Nach seinen gescheiterten Investorenplänen für die Fußball-WM steht Fifa-Präsident Gianni Infantino stark in der Kritik. Jetzt zeigt er sich erstmals reformbereit. Fifa-Präsident Gianni Infantino gibt im Kampf um seinen Job weiterhin nicht auf und signalisiert Offenheit für einen Dialog über Reformen. Der massiv in die Kritik geratene Boss des Fußball-Weltverbandes schickte am Montag an die 211 Mitgliedsverbände ein entsprechendes Schreiben, das unter anderem der Nachrichtenagentur AFP, dem Portal „The Athletic“ und der dpa vorliegt. Darin schlägt er eine „Konsultation“ mit den Mitgliedsverbänden vor, um die Entscheidungsprozesse der in der Krise steckenden Fifa zu reformieren. Er werde vorschlagen, dass das am 15. Oktober zum nächsten Mal tagende Fifa-Council „eine direkte, strukturierte und zeitlich begrenzte Konsultation mit den Konföderationen, den Mitgliedsverbänden und den betroffenen Interessengruppen darüber organisiert, wie die Entscheidungsprozesse der Fifa weiter gestärkt werden können“, schrieb Infantino. Dabei sollten „konkrete Vorschläge zu einer frühzeitigeren Einbindung der Institutionen, zu den jeweiligen Rollen des Präsidenten, des Präsidiums, des Rates und des Kongresses sowie zu praktischen Möglichkeiten zur Stärkung von Transparenz, Mitbestimmung und Rechenschaftspflicht bei wichtigen strategischen Initiativen eingeholt“ werden. DFB-Star in der Kritik: Volle Breitseite gegen Florian Wirtz Adidas verkündet: DFB bekommt besonderes Abschiedstrikot Infantino war zuletzt mit seinem Vorhaben gescheitert, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump zu verkaufen. Er betonte nun in seiner versuchten Klarstellung nochmals, „dass die demokratischen Prozesse, die Unabhängigkeit und die sportliche Autorität der Fifa niemals zum Verkauf standen. Sie stehen nicht zum Verkauf und werden es auch niemals tun.“ Das geplante Projekt Fifa Forward Enterprise (FFE) hätte „keinen Verzicht auf die Kontrolle oder Autorität der Fifa über sportliche Entscheidungen beinhaltet“, führte Infantino aus: „Der Vorschlag gelangte an die Öffentlichkeit, bevor der von der Fifa geplante institutionelle Prozess abgeschlossen war und bevor er dem Rat und den Mitgliedsverbänden in vollem Umfang vorgelegt werden konnte.“ Infantino versteht Besorgnis Er verstehe, „dass dies ohne den vollständigen Kontext Besorgnis ausgelöst und den Eindruck erweckt hat, dass bereits Entscheidungen getroffen worden seien.“ Dies sei jedoch „nicht der Fall“ gewesen, schrieb der Fifa-Boss weiter: „Es blieb ein Vorschlag, keine Entscheidung, und unterlag stets den erforderlichen Genehmigungen durch den Rat und die Mitgliedsverbände. Er wurde nun zurückgezogen und wird nicht weiterverfolgt.“ Trotz der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt strebt der Schweizer bei der Neuwahl im März 2027 eine weitere Amtszeit an. Neben anderen fordert vor allem die Uefa den Rückzug Infantinos und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Ziel der Europäischen Fußball-Union ist es, Infantino vor seiner angestrebten Wiederwahl zur Aufgabe zu bewegen. Ansonsten wird die Uefa mit großer Sicherheit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken.
