„Pele“ Wollitz: Trotz 3:1-Siegs zerreißt Energie-Coach sein Team

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Nach zwölf Jahren Abstinenz feiert Energie Cottbus eine erfolgreiche Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga. Doch Trainer Wollitz spricht so, als hätte sein Team 0:5 verloren. Trotz der erfolgreichen Rückkehr auf die Zweitliga-Bühne hat Trainer Claus-Dieter Wollitz den Auftritt des FC Energie Cottbus scharf kritisiert. Schon am ersten Spieltag ließ er kein gutes Haar an seinem Kader und stellte Forderungen in Richtung der Vereinsführung. „Wir stellen uns hierhin und sagen: Wir wollen Hurra-Fußball, wir wollen mutigen Fußball. Alles das ist nicht erkennbar. Eine etwas andere Art sollte man schon an den Tag legen, wenn man der Meinung ist, man muss zweite Liga spielen“, befand der 61-Jährige nach dem 3:1-Sieg gegen Hannover 96 . Nur weil die Niedersachsen Chancenwucher betrieben und Energie sich auf seinen herausragenden Torhüter Marcel Lotka verlassen konnte, gingen die Hausherren am Ende als glücklicher Sieger vom Platz. Tolcay Cigerci hatte per Freistoß und Foulelfmeter getroffen, Justin Butler nach einer Ecke. Wollitz polterte gleich zu Beginn der Pressekonferenz los. Über die Leistung seiner Mannschaft fällte er ein vernichtendes Urteil. „Das ist nicht eine Berechtigung, in der 2. Bundesliga zu spielen, so wie wir heute Fußball gespielt haben“, bemängelte Wollitz. Dieses Spiel hätte nur eine Mannschaft gewinnen dürfen und das sei Hannover 96, so der Coach. Wollitz braucht „mehr Sprit“ Der impulsive FCE-Coach warf seinen Schützlingen mangelnde Intensität und Körperlichkeit vor. „Wir haben weder Mut, wir haben weder Spielaufbau“, hatte Wollitz schon zuvor am Sky-Mikrofon erklärt. Der Fußball-Coach forderte mehr Gegenwehr und „mehr Sprit“. Erst nach der Halbzeit und mehreren Wechseln kamen die Brandenburger besser ins Spiel. Wollitz hatte vor dem Saisonstart angekündigt, nicht von seiner Marschroute abweichen zu wollen und weiterhin Offensivfußball spielen zu lassen. „Nach draußen zu posaunen: wir wollen das spielen und wollen das spielen und das spielen und es ist einfach nicht erkennbar – jetzt gilt es darum, die Spieler zu finden oder auf die Platte zu bringen, die das können oder auf jeden Fall sich anders verhalten“, sagte Wollitz und ließ durchblicken, dass er sich mehr Neuzugänge wünsche. „Sollten wir über EInstellung reden“; sagte der Coach auf eine entsprecehnde Frage, „dann haben wir noch ein größeres Problem als wir ohnehin schon haben. Das ist ja auch eine Qualitätssache – so ehrlich darf man sein.“ Wollitz gab zu bedenken, dass er den Wunsch nach neuem Personal mehrmals beim Verein hinterlegt habe. Offenbar hoffte der Übungsleiter mit seiner Brandrede darauf, dass ihm die sportliche Leitung bei Energie noch den ein oder anderen Neuzugang zur Verfügung stellt. Es gelte nun, die Rahmenbedingungen zu erfüllen, die zur Teilnahme an der 2. Liga berechtigen. Abermals fällte er ein hartes Urteil über seinen Kader: „Wenn du in 90. Minuten keine Torchance erspielst, dann weißt du, es geht hier nicht um die Einstellung, es geht um Qualität.“

