Kimi Antonelli führt die WM-Wertung der Formel 1 an. An sein Heimrennen hat er aber bislang keine guten Erinnerungen. Und dann gibt es da auch noch diesen Rekord, um den ein Deutscher zittern muss. Es passt noch immer nicht so richtig mit Kimi Antonelli und seinem Heimrennen. Schon vor dem Auftakt ins Rennwochenende zum Großen Preis von Italien war klar: Der aktuell klar in der WM-Wertung führende Formel-1-Fahrer wird den Start beim traditionsreichen Lauf in Monza von ganz weit hinten erleben. Der Grund: Ein unerlaubter Wechsel des Motors an seinem Mercedes, den das Team nicht mehr aufschieben wollte. Um mindestens zehn Startplätze wird er dadurch nach hinten versetzt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagte vor dem Grand Prix am Sonntag (ab 15 Uhr im Liveticker bei t-online): „Das ist enttäuschend für ihn und für die Fans, die ihn zu Hause an der Spitze sehen wollen.“ Aber: „In unserem Sport werden Sentimentalitäten nicht belohnt.“ 59 Zähler liegt Antonelli aktuell vor seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell und Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari . Dazu ist er der erste Italiener seit dem legendären Alberto Ascari 1953, der als WM-Führender nach Monza kommt. Der frühere Formel-1-Pilot und heutige TV-Experte Jolyon Palmer legte sich im Vorfeld fest: „Wenn Kimi in Monza trotz einer Startplatzstrafe gewinnt, ist er Weltmeister“, sagte Palmer im Podcast „F1 Nation“. Gerade für Russell sei ein solches Ergebnis seines Teamkollegen „ein vernichtender Schlag“. Palmers Vorhersage hätte indes noch weitere Konsequenzen: Bei einem tatsächlichen Titelgewinn wäre Antonelli, der erst Ende August seinen 20. Geburtstag feierte, der mit großem Abstand jüngste Weltmeister der Formel-1-Historie. Die bisherige Bestmarke hält der Deutsche Sebastian Vettel , der 2010 beim ersten seiner insgesamt vier Triumphe 23 Jahre und 134 Tage alt war. Erst in diesem März löste Antonelli Vettel als jüngsten Fahrer ab, der sich eine Pole-Position sichern konnte. Selbst wenn es in diesem Jahr noch nicht mit dem Titel klappen sollte, hätte Antonelli also noch weitere Chancen auf den Rekord in den kommenden Jahren. Erinnerung an Oscar Piastri? Tatsache ist aber auch: Nach überragendem Start in dieser Saison mit fünf Siegen in Folge aus den ersten sechs Rennen lief es zuletzt nicht mehr ganz so gut für den jungen Überflieger. Seitdem kam aus weiteren sechs Grand Prix nur noch ein Sieg dazu, beim Großen Preis von Belgien Ende Juli. Überlegt er zu viel? Kommt jetzt das große Zittern? „Es wird irgendwann in dieser Saison den Moment geben, wo es zu ihm durchdringt: Ich kann Weltmeister werden. Und dann fühlt er den Druck“, sagte schon der frühere Formel-1-Fahrer Jenson Button, 2009 selbst Titelträger, vorher. Und tatsächlich schleichen sich immer wieder Fehler ein. Ein Wackler hier, ein Verbremser da – nichts, was für einen Piloten seines Alters ungewöhnlich wäre. Aber Antonelli ist nun mal WM-Führender. Einzelkritik nach Schalke-Remis: Bayern-Stars unsichtbar, glücklos, schwach Trikotvorstellung mal anders: Klub teilt Bild