Fifa-Präsident Gianni Infantino signalisiert Bereitschaft für Reformen
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Infantino bereit für Reformen – Aber kein Rückzug
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Schachzug oder Einsicht? FIFA-Präsident Infantino geht im Machtkampf beim Fußball-Weltverband auf seine Kritiker zu. Die Strukturen sollen überdacht werden. Ein persönlicher Rückzug ist kein Thema. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat auf die andauernde Kritik an seinem Führungsstil reagiert und seinen Gegnern erstmals Gespräche über mögliche Reformen im Fußball-Weltverband angeboten. Der Schweizer kündigte in einem Brief an die Chefs der 211 Mitgliedsverbände und die Mitglieder des FIFA-Councils, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, eine unabhängige externe Überprüfung der FIFA-Governance sowie Konsultationen über eine Stärkung der Entscheidungsprozesse an, einschließlich der Rolle des Präsidenten. „Erstens werde ich den FIFA-Rat fragen, ob er eine unabhängige externe Untersuchung des derzeitigen Governance-Systems der FIFA für große strategische Projekte in Auftrag geben möchte. Zweitens möchte ich vorschlagen, dass der Rat eine direkte, strukturierte und zeitlich begrenzte Konsultation mit Konföderationen, Mitgliedsverbänden und relevanten Interessengruppen durchführt“, schreibt Infantino auf Englisch an die Fußball-Funktionäre weltweit. Dabei solle „diskutiert werden, wie die Entscheidungsprozesse der FIFA weiter verbessert werden können“, versichert der 56-Jährige, der nach einem Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren im Sommer massiv unter Druck steht. Konkret bietet Infantino an, darüber zu diskutieren, wie die FIFA-Institutionen früher in große Projekte einbezogen werden können und welche Rolle dabei auch der FIFA-Präsident künftig haben soll. Kein Verzicht auf erneute Kandidatur Infantino machte gleichzeitig klar, dass er die FIFA weiter anführen will. Von einem Verzicht auf eine Kandidatur für eine vierte Amtszeit beim Kongress im März 2027 ist nicht die Rede. Diesen fordern seine Kritiker um UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin. Auch der Deutsche Fußball-Bund um DFB-Chef Bernd Neuendorf, der auch im FIFA-Council sitzt, hat sich klar gegen Infantino positioniert. Eine Reaktion der Infantino-Gegner auf den Brief gab es bislang nicht. „Ich bleibe voll und ganz dazu verpflichtet, die FIFA zu führen, und bin zuversichtlich, was wir gemeinsam erreichen können. Unsere Verantwortung ist größer als jeder einzelne Vorschlag oder jede Meinungsverschiedenheit. Sie besteht darin, die Unabhängigkeit der FIFA zu schützen, ihre Institutionen zu stärken und sicherzustellen, dass der Fortschritt des Fußballs dem gesamten Fußball zugutekommt, überall auf der Welt“, schrieb Infantino. Vorschläge, die bis zur Sitzung des FIFA-Rates am 15. Oktober eingehen, können dort bereits berücksichtigt werden. UEFA und CONCACAF als Opposition Die Europäische Fußball-Union UEFA und die Fußball-Verbände aus Nord- und Mittelamerika verfolgen seit mehreren Wochen einen harten Oppositionskurs gegen Infantino. Einen Gegenkandidaten für die Präsidentschaftswahlen haben sie aber noch nicht benennen können. Ende August eskalierte der Streit mit der Androhung eines Strafantrags vor Schweizer Gerichten im Zusammenhang mit den WM-Investorenplänen gegen Infantino. Dafür wurden bei US-Gerichten Informationen über die geplanten Geschäfte angefragt. Seinen Gegner reichte Infantino nun durch das Schreiben symbolisch die Hand. „Die Behandlung eines Verbands wird nicht von seiner Position zu einem Vorschlag oder einer institutionellen Angelegenheit abhängen. Ich stehe weiterhin jedem von euch zur Verfügung. Jeder Mitgliedsverband hat das Recht, gehört zu werden. Einigkeit ist keine Voraussetzung für Dialog, und Meinungsverschiedenheiten sollten niemals den gegenseitigen Respekt verhindern“, schrieb der Schweizer.
Matthäus vor Klopps Premiere: Es wird „alles besser“
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Lothar Matthäus sieht unter Jürgen Klopp ein von Vertrauen geprägtes Klima im DFB-Team. Vor der Premiere des neuen Bundestrainers äußert sich der Rekordnationalspieler auch zum XXL-Kader. Unter Bundestrainer Jürgen Klopp wird nach Ansicht von Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus „alles besser“. Der Nachfolger von Julian Nagelsmann feiert mit der deutschen Nationalmannschaft an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in den Niederlanden seine Premiere an der Seitenlinie. Matthäus hat erkannt, dass nun das Klima stimme und von Vertrauen geprägt sei, wie er in seiner Sky-Kolumne schrieb. „Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so, aber Vertrauen ist wichtig. Die Spieler müssen wissen, wo sie stehen, die Vereine wollen wissen, was mit ihren Spielern passiert.“ Die Debütanten in Klopps nominiertem XXL-Kader für die Spiele in Amsterdam sowie gegen Serbien und zweimal Griechenland „werden kein Problem haben, sich zurechtzufinden“, meinte Matthäus. Er erwartet, dass der neue Cheftrainer „auf den meisten Positionen zunächst Spieler einsetzt, die schon Erfahrungen in solchen Partien und in einem Hexenkessel wie in Amsterdam gemacht haben“.
