sein In Anbetracht solcher Zahlen könnte man glauben, dass Bodø/Glimt dem deutschen Rekordmeister hoffnungslos unterlegen und im direkten Duell absolut chancenlos wäre. Die Bayern sollten vor dem Zwergklub vom Polarkreis aber gewarnt sein. Denn der zeigte bereits in der vergangenen Saison, dass man ihn auf keinen Fall unterschätzen sollte. Und machte sich in der Champions League einen Namen als Favoritenschreck. Das bekamen unter anderem Tottenham Hotspur (2:2) und Borussia Dortmund (2:2), denen Bodø jeweils ein Remis abtrotzte, sowie Manchester City (3:1), Atlético Madrid (2:1) und Inter Mailand (3:1, 2:1) zu spüren, die der Außenseiter sogar besiegen konnte. Nach dem Playoff-Triumph in der Zwischenrunde gegen Inter war erst unglücklich im Achtelfinale Endstation. Dort musste sich Bodø Sporting Lissabon trotz eines 3:0-Hinspielsieges im Rückspiel letztlich nach Verlängerung (0:5) geschlagen geben. In dieser Saison will Bodø nun sein nordisches Fußballmärchen weiterschreiben. Nachdem man sich in der Champions-League-Qualifikation gegen Royale Union Saint-Gilloise und dann Nijmegen durchgesetzt hat, ist Bodø/Glimt jedenfalls zurück auf der größtmöglichen europäischen Fußballbühne. Dort will man nun die Bayern herausfordern und damit das nächste Highlight der Vereinsgeschichte erleben, wie Geschäftsführer Frode Thomassen betont. „Ein guter Test, ob wir gegen sie mithalten können“ „Wir konnten bereits gegen einige der besten Teams der Welt antreten. Aber Bayern München wird etwas Besonderes sein“, sagte er im Vorfeld der Partie bei einer Presserunde zu t-online. Schließlich seien die Bayern für ihn „definitiv einer der Titelfavoriten“ und schon in der vergangenen Saison gemeinsam mit dem späteren Sieger Paris Saint-Germain das beste Team im Wettbewerb gewesen. „Es ist also ein guter Test für uns, um zu sehen, ob wir gegen sie mithalten können“, so Thomassen. In solchen Spielen gegen Teams wie den FC Bayern bekomme man eine „gute Referenz“: „Hoffentlich können wir da sein und ein gutes Spiel abliefern. Wenn nicht, werden wir auch daraus lernen.“ Stets dazuzulernen beschreibt Thomassen als „Kernelement“ bei Bodø. Man sei als Klub eben anders, erklärte er, als er von t-online auf seine konkreten Erwartungen an das David-gegen-Goliath-Duell mit den Bayern angesprochen wurde. „Wir sprechen hier nicht vom Gewinnen, sondern viel über Performance, also Leistung. Wir wollen einfach unseren Fußball spielen und schauen, wie weit uns das bringen kann.“ Auf diesen vier Säulen basiert Bodøs Fußballmärchen Thomassen, der die Geschicke des Klubs seit 2017 leitet, ist stolz auf die Säulen, auf denen der steile Aufstieg in den vergangenen Jahren ruhte. „Wir haben im Klub vier Werte, in denen wir wirklich stark sind: Es geht um Leistung, um Entwicklung, um Loyalität und um Zusammengehörigkeit oder Einheit.