von zwei Frauen – und geht viral Erinnerung an einen Konkurrenten: In der vergangenen Saison war Antonellis McLaren-Rivale Oscar Piastri schon auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel, ehe eine Durststrecke einsetzte, die ihn letztlich den Titel kostete und seinen Teamkollegen Lando Norris zum Weltmeister machte. Start der schwarzen Serie: beim Großen Preis von Italien. Mittlerweile wartet der Australier seit einem Jahr auf den nächsten Sieg. „Ich werde es mehr genießen können“ Antonelli könnte ebenfalls alles verlieren. Hinzu kommt: Ausgerechnet an sein „Heimrennen“ hat er bisher keine guten Erinnerungen. Der Italiener war 18 Jahre alt, als er dort in seinem ersten Formel-1-Training schon nach zehn Minuten mit hohem Tempo in die Reifenstapel krachte. Er war 19, als sein Teamchef ihm eine „enttäuschende“ Leistung beim ersten Grand Prix in Monza bescheinigte. Damals belegte er im Rennen nur Rang neun, nachdem er erst für eine Kollision mit Williams-Pilot Alexander Albon eine Fünf-Sekunden-Strafe erhalten hatte und dann auch noch wegen wiederholten Überfahrens der Streckenbegrenzungen die schwarz-weiße Flagge gezeigt bekam. Nun hat er bei seinem zweiten Formel-1-Auftritt in der Lombardei durch die Strafe nur geringe Siegchancen, obwohl auf dem altehrwürdigen Kurs viele Überholmanöver möglich sind. Jedoch ist Kimi Antonelli 2026 ein anderer als noch im vergangenen Jahr. Der Jungstar geht dadurch wohl gelöster in den neuerlichen Lauf auf dem Autodromo Nazionale di Monza. „Andere Einstellung, anderes Mindset, ich werde es mehr genießen können“, sagte er im Vorfeld des Rennwochenendes. „Ich fühle mich viel erwachsener, viel mehr in Kontrolle. Ich habe bewiesen, dass ich gewinnen kann. Dieses Jahr Erfahrung macht einen Riesenunterschied, wie ich die Dinge angehe.“ Toto Wolff bestätigte zuletzt die mentale Stärke seines Schützlings: „Wenn er in den Rennmodus schaltet, geht er völlig darin auf. Man kann über Funk mit ihm sprechen, aber er hört einen nicht einmal, weil er ganz in seiner eigenen Welt versunken ist.“ Wilde Gerüchte um Ferrari-Wechsel Und das trotz der Gerüchte, die zuletzt aufkamen – nicht zum ersten Mal. „Wenn Kimi seine Karriere so fortführt, wie er es jetzt tut, und das alles so funktioniert, wie es im Moment aussieht, nichts dazwischenkommt, dann wird Kimi irgendwann auch in einem Ferrari sitzen“, sagte der deutsche TV-Experte Ralf Schumacher unlängst über den Hochtalentierten, der bereits in ganz jungen Jahren als große Zukunftshoffnung des Sports angesehen wurde und dieses große Versprechen nun einlöst. Die Ferrari-Spekulationen parierte Antonelli souverän. „Als Italiener weiß ich selbst, wie emotional wir werden, manchmal übermäßig aufgeregt“, sagte er dazu. Und weiter: „Es wird immer diese Art von Gerüchten geben. Ich muss damit leben.“ Er fuhr fort: „Ferrari ist riesig, eine tolle Marke. Aber ich bin zufrieden, wo ich bin. Mercedes hat mir die Chance gegeben, als ich noch ein Kind war.“ Jetzt muss es nur noch beim Heimrennen passen für Kimi Antonelli.
Formel 1: Kimi Antonelli – kommt jetzt das große Zittern?