Nationalmannschaft: Lothar Matthäus vor DFB-Debüt von Klopp euphorisch
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Vor dessen Debüt als Bundestrainer am kommenden Donnerstag äußert sich Lothar Matthäus zu Jürgen Klopp. Der TV-Experte hat ein gutes Gefühl. Unter Bundestrainer Jürgen Klopp wird nach Ansicht von Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus „alles besser“. Der Nachfolger von Julian Nagelsmann feiert mit der deutschen Nationalmannschaft an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in den Niederlanden seine Premiere an der Seitenlinie. Adidas verkündet: DFB bekommt besonderes Abschiedstrikot Vor Bundestrainer-Debüt: Jürgen Klopp schrieb wohl Brief an Ex-Nationalspieler Matthäus hat erkannt, dass nun das Klima stimme und von Vertrauen geprägt sei, wie er in seiner Sky-Kolumne schrieb. „Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so, aber Vertrauen ist wichtig. Die Spieler müssen wissen, wo sie stehen, die Vereine wollen wissen, was mit ihren Spielern passiert.“ Die Debütanten in Klopps nominiertem XXL-Kader für die Spiele in Amsterdam sowie gegen Serbien und zweimal Griechenland „werden kein Problem haben, sich zurechtzufinden“, meinte Matthäus. Er erwartet, dass der neue Cheftrainer „auf den meisten Positionen zunächst Spieler einsetzt, die schon Erfahrungen in solchen Partien und in einem Hexenkessel wie in Amsterdam gemacht haben“.
DFB-Klausel bei Jeltsch enthüllt
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Jürgen Klopp hat Finn Jeltsch erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Das freut insbesondere den 1. FC Nürnberg.Finn Jeltsch (20) könnte dem 1. FC Nürnberg in Kürze einen Geldregen (…)
Formel 1: Rennen werden aber der Saison 2027 kürzer
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Die Formel 1 bastelt an den Plänen für die kommende Saison. Einige entscheidende Neuerungen stehen jetzt bereits fest. Formel-1-Rennen werden ab der Saison 2027 geringfügig kürzer. Dies entschied die Formel-1-Kommission des Automobilweltverbandes Fia am Montag in London. Künftig wird die Renndistanz nicht mehr rund 305 Kilometer betragen, sondern etwa 290. Dies mache je nach Strecke eine Reduzierung von zwei bis drei Runden aus. In separaten Erklärungen bezeichneten die Fia und die Formel 1 diesen Schritt als unvermeidliche Folge einer früheren Entscheidung, den Kraftstoffdurchfluss in den Motoren zu reduzieren. Zudem wurden die Pläne für eine Getriebe-Homologation – also eine Vereinheitlichung der Bauteile bei allen Fahrzeugen – verworfen, um „den Zulieferern weiterhin Spielraum für Entwicklungen zu lassen“. Zeitfenster für Regenunterbrechungen geändert Die Kommission änderte auch die Regeln für das auf drei Stunden begrenzte Zeitfenster bei Regenunterbrechungen, „um sicherzustellen, dass die Zuschauer bei Unterbrechungen bestmögliche Chancen haben, ein volles Rennen zu erleben“. Laut der Fia-Mitteilung hat die Kommission auch Änderungen an den sportlichen und finanziellen Regularien der laufenden Saison vorgenommen, jedoch ohne Einzelheiten zu nennen.