Livio Berruti tot: Italien trauert um Sprint-Olympiasieger von 1960

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Livio Berruti ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der gebürtige Turiner triumphierte 1960 als erster Europäer bei Sommerspielen im Sprint über 200 Meter. Italien trauert einen Tag vor Beginn der EM in Birmingham um Sprintlegende Livio Berruti. Der gebürtige Turiner, 1960 in Rom als erster Europäer Olympiasieger über 200 Meter, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das gab der italienische Leichtathletikverband FIDAL bekannt. „Ich bin persönlich tief erschüttert, denn mich verband mit Livio eine enge Freundschaft und gegenseitiger Respekt – eine Bindung, die aus unserer gemeinsamen Liebe zum Sport erwuchs und über die Jahre hinweg durch dieselbe Leidenschaft und Entschlossenheit gepflegt wurde“, teilte FIDAL-Präsident Stefano Mei mit. Er habe die Nachricht laut Mitteilung in Birmingham nur wenige Minuten nach einer Mannschaftsbesprechung des italienischen Teams erhielt. „Er war ein Vorbild für Generationen junger Menschen“ Vor Berruti hatten bei Sommerspielen nur Amerikaner und Kanadier über die 200 Meter triumphiert. Dann kam der besondere Moment. „Dieser Tag veränderte die Geschichte der italienischen Leichtathletik“, teilte der Verband mit. Und er habe es „auf heimischem Boden, vor einer ganzen Nation, die ihn ins Herz geschlossen hatte“, geschafft. „Er war ein Vorbild für Generationen junger Menschen.“ Auch Marcell Jacobs, 100-m-Olympiasieger von Tokio, machte „der Tod von Livio Berruti tief betroffen. In seinem eleganten, engelsgleichen Laufstil erkenne ich auch viel von mir selbst wieder“, sagte der Italiener Sky Italia: „Ich werde in Birmingham für ihn laufen.“

Sami Khedira – Bericht: Porsche trennt sich vom Weltmeister von 2014

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Keine Porsches mehr frei Haus für Sami Khedira. Das berichtet zumindest die „Bild“-Zeitung. Demnach hat sich der Autobauer vom Ex-Profi getrennt. Sami Khedira hatte auch nach dem Ende seiner aktiven Fußballerkarriere keine Probleme, einen Job zu bekommen. Er arbeitete unter anderem als TV-Experte für den Streamingsender DAZN, auch trat er als Markenbotschafter für einen Büromöbelhersteller in Erscheinung und er engagierte sich für das Förderprogramm „Turbo für Talente“ des Sportwagenherstellers Porsche. Doch damit soll es laut „Bild“-Zeitung nun vorbei sein. Wie das Blatt erfuhr, hat der Produzent von Luxuswagen die Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2014 gekündigt. Demnach soll es ein letztes Gespräch zwischen dem Unternehmen und dem Ex-Profi bereits im Frühjahr gegeben haben. Die Trennung steht laut „Bild“ also schon seit Wochen fest. „Porsche und Sami Khedira haben sich in gegenseitigem Einvernehmen darauf verständigt, die erfolgreiche Zusammenarbeit nach Ablauf der aktuellen Vertragslaufzeit nicht fortzusetzen“, teilte ein Porsche-Sprecher auf „Bild“-Anfrage mit. „BILD“: Zwei Porsche SUV als Dienstwagen Als Grund für den Schritt wird das Sparprogramm angegeben, dass der Autohersteller derzeit fährt. Porsche befindet sich auf Konsolidierungskurs, nachdem unter anderem eine milliardenschwere Abschreibung im Rahmen der Beteiligung der Porsche SE am Volkswagen-Konzern angefallen waren. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 2,2 Milliarden. Im Jahr zuvor gab es noch einen Gewinn von 300 Millionen Euro. Sowohl Europas größter Autobauer Volkswagen als auch der Sportwagenbauer Porsche kämpfen mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie . Die Wertberichtigungen auf die Volkswagen-Anteile betrugen im ersten Halbjahr 3 Milliarden Euro und auf Porsche 200 Millionen Euro. Als Markenbotschafter soll Khedira nach „Bild“-Informationen rund 200.000 Euro pro Jahr sowie zwei Porsche SUV als Dienstwagen bekommen haben. Die Autos wird er am Jahresende wohl zurückgeben müssen. Gegenüber der Boulevardzeitung äußerte sich Khedira nicht zum Ende seiner Kooperation mit Porsche. Khedira will „nächsten Schritt“ gehen Doch es dürfte den 39-Jährigen nicht allzu sehr schmerzen, schließlich hat er mit seinem Job bei Real Madrid ohnehin alle Hände voll zu tun. An der Seite von Startrainer José Mourinho soll Khedira dafür sorgen, dass der spanische Vorzeigeklub national und international wieder an die Spitze zurückkehrt. „Die Aufgabe bei Real Madrid bietet mir nun die Möglichkeit, den nächsten Schritt in meiner sportlichen Laufbahn zu gehen“, sagte Khedira laut einer Mitteilung seines ehemaligen Arbeitgebers DAZN. Mit Mourinho gewann er bei Real die spanische Meisterschaft, den Pokal sowie den Supercup. Ein Jahr nach Mourinhos Weggang 2013 triumphierte Khedira unter dem neuen Real-Trainer Carlo Ancelotti zudem in der Champions League . Real hat eine enttäuschende Saison ohne Titel hinter sich. Die Madrilenen trennten sich zur Hälfte vom erst neu gekommenen früheren Leverkusener Meistercoach Xabi Alonso . Weil auch unter Nachfolger Álvaro Arbeloa nicht die Wende gelang, holte Clubchef Florentino Pérez die Trainer-Legende Mourinho zurück zu Real. Und der inzwischen 63-Jährige machte sich für Khedira als einen seiner Assistenten stark.