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Mourinho vor großem Problem bei Real
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Real Madrid droht am Dienstag in der Champions League gegen Inter Mailand (21 Uhr) ein Engpass im zentralen Mittelfeld. Bis auf Federico Valverde fallen alle anderen Spieler auf dieser Position aus. (…)
FC Bayern: Max Eberl schimpft über Schalke-Fans wegen Pfiffe gegen Neuer
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Manuel Neuer reagiert mit einem Schmunzeln auf das Aufeinandertreffen mit den Schalke-Fans. Max Eberl dagegen schimpft über die Anhänger. Kaum hatte er den Platz betreten, wurde es laut. Bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wurde Manuel Neuer auf Schalke alles andere als mit offenen Armen empfangen. Die Heimfans pfiffen den Torwart des FC Bayern , der den Platz in der Veltins-Arena gerade zum Warmmachen betrat, gnadenlos aus. „Wir sind Schalker und du nicht“, hallte es zudem am Samstagabend durch das Stadion. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ordnete die Szene bei Pay-TV-Sender Sky ein: „Sie stehen hinter ihrer Mannschaft. Die Vergangenheit, die zählt wenig“, sagte er. Neuer wurde in Gelsenkirchen geboren und durchlief die Jugend des FC Schalke , ehe er sich als Profi etablierte. 2011 verließ er die „Königsblauen“ in Richtung FC Bayern. Nach 59 Spielen: Bayern-Serie reißt auf Schalke „Grundsätzlich unter Druck“: Wackelt der erste Bundesliga-Trainer? Das anschließende 0:0 zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem Aufsteiger am zweiten Spieltag der Bundesliga wird vermutlich Neuers letztes Spiel in der Veltins-Arena gewesen sein. Auch deshalb hatte sich Matthäus eine andere Reaktion der Fans gewünscht. „Eigentlich sollten sie Manuel Neuer mit Applaus empfangen, gerade in seinem letzten Bundesliga-Jahr“, sagte er. Schalke-Legende Olaf Thun hatte sich im Vorfeld ebenfalls für einen versöhnlichen Umgang mit Neuer ausgesprochen. „Ich hoffe, weil er bei uns ausgebildet und Nationalspieler wurde, dass er nicht ausgebuht wird, sondern dass man seine Leistung als weltbester Torwart respektiert und akzeptiert.“ Doch es kam anders. „Hurensohn“-Sprechchöre ärgern Eberl – so reagiert Neuer Neuer wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Max Eberl stieß die Art und Weise bitter auf. „Sie sollten stolz sein, dass sie so einen großartigen Jungen in ihrer Knappenschmiede ausgebildet haben, der dann Schritte in den Weltfußball getan hat und Welttorhüter sowie Weltmeister geworden ist.“ Eberl blickte auch auf die Sprechchöre zurück, die unter anderem das Wort „Hurensohn“ enthielten: „Dann gehören sich solche Kraftausdrücke nicht. Man kann pfeifen, weil man gegen Bayern ist, aber diese Ausdrücke braucht es nicht.“ Und Neuer? Der wollte sich seine Rückkehr nicht verderben lassen. Er werte dies „als Kompliment. Das ist Liebe“, sagte er nach der Partie mit einem Schmunzeln über die Anhänger seines Herzensvereins. Es sei „immer schön, hierhin zurückzukehren. Ich habe 20 Jahre für diesen Verein gespielt. Meine ganze Familie war da. Es war trotzdem ein sehr emotionaler Moment für mich, etwas ganz Besonderes“. Für den 40-Jährigen wird es der „sehr wahrscheinlich“ letzte Auftritt auf Schalke gewesen sein. „Ich habe in den vergangenen Wochen schon öfter über meine Zukunft gesprochen“, sagte Neuer. Er rechne „nicht damit, dass ich in der Veltins-Arena noch einmal auflaufen werde“.
Fußball in England: Spieler Krystian Bielik würgt Fan auf der Tribüne