Red Bull blickt auf Flügelstürmer Vargas
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Der chilenische Flügelspieler Vicente Vargas (19) steht bei mehreren europäischen Klubs auf dem Zettel. Laut Matteo Moretto hat sich der 19-Jährige unter anderem bei der RedBull Group in den Fokus (…)
Knauff-Deal in Planung
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Eintracht Frankfurt will die Zusammenarbeit mit Ansgar Knauff (24) ausweiten. Informationen der ‚Bild‘ zufolge planen die Hessen, den 2028 auslaufenden Vertrag des Flügelflitzers im Saisonverlauf zu (…)
Mischa Zverev: Bruder verteidigt Alexander nach US-Open-Sieg gegen Kritik
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Alexander Zverev gewann in diesem Jahr zwei Grand-Slam-Titel. Kritik gibt es dennoch. Jetzt springt ihm sein Bruder zur Seite. Konnte Alexander Zverev nur dank der Verletzungsprobleme seiner großen Rivalen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz seine zwei ersten Grand-Slam-Turniersiege feiern? Diese Frage wird in der Tennisszene diskutiert – stößt bei Bruder Mischa Zverev aber auf kein Verständnis. „Diesen jüngeren Spielern müsste man sagen: Ja, ein jüngerer Motor muss nicht besser laufen. Deswegen sehe ich das überhaupt nicht so, als könnte man es kleinreden“, sagte Mischa Zverev, der als Manager und Taktik-Ratgeber eine wichtige Rolle im Team des Weltranglistenzweiten einnimmt, in einem Interview von Sport1. „Absoluter Mist“: Alexander Zverev schimpft über Davis Cup Zverev-Gala: Deutschland erreicht Davis-Cup-Finale Bei Zverevs Triumph bei den French Open in Paris war der spanische Titelverteidiger Alcaraz wegen einer Handgelenksverletzung nicht am Start und der Italiener Sinner schied nach einem körperlichen Einbruch früh aus. Bei Zverevs US-Open-Sieg vor etwas mehr als einer Woche in New York fehlte der Weltranglistenerste Sinner wegen Knieproblemen komplett, Alcaraz scheiterte bei seinem ersten Turnier nach langer Verletzungspause im Viertelfinale. „Warum waren die nicht dabei? Weil sie verletzt waren. Warum ist man verletzt? Weil man irgendwo einfach nicht stark genug ist oder weil man übertrieben hat. Weil man nicht auskuriert hat, wenn es sein musste“, sagte Mischa Zverev: „Es gibt ja einen Grund. Es war nicht einfach so, dass sie keine Lust haben.“ Sein 29 Jahre alter Bruder sei zwar älter als Sinner (25) und Alcaraz (23), „aber er ist dabei, er ist fit“. Er sei auch nach der schweren Knöchelverletzung 2022 wieder stark zurückgekommen. Auch Boris Becker stimmte in Kritik ein Dass sein Bruder aufgrund seiner Aufschlagmarotte aktuell kritisiert wird, wollte Mischa Zverev nicht zu hoch hängen. „Ich glaube, das interessiert keinen“, sagte er lachend: „Es ist genauso, als wenn man einen Grand Slam gewinnt und jemand sich über die Farbe der Socken beschwert. Es gibt immer irgendwas, worüber man schreiben oder was sagen kann.“ Wenn jemand im Tennissport erfolgreich sei, „wird es immer jemanden geben, der sagt: Das und das gefällt einem persönlich jetzt nicht“. Der Hamburger Alexander Zverev ließ den Ball beim Grand-Slam-Turnier in New York sehr oft aufspringen, bevor er servierte. Das missfiel auch Tennis-Ikone Boris Becker . „Einen Kritikpunkt habe ich bei Sascha Zverev, nur einen. Dieses ewige Balltippen beim zweiten Aufschlag“, sagte er im gemeinsamen Podcast mit Andrea Petković. Vor dem zweiten Aufschlag gibt es dafür bislang keine Zeitbegrenzung. Beim ersten Aufschlag haben die Spieler 25 Sekunden, um den Ball ins Spiel zu bringen, nachdem der Unparteiische den Spielstand angesagt hat.
Breitenreiter hat unterschrieben
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André Breitenreiter ist neuer Cheftrainer bei Hansa Rostock. Die Unterschrift erfolgte am heutigen Montagabend. Beim Drittligisten tritt der ehemalige Bundesliga-Coach die Nachfolge des entlassenen (…)