“ Nach dem Abstieg 2016 und der damals drohenden Insolvenz auferlegte sich der Verein selbst klare Regeln – unter anderem, dass die Spieler größtenteils aus der Region oder zumindest aus Skandinavien stammen sollen. „Zehn, elf Spieler waren von Anfang an dabei und sind den kompletten Weg mit uns gegangen. Das ist etwas Besonderes“, sagt Thomassen. Er verweist stolz darauf, dass darüber hinaus vier Spieler aus dem aktuellen Kader den Sprung aus dem eigenen Nachwuchs in die Stammformation der Profis geschafft haben. Im gesamten Verein, von der Jugend bis zu den Profis, wird nach dem gleichen System gespielt. Diese Spielidee prägt vor allem Kjetil Knutsen, seit 2018 Cheftrainer von Bodø/Glimt. „Unser Klub ist gesund für den modernen Fußball“ Diese Konstanz zahlte sich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Erfolgen aus. 2020 gewann der Klub erstmals die norwegische Meisterschaft und holte den Titel auch 2021, 2023 und 2024. In der Saison 2024/25 schaffte es Bodø/Glimt in der Europa League bis ins Halbfinale. Im vergangenen Jahr dann unter die besten 16 Teams der Königsklasse. „Das ist auch eine Inspiration für andere Klubs“, glaubt Thomassen. Mehr noch: „Und ich denke, es ist gesund für den modernen Fußball, dass ein Klub wie der unsere dazu in der Lage ist, am Donnerstagabend hier in der Allianz Arena auflaufen zu können.“ Der moderne Fußball habe sich in den vergangenen Jahrzehnten schließlich zunehmend kommerzialisiert. Gerade in diesem Kontext sei es „ein gutes Zeichen, ein Verein zu sein, der quasi aus dem Nichts entwickelt wurde“, so Thomassen. „Wir haben keinen privaten Besitzer, sind eine rein ehrenamtliche Organisation. Deshalb sind wir wirklich ein besonderer Klub.“ „Das ist eine tolle Geschichte für den Fußball“ Das sieht auch Bayern-Chefcoach Vincent Kompany so. „Bodø/Glimt ist eine tolle Geschichte für den Fußball“, sagte er am Mittwoch bei seiner Abschlusspressekonferenz über den Auftaktgegner der Münchner. „Je mehr man sie analysiert, desto mehr merkt man, dass es alles einen Sinn ergibt. Jeder Spieler kann viel laufen, jeder Spieler will verteidigen und pressen. Sie haben eine klare Idee, die Spieler gehen diese Idee klar mit.“ Es sei „schwierig, das zu implementieren, da geht es auch um die Transfers“, so Kompany weiter. „Mit dem Geld, das sie zur Verfügung haben, sollte man eigentlich nicht mit den Topteams mithalten, aber sie machen es – das ist das größte Kompliment, das man machen kann.“ Ein weiteres großes Kompliment bekam Bodø/Glimt am Dienstag ausgesprochen, als die französische Sportzeitung „L’Équipe“ die Nominierungen für die Ende Oktober anstehende Ballon-d’Or-Wahl bekannt gab. Dabei tauchten die Norweger nämlich in der Kategorie „Klub des Jahres“ auf. Neben namhaften anderen Teams wie dem FC Bayern und Favorit PSG werden Bodø auch dabei zwar wieder einmal lediglich Außenseiterchancen eingeräumt. Thomassen und sein Klub finden trotzdem wenig überraschend auch an der Rolle des Underdogs einmal mehr großen Gefallen. „Für uns ist es wirklich, wirklich großartig, überhaupt nominiert zu werden“, sagte er. Es gehe natürlich in erster Linie darum, wie gut die Spieler und die Trainer seien, so Thomassen weiter. „Aber ich denke auch, dass der ganze Klub sich sehr stark fühlt und die Arbeit anerkannt wird, die jahrelang geleistet wurde, gerade das vergangene Jahr war wirklich, wirklich gut.“ Dementsprechend erreichten ihn unzählige Nachrichten mit Glückwünschen zur Ballon-d’Or-Nominierung, wie Thomassen verriet. „Es war ein wirklich glücklicher Tag hier in Bodø.“ Der nächste Festtag der Klubgeschichte wird am Donnerstagabend in der Allianz Arena folgen – ganz egal, wie das Spiel am Ende ausgehen wird.