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Ein Zuschauer rückt den Ball nicht sofort raus. Einem Spieler brennen daraufhin die Sicherungen durch. Eine Szene abseits des Spielfelds hat die Championship-Partie zwischen dem FC Portsmouth und Cardiff City überschattet. Beim 2:0 der Gastgeber gerieten Spieler und Zuschauer aneinander. Im Mittelpunkt stand Cardiff-Profi Krystian Bielik. TV-Aufnahmen zeigen, wie der 28-Jährige einem jungen Zuschauer in der ersten Reihe mit der rechten Hand an die Gurgel greift. Zuvor hatte der Fan einen gefangenen Ball nicht sofort herausgegeben, sondern in eine andere Richtung geworfen. Anschließend wehrte sich der Zuschauer und schlug Bielik mutmaßlich ins Gesicht. Auf den Bildern ist diese Szene teilweise verdeckt. Bundesliga: Wackelt der erste Trainer? Nullnummer auf Schalke: Bayern-Stars in der Einzelkritik Danach traf ein anderer Zuschauer laut „BBC“ Cardiffs Perry Ng mit einem Ball am Kopf. Weitere Fans sowie Spieler beider Mannschaften mischten sich daraufhin in die Auseinandersetzung ein. Schiedsrichter Benjamin Speedie unterbrach die Partie in der 72. Minute für mehrere Minuten. Bielik könnten nachträgliche Konsequenzen drohen Sicherheitspersonal führte die beteiligten Zuschauer aus dem Block. Bielik musste zunächst keine Konsequenzen hinnehmen. Der frühere Jugendspieler des FC Arsenal könnte jedoch nachträglich belangt werden, falls der englische Verband FA auf Grundlage der TV-Aufnahmen Ermittlungen einleitet. Nach der Partie äußerten sich beide Trainer zu den Geschehnissen. Die genauen Hintergründe waren zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht bekannt. Portsmouth-Trainer John Mousinho berichtete: „Der Schiedsrichter sagte, als Krystian den Ball holen wollte, kam es zu einem kleinen Tumult und einer der Fans schlug ihn“. „Manchmal geht es zu weit“ Mousinho ergänzte: „Wir wollen im Fratton Park eine wirklich schwierige Atmosphäre schaffen, das ist uns in den vergangenen Jahren erfolgreich gelungen. Manchmal geht es zu weit, das verstehe ich, aber ich glaube nicht, dass es so weit gehen muss“. Anschließend entschuldigte sich der Coach bei Cardiff. Cardiff-Trainer Brian Barry-Murphy sagte: „Die Spieler sind ständig verschiedenen Dingen ausgesetzt, die nicht akzeptabel sind.“ Seine Aufgabe sei es, „die Spieler zu schützen, aber eigentlich versuche ich vor allem sicherzustellen, dass wir gut spielen und gewinnen. Ich bin mir sicher, dass der Fußballverband sich damit befassen und die richtigen Maßnahmen ergreifen wird“.
Basketball-WM der Frauen: Feueralarm schreckt deutsche Profis hoch
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Deutschlands Basketballerinnen werden nach dem Sieg gegen Japan aus dem Schlaf gerissen. Sie müssen das Hotel verlassen. Ein Feueralarm im WM-Teamhotel hat die deutschen Basketball-Nationalspielerinnen in der Nacht zum Sonntag aus dem Schlaf gerissen. Zur nächtlichen Störung kam es in der Berliner Unterkunft um kurz nach 2 Uhr. Alle Team mussten auf die Straße, in der Folge warteten sämtliche Hotelgäste eine Stunde lang draußen. Alle Turnier-Mannschaften sind in dem Hotel untergebracht, bis auf eine: Das Starensemble von Topfavorit USA besorgte sich eine eigene Unterkunft und blieb vom Alarm ungestört. Deutschland hatte zuvor gegen Japan gewonnen (74:58), nachdem das Team den Auftakt gegen Spanien (53:83) verpatzt hatte. Am Montag haben die Profis spielfrei, ehe sie am Montag zum Abschluss der Vorrunde den Einzug in die Finalrunde perfekt machen wollen. Gegner ist Mali.
SV Elversberg: Pharma-Unternehmer Frank Holzer steht hinter dem Erfolg