Transfer-Showdown: Neues Angebot für Diaby im Anflug

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Bayer Leverkusen bastelt an Verstärkung seines Kaders für die neue Saison. Bei der anvisierten Rückkehr von Moussa Diaby gibt es noch Fragezeichen.Bayer Leverkusen empfängt mit Abwehrmann Facundo (…)

NBA: Trainerlegende Don Nelson gestorben – Dirk Nowitzki reagiert

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Don Nelson überzeugte Dirk Nowitzki einst persönlich in Würzburg von einem Wechsel nach Dallas. Nun meldet sich die Familie mit einer traurigen Nachricht. Der Basketball-Coach Don Nelson ist am Sonntagmorgen im Alter von 86 Jahren gestorben. Das teilten die Familie und die Dallas Mavericks mit, bei denen Nelson von 1997 bis 2005 als Cheftrainer arbeitete – und damit auch Dirk Nowitzkis erste Jahre in der NBA begleitete. „Nellie … Du hast mich nicht nur gedraftet. Du hast an mich geglaubt. Du hast Dinge in meinem Spiel gesehen, bevor mir überhaupt klar war, dass ich dazu fähig bin“, schrieb Nowitzki bei X. „Ich habe es schon unzählige Male gesagt und werde es immer wieder sagen: Ich glaube nicht, dass meine Karriere so verlaufen wäre, wenn du nicht mein erster Trainer gewesen wärst und mir die Freiheit gegeben hättest, mein Spiel zu spielen. Ich kann nur DANKE sagen. Für alles. RIP, Legende.“ Sieg-Prämien bei der Tour de France: Gewaltiger Unterschied zwischen Männer und Frauen „Die Reise beginnt jetzt“: Deutscher Trainer wechselt in den Sudan Bekannt ist auch die Geschichte seiner Reise nach Würzburg, bei der er den jungen Nowitzki von einem Wechsel nach Dallas überzeugte. Die Mavericks-Verantwortlichen schmissen später eine Grillparty für Nowitzki, der dort in Steve Nash einen Freund und kongenialen Mitspieler finden sollte. Nelson sagte damals: „Dirk selber weiß noch gar nicht, dass er hier mal eine Hauptrolle spielen wird – aber das wird er schon noch merken.“ Am Donnerstag soll es in Dallas eine Trauerfeier geben. Ein Termin für die Beisetzung auf Hawaii steht noch nicht fest. Zweiterfolgreichste Trainer der NBA-Geschichte Neben den Mavericks trainierte Nelson auch die Milwaukee Bucks, die New York Knicks sowie zweimal die Golden State Warriors . Als Spieler war er zwischen 1962 und 1976 in der NBA aktiv und gewann fünf Meisterschaften mit den Boston Celtics. Einen Meistertitel als Trainer holte Nelson nie. Mit 1355 Siegen in der regulären Saison ist er der zweiterfolgreichste Coach der NBA-Geschichte – hinter Gregg Popovich von den San Antonio Spurs (1390). Ausgerechnet mit den Warriors war Nelson für eine der größten Niederlagen in Nowitzkis Karriere verantwortlich. 2007 trafen die Kalifornier in der ersten Playoff-Runde auf die hochfavorisierten Mavericks. Nelson kannte seinen ehemaligen Schützling bestens und ließ ihn über die gesamte Serie von kleineren Verteidigern bewachen. Dallas verlor offensiv die Linie und schied nach 67 Siegen in der Hauptrunde mit 2:4 aus.