Spektakel zum NFL-Start: Titelverteidiger setzt sich durch
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Die Seattle Seahawks eröffnen ihre Titelverteidigung mit einem umkämpften Erfolg gegen den Super-Bowl-Kontrahenten. Beide Teams müssen Ausfälle verkraften, der Gäste-Quarterback patzt. Titelverteidiger Seattle Seahawks ist mit einem spektakulären Comeback-Sieg in die NFL-Saison gestartet. Der amtierende Champion drehte in der Neuauflage von Super Bowl LX gegen die New England Patriots einen 0:10-Rückstand noch in ein 13:10. Dabei überstanden die Seahawks auch den bitteren Ausfall von Star-Quarterback Sam Darnold, der sich gleich im ersten offensiven Drive an der Hüfte verletzte und den Rest der Partie verpasste. Den Unterschied im Lumen Field machte die in der zweiten Hälfte deutlich verbesserte Verteidigung der Gastgeber, die Patriots-Spielmacher Drake Maye im Schlussviertel gleich dreimal den Ball abnahm und damit ihre Dominanz aus dem einseitigen Endspiel im Februar (29:13) fortsetzte. Für die Punkte der Seahawks sorgten Star-Receiver Jaxon Smith-Njigba mit einem Touchdown und Kicker Jason Myers, der zwei Field Goals sicher verwandelte. Ersatz-Quarterback Drew Lock lieferte kein fehlerfreies Spiel ab, machte seine Sache insgesamt aber gut. Bei New England punkteten Rookie-Tight End Eli Raridon sowie Kicker Andy Borregales. Maye schmeißt das Spiel weg Seattle begann das Spiel mit einem vielversprechenden Drive, der mit einem Sack von Darnold und der daraus resultierenden Verletzung ein jähes Ende nahm. Die knapp 69.000 Zuschauenden sahen in der Folge eine fehlerhafte erste Hälfte der Heimmannschaft, die den Patriots in die Karten spielte. Doch das Blatt wendete sich nach der Pause. Die verbesserte Verteidigung brachte neue Energie ins Stadion, die sich schließlich auch auf der Anzeigetafel bemerkbar machte. Dennoch hielten die Gäste in der Schlussphase alle Trümpfe in der Hand – bis Maye zum dritten Mal patzte. „Ich hatte meine Augen auf dem Ball und als ich ihn sah, dachte ich nur noch: Ball, Ball, Ball“, sagte Matchwinner Josh Jobe, der bei seinem abgefangenen Ball artistisch beide Füße noch ins Feld brachte. Auch New England musste derweil einen empfindlichen Verlust hinnehmen: Superstar A.J. Brown verletzte sich bei seinem Debüt am Knöchel. Dem Wide Receiver war bei einem unvollständigen Pass der Gegenspieler auf dem Sprunggelenk gelandet. Eine genaue Diagnose stand wie bei Darnold unmittelbar nach dem Spiel noch aus.
Barça-Coach Flick: Yamal hat Ballon d’Or verdient
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Hansi Flick schwärmt von seinem Jungstar Lamine Yamal. Warum Barcelonas Flügelflitzer nach Meinung seines Trainers den Ballon d’Or bekommen sollte. Barcelonas Trainer Hansi Flick hat einen klaren Favoriten bei der Wahl des Ballon d’Or für den besten Spieler der vergangenen Fußball-Saison: Lamine Yamal . Wenn es nach dem 61-jährigen Flick gehen würde, bekäme sein junger Flügelflitzer den Goldenen Ball bei der Ehrung am 26. Oktober in London überreicht. „Für mich ist er ein außergewöhnlicher Spieler. Das sieht man in jedem Spiel“, sagte der ehemalige Bundestrainer nach dem 5:1-Erfolg gegen Feyenoord Rotterdam zum Champions-League-Auftakt über den Barça-Jungstar. „Er ist etwas Besonderes. Niemand hat das wie er. Ich finde, er hat es verdient.“ Der erst 19 Jahre alte spanische Weltmeister Yamal hatte beim souveränen Sieg gegen das niederländische Team ein herrliches Freistoßtor erzielt. Harte Konkurrenz für Yamal Yamal ist einer der 30 Kandidaten bei der Ballon d’Or-Wahl. Der Jungstar vom FC Barcelona wurde ebenso nominiert wie vier Spieler des FC Bayern München : Harry Kane, Michael Olise , Luis Diaz und Dayot Upamecano . Die größten Chancen werden aber anderen Spielern eingeräumt, vor allem Spaniens Weltmeister-Kapitän Rodri, dem französischen WM-Rekordtorschützen Kylian Mbappé und Argentiniens Superstar Lionel Messi. Ein deutscher Spieler steht nicht in der Auswahl der besten 30 Fußballer. Konkurrenzwahl zur FIFA Die Auszeichnung mit dem Goldenen Ball ist eine Journalisten-Wahl. Den Preis, der von der zur Amaury-Gruppe gehörenden Zeitung „France Football“ vergeben wird, existiert seit 1956 und galt lange nur als Auszeichnung für Europas Fußballer des Jahres. Die Ehrung findet am 26. Oktober in London statt. Parallel dazu ehrt der Weltverband FIFA seit 1991 den Weltfußballer. Zwischen 2010 und 2015 war die FIFA eine Kooperation mit der Amaury-Gruppe eingegangen.