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Elversberg hat nicht einmal einen Bahnhof, zum Saisonstart aber schon zwei Bundesliga-Spiele gewonnen. Mitentscheidend ist dafür ein ehemaliger Profi mit seinem Millionenimperium. Vor einer Woche gelang der SV Elversberg eine Sensation, am gestrigen Samstag dann das nächste Spektakel: Der Dorfverein aus dem Saarland hat zum Saisonstart direkt zwei Siege in seiner ersten Saison als Bundesligist eingefahren. Mit 3:2 besiegte Elversberg den Deutschen Meister von 2024, Bayer Leverkusen , und machte die erste Überraschung perfekt. Eine Woche danach holte der Klub einen Zwei-Tore-Rückstand auf, drehte das Spiel sogar und besiegte Borussia Mönchengladbach noch mit 4:3. Vor zwei Jahren waren die Saarländer aufgrund der prominenten Abgänge auf der Trainerbank (Horst Steffen) und im Kader noch als Abstiegskandidat gesehen. Nun ist Elversberg in der Bundesliga angekommen. Der rasante Aufstieg des Klubs aus dem kleinen Ort Spiesen-Elversberg, der vor fünf Jahren noch in der vierten Liga spielte, hängt auch mit einem Mann zusammen: Frank Holzer. Während sich die Öffentlichkeit bei der Suche nach dem wesentlichen Erfolgsgrund oft auf den Trainer, einzelne Spieler oder den Ex-Manager Ole Book (jetzt BVB) fokussiert, zieht der 73-Jährige im Hintergrund die Fäden. Und zwar seit Jahrzehnten. Aktuell ist Holzer Aufsichtsratschef der SVE und mit seinem Arzneimittelunternehmen Ursapharm der wichtigste Sponsor. Geboren wurde er im nahe gelegenen Neuenkirchen. In Elversberg trat er bereits in seinen Jugendtagen gegen den Ball – so erfolgreich, dass es Holzer später in den 1970er-Jahren zum Profi schaffte und sich in der Region vor allem als Stürmer des 1. FC Saarbrücken einen Namen machte. Vom Fußballer zum Pharmaunternehmer Noch bekannter wurde der Saarländer dort allerdings nach seinem Karriereende. Nach diesem schloss er ein Pharmaziestudium ab und übernahm Ursapharm, das sein Vater Albrecht 1974 zusammen mit anderen Apothekern aus der Region gegründet hatte. Der ehemalige Profifußballer entwickelte das Unternehmen konsequent weiter und stieg zum Multimillionär auf. Mittlerweile ist es in 80 Ländern aktiv und macht rund 350 Millionen Euro Umsatz. Ähnlich wie sein Unternehmen entwickelte er auch die SVE. 1989 wurde Holzer Präsident des damaligen Landesligisten, den damals rund 800.000 Mark Schulden gedrückt haben sollen. Der neue Chef sanierte den Klub und übernahm die Verbindlichkeiten. Nebenbei sprang er mehrfach als Interimstrainer ein. 2011 übergab er das Präsidentenamt an seinen Sohn Dominik, mit dem er mittlerweile auch Ursapharm leitet. Heute ist Holzer senior Aufsichtsboss des Überraschungsklubs und tritt trotz des sportlichen Höhenflugs eher dosiert in die Öffentlichkeit, drängt keineswegs dorthin. Nach der Saison 2024/25 bezeichnete er den Erfolg des Klubs, der die Saison auf Rang drei abgeschlossen hatte, als „Lohn für ruhige, kontinuierliche Arbeit“. Anders als bei vielen Traditionsklubs gibt es kaum Wechsel auf den entscheidenden Positionen. Das Erfolgsduo aus Horst Steffen und Nils-Ole Book arbeitete jahrelang zusammen, wurde erst aufgrund des Erreichten von Bundesligisten abgeworben. Skandale oder öffentliche Reibereien gibt es bei der SVE nicht. Dafür allerdings ordentlich Sponsorengelder von Holzers Unternehmen. Ursapharm ist Namensgeber des Stadions und mit seiner Eigenmarke Hylo auch Trikotsponsor. Genaue Zahlen, wie viel sich die Holzers das Engagement bei der SVE kosten lassen, sind nicht bekannt. Budget weit entfernt von der Zweitligaspitze Klar ist indes: Von einer Dimension wie in Hoffenheim, wo SAP-Mitgründer Dietmar Hopp seinen Heimatverein dank Finanzspritzen in Multimillionenhöhe vom Amateurfußball in die Bundesliga hievte, ist Elversberg weit entfernt. Die Elversberger hatten einen der niedrigeren Etats der 2. Bundesliga . Sicher ist dem Klub allerdings die Unterstützung der regionalen Wirtschaft – besonders aus dem Mittelstand . Die SVE hat etwa 400 Businesspartner und damit fast den gesamten Mittelstand des Saarlands an ihrer Seite. Förderlich ist dabei natürlich Holzers Verwurzelung in der Region – und sein wirtschaftlicher Einfluss. Keller der Kfz-Werkstatt als Umkleidekabine Und der wirkt sich auch auf die Infrastruktur aus – obwohl diese (noch) nicht bundesligatauglich ist. Vor nicht allzu langer Zeit haben sich die Spieler vor einer Partie noch im Keller einer benachbarten Kfz-Werkstatt umgezogen. Das ist mittlerweile zwar Geschichte, doch zum Training fahren die Profis weiterhin ins nahe gelegene St. Ingbert. Dort baut der Klub gerade ein neues Trainingszentrum, was sinnbildlich dafür ist, dass sich im Umfeld einiges gut entwickelt. Während Großinvestitionen in die Mannschaft eher die Ausnahme sind (im vergangenen Jahrzehnt investierte die SVE nicht einmal 1,5 Millionen Euro in Neuzugänge), sieht das bei der Infrastruktur ganz anders aus. Beispielsweise in Sachen Stadion. Die in die Jahre gekommene Arena an der Kaiserlinde wird derzeit umgebaut. Dabei wäre ein Umzug ins etwa 20 Kilometer entfernte Saarbrücker Ludwigsparkstadion, das frisch modernisiert ist, wohl deutlich kostengünstiger gewesen. Doch stattdessen wurden über 30 Millionen Euro in den Umbau des eigenen Stadions investiert. Geld dafür stammt von einem unbekannten Investor. 2027 soll dann alles fertig sein – und das Fassungsvermögen von rund 10.000 auf knapp 16.000 Plätze erhöht werden. Inklusive kombinierter Steh-VIP-Plätze. Dass das Businesspublikum in einem Stadion steht, wäre eine Premiere im deutschen Profifußball. So wie Elversberg in der Bundesliga. Transparenzhinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im Mai 2025 und wurde nun aktualisiert veröffentlicht.
Angriff auf den Scudetto: Der XXL-Transfersommer der Roma
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Die AS Rom legte einen Traumstart in die neue Saison hin. Das liegt auch an den großen Investitionen in diesem Sommer. Ein Bundesligastar könnte sogar noch nach Transferschluss dazukommen. Mit einem (…)
Haaland zeigt sich begeistert
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Erling Haaland (26) attestiert der Vereinsführung von Manchester City eine gute Leistung im Sommertransferfenster. Der norwegische Starstürmer erklärte im Interview mit Jan Aage Fjörtoft nach dem (…)
Ex-Olympia-Star und Hockeyspielerin Selin Oruz hat geheiratet
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Sportlich feiert Selin Oruz regelmäßig Erfolge im Hockey-Trikot. Auch privat läuft es rund: Sie heiratet einen Mann, der ebenfalls aus der Sportbranche kommt. Erfreuliche Nachrichten aus dem Privatleben von Selin Oruz: Die ehemalige deutsche Hockey-Nationalspielerin hat ihren bisherigen Lebenspartner Dennis da Silva Felix geheiratet. Eindrücke teilte die 29-Jährige nun bei Instagram. Darauf zu sehen: Sie trägt ein schlichtes weißes Kleid, er einen schwarzen Anzug mit Fliege. „Ich liebe es, mein Leben mit Dir zu verbringen“, hieß es unter der dreiteiligen Bilderreihe. Wie sie im Post vermerkte, heirateten die beiden in Düsseldorf. Oruz nahm mit dem deutschen Damen-Hockeyteam dreimal an Olympischen Spielen teil. In Rio de Janeiro belegte sie mit Deutschland Platz drei und holte damit Bronze (2016), in London (2021) und Paris (2024) wurde die Auswahl jeweils Sechster. Oruz‘ größter Erfolg mit der Nationalmannschaft war der Gewinn der Europameisterschaft 2022 in Hamburg. Wenn Sie auf den rechten Pfeil klicken, sehen Sie weitere Bilder. Weitere Teilnahmen an Olympischen Spielen werden nicht hinzukommen, Oruz beendete 2025 ihre Karriere im Nationalteam. Wie MagentaSport vor wenigen Wochen bekannt gab, verstärkt Oruz das Team bei der Feldhockey-WM 2026 als TV-Expertin. Dem Klubhockey bleibt sie derweil treu und spielt aktuell beim Düsseldorfer HC. Nebenher studierte sie Medizin und erhielt 2023 die staatliche Zulassung als Ärztin. Auch ihr Mann, Dennis da Silva Felix, ist im Sport kein Unbekannter. Seit dieser Saison ist er Fußballtrainer der A-Jugend des FC Ingolstadt , vorher arbeitete er lange Zeit im Nachwuchs des VfL Wolfsburg .