Josef Zinnbauer überrascht: Deutscher Trainer wechselt in den Sudan

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Josef Zinnbauer war bereits Millionär, bevor er Trainer wurde. Seine Karriere ist ungewöhnlich, das beweist sein neuestes Ziel. Der frühere HSV-Trainer Josef Zinnbauer wechselt zum sudanesischen Rekordmeister Al-Hilal. Der 56-Jährige hat beim 31-maligen Landesmeister aus der Hauptstadt Khartum einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Al-Hilal gab die Verpflichtung am Sonntag in den sozialen Netzwerken bekannt. Der Klub schrieb bei Instagram: „Ein neues Kapitel beginnt. Eine neue Vision. Eine neue Herausforderung. Wir freuen uns darauf, gemeinsam Großes zu erreichen. Die Reise beginnt jetzt.“ „Nichts mehr zu retten“ : Wohnung von Schwimm-Olympiasieger brennt ab Ehrliche Begründung : Flick sortiert Barcelona-Kapitän aus Zuletzt trainierte Zinnbauer ein Jahr lang den algerischen Klub JS Kabylie. Davor führte ihn seine Karriere zu al-Wahda in Saudi-Arabien, Raja Casablanca in Marokko, Lokomotive Moskau in Russland, die Orlando Pirates in Südafrika und den FC St. Gallen in der Schweiz. In Deutschland stand er von 2014 bis 2015 für sechs Spiele beim Hamburger SV an der Seitenlinie – zuvor trainierte er den VfL Oldenburg und den Karlsruher SC . Zinnbauers Spielerkarriere war weniger spektakulär, reichte aber für die 2. Bundesliga . Parallel war der heute 56-Jährige als Unternehmer tätig und wurde so zum Millionär.

Galatasaray bietet für 40-Millionen-Stürmer

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Galatasaray möchte Youssef Chermiti (22) von den Glasgow Rangers verpflichten. Wie Yagiz Sabuncuoglu berichtet, haben die Gelb-Roten ein erstes Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro unterbreitet, das (…)

Tour de France: Vollering erhält ein Zehntel der Pogačar-Siegprämie

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Demi Vollering gewinnt mit 78 Sekunden Vorsprung auf die Polin Kasia Niewiadoma die Tour de France. Dafür erhält sie jedoch nur ein Zehntel der Prämie im Vergleich zu ihrem männlichen Pendant. Demi Vollering rauschte beim Finale furioso mit ausgebreiteten Armen über die prachtvolle Promenade des Anglais in Nizza, dann stemmte sie ihre Rennmaschine in die Höhe. „Es ist ein Traum“, sagte die Niederländerin, nachdem die Revanche im Sekundenkrimi der Tour de France geglückt war. Die niederländische Europameisterin holte sich mit 78 Sekunden Vorsprung vor der polnischen Ventoux-Königin Kasia Niewiadoma zum zweiten Mal nach 2023 den Gesamtsieg bei der wichtigsten Frauen-Rundfahrt und beglich damit eine alte Rechnung. Vor zwei Jahren hatte noch die Polin mit der Winzigkeit von vier Sekunden vor Vollering den Tour-Triumph im Radsport-Mekka Alpe d’Huez bejubelt. Ganz leer ging das Leipziger Canyon-Team um Niewiadoma aber nicht aus. Denn die deutsche Radsport-Hoffnung Antonia Niedermaier holte sich – ähnlich wie Florian Lipowitz im vergangenen Jahr – das Weiße Trikot als beste Nachwuchsfahrerin und verbesserte sich zugleich am Schlusstag noch auf den vierten Platz. Mit der 23-Jährigen aus Rosenheim, die schon beim Giro d’Italia hinter Vollering auf Platz zwei gefahren war, dürfte in Zukunft zu rechnen sein. 24 Jahre Altersunterschied: Liebeserklärung von Sport-Star „Ich habe jeglichen Respekt vor ihr verloren“: V orwürfe bei Tour de France Femmes „Ich glaube, es dauert ein bisschen, bis man das realisiert. Es war eine supertolle Tour. Ich freue mich, dass es ein gutes Ergebnis geworden ist. Leider ist es für Kasia nicht Gelb geworden. Aber trotzdem sind wir superstolz auf sie“, sagte Niedermaier in der ARD und ergänzte mit Blick auf das Weiße Trikot: „Ich hoffe, dass es eine Inspiration ist für die jungen Mädchen.“ Tour-de-France der Frauen: Direktorin vom Preisgeld-Thema genervt Mit Platz vier bekommt die Niedermaier zudem noch eine Prämie in Höhe von 8000 Euro. Für Gesamtsiegerin Vollering gibt es 50.000 Euro, das ist jedoch gerade einmal ein Zehntel von dem, was Tadej Pogačar vor einigen Wochen beim Gesamtsieg der Männer bekommen hatte. Dort erhält der Gesamtsieger eine halbe Million Euro, Platz zwei 200.000 Euro und Platz drei 100.000 Euro. Bei den Frauen sind es 25.000 Euro für Rang zwei und 10.000 Euro für den dritten Platz. Tourdirektorin Marion Rousse reagierte darauf bereits vor Beginn. „Die Frage nach den Siegprämien begleitet mich seit der ersten Auflage der Tour de France Femmes, und das nervt mich ehrlich gesagt etwas“, sagte sie im Interview mit der Deutschen Welle. Denn es sei schwierig, einen Wettbewerb mit 21 Renntagen und einen mit neun zu vergleichen. Durch die längeren Etappenrennen würden auch die Sponsoring-Einnahmen und TV-Gelder steigen. Tour der Frauen mit zahlreichen Führungswechseln Am Ende gewann mit Vollering die derzeit wohl stärkste Fahrerin, die die niederländische Dominanz im Frauen-Radsport fortsetzt. Erst im Juni gewann die 29-Jährige den Giro, nachdem sie im Frühjahr schon bei der Flandern-Rundfahrt, dem Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich triumphiert hatte. Doch das war nicht von Beginn an abzusehen. Im Vergleich zu den Männern, wo Weltmeister Pogačar zum dritten Mal in Serie die Tour gewann, gab es beim Frauen-Pendant ständige Führungswechsel. Auf den neun Etappen über 1175 Kilometer gab es fünf verschiedene Trägerinnen des Gelben Trikots. Der Zweikampf zwischen Vollering gegen Niewiadoma hatte sich in den letzten Tagen hochgeschaukelt. Die Polin stellte am Samstag nach dem Zieleinlauf Vollerings Teamkollegin Célia Géry zur Rede und warf ihr vor, sie in der entscheidenden Rennphase abgedrängt zu haben. Die deutschen Fahrerinnen müssen weiter seit 2023 auf einen Etappensieg bei der Tour warten, spielten aber trotzdem eine gute Rolle. Die deutsche Meisterin Franziska Koch leistete als Edelhelferin von Vollering wichtige Arbeit. Gleiches galt für Liane Lippert im Team von Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser, die auf der letzten Etappe nach einem Sturz ihren Podestplatz verlor. Und Niedermaier gehört ohnehin die Zukunft.