Trotz Schlägerwurf: Zverev souverän im Achtelfinale
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Nach zwei Fünf-Satz-Krimis zeigt Alexander Zverev bei den US Open die erste starke Leistung. Nur zeitweise kommt Frust bei ihm auf. Alexander Zverev hat bei den US Open das nächste kräftezehrende Mammutmatch vermieden und ist im Eiltempo ins Achtelfinale eingezogen. Der French-Open-Sieger gewann das Duell mit Alejandro Tabilo aus Chile mit 6:2, 7:6 (7:2), 6:2 und überstand dabei auch zeitweilige Frustmomente. Im dritten Satz warf Zverev seinen Schläger wütend an die Wand hinter der Grundlinie im Arthur Ashe Stadium – durfte aber dank einer stabilen Leistung nach 2:25 Stunden Spielzeit um 1.09 Uhr jubeln. Für die ersten beiden Siege beim Grand-Slam-Turniere in New York hatte Zverev insgesamt noch neuneinhalb Stunden gebraucht. Nun sparte der 29-Jährige wertvolle Energie für das Achtelfinale gegen den an Nummer 21 gesetzten Italiener Luciano Darderi. Chance auf Titel wächst: Weitere Top-Konkurrenten raus Für Zverev war es der 16. Erfolg über einen Linkshänder in Serie. Wenige Stunden vor dem Spiel hatte er sich auch mit seinem Bruder Mischa, ebenfalls Linkshänder, zur Vorbereitung eingeschlagen. Die Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel wird für den Sieger von Roland Garros dabei auch aufgrund der schwächelnden Konkurrenz immer größer. Am Samstag verabschiedeten sich sein amerikanischer Angstgegner Taylor Fritz und French-Open-Finalgegner Flavio Cobolli aus Italien als nächste Titelanwärter aus dem Turnier. Zuvor waren auch der an Nummer drei gesetzte Félix Auger-Aliassime aus Kanada und Novak Djokovic früh gescheitert. Zudem fehlt Jannik Sinner als Weltranglistenerster verletzt. Rasanter Start für Zverev Da die Amerikanerin Iva Jovic für ihren Drei-Satz-Sieg über Alexandra Eala von den Philippinen zuvor mehr als drei Stunden gebraucht hatte, betrat Zverev erst um 22.35 Uhr den Platz. Die nächste lange Nachtschicht drohte. Seine beiden bisherigen Siege in diesem Turnier hatte er um 1.55 Uhr und 2.15 Uhr beendet. Doch Zverev legte rasant los. Schon nach einer guten Viertelstunde und zwei Breaks hieß es 3:0, in nur 38 Minuten sicherte er sich den ersten Satz. Dabei machte der 1,98 Meter große Spieler kaum Fehler und konnte sich zudem auf seinen starken Aufschlag verlassen. Wenn er das erste Service ins Feld brachte, gewann er jeden Punkt. Chilenische Fans feuern vergeblich an Sein Gegner Tabilo wirkte im größten Tennisstadion der Welt hingegen komplett überfordert. Der Weltranglisten-28. kam kaum ins Spiel, kassierte auch im zweiten Satz das schnelle Break zum 1:2. Einige Fans versuchten, von den oberen Tribünenrängen mit „Chi-Chi-Chi-Le-Le-Le, Viva Chile“-Rufen für Stimmung zu sorgen. Lange war die Partie jedoch zu einseitig, um große Atmosphäre zu schaffen. Erste gegen Ende des zweiten Durchgangs fing Zverev an zu schwächeln, erlaubte sich einen Doppelfehler und gab direkt seinen Aufschlag ab. Es ging hin und her, Zverev wehrte zwei Satzbälle ab. Im Tie-Break leistete sich jedoch Außenseiter Tabilo zu viele Fehler und lag mit 0:2-Sätzen hinten. Genervt von eigenen Fehlern leistete sich Zverev in der Anfangsphase des dritten Durchgangs den Schlägerwurf als Aussetzer. Der Sieg geriet jedoch nie in Gefahr – spätestens nach dem Break zum 4:2 war die Gegenwehr Tabilos gebrochen. Als einziger männlicher Tennisspieler dieses Jahr stand Zverev damit bei jedem der vier Grand-Slam-Turniere mindestens im Achtelfinale – das Ziel in New York ist jedoch ein anderes.