Nowitzkis erster NBA-Trainer: Don Nelson ist tot

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Er kam einst nach Würzburg, um Dirk Nowitzki von einem Wechsel in die USA zu überzeugen – und prägte dann dessen Karriere. Nun ist Basketball-Ikone Don Nelson gestorben. Dirk Nowitzkis erster NBA-Trainer Don Nelson ist tot. Der Ex-Profi und erfolgreiche Basketball-Coach starb im Alter von 86 Jahren, wie sein langjähriger Club Dallas Mavericks mitteilte. Demnach sei Nelson am Sonntagmorgen im Kreise seiner Familie gestorben. Zunächst hatte der amerikanische Journalist Marc Stein unter Berufung auf ein Statement der Familie über den Todesfall berichtet. Nelson war zwischen 1962 und 1976 als Profi in der nordamerikanischen Profiliga aktiv und gewann fünf Meisterschaften mit den Boston Celtics. Direkt im Anschluss wurde er Cheftrainer und blieb dies in einem Zeitraum von 1976 bis 2010. Am Donnerstag soll es in Dallas eine Trauerfeier geben. Ein Termin für die Beisetzung auf Hawaii gibt es noch nicht. Nowitzki: „Coach Nellie war perfekt für mich“ Von 1997 bis 2005 trainierte Nelson die Dallas Mavericks und begleitete damit auch die ersten Jahre Nowitzkis in Texas. „Coach Nellie war perfekt für mich. Er wollte, dass seine großen Spieler werfen und das Feld breit machen“, sagte Nowitzki über den Erfolgstrainer, der neben den Mavericks auch die Milwaukee Bucks, die New York Knicks sowie zweimal die Golden State Warriors betreute. Am Abend meldete sich Nowitzki via X zu Wort und schrieb: „Du hast an mich geglaubt. Du hast Dinge in meinem Spiel gesehen, bevor mir überhaupt bewusst war, dass ich dazu fähig bin.“ Weiter sagte die deutsche Basketball-Ikone: „Ich glaube nicht, dass meine Karriere so verlaufen wäre, wenn du nicht mein erster Trainer gewesen wärst und mir die Freiheit gegeben hättest, mein Spiel zu spielen. Ich kann nur DANKE sagen.“ Mit den Warriors war Nelson auch für eine der größten Niederlagen in Nowitzkis Karriere verantwortlich. 2007 trafen die Kalifornier in der ersten Playoff-Runde auf die hochfavorisierten Mavericks um Starspieler Nowitzki. Trainer Nelson kannte seinen ehemaligen Schützling bestens und ließ ihn über die komplette Serie von kleineren Verteidigern bewachen. Dallas verlor offensiv die Linie und schied nach 67 Siegen in der Hauptrunde vollkommen unerwartet mit 2:4 aus. Kein Titel als Trainer, aber 1.355 Siege Nelson hat als Trainer zwar nie einen Meistertitel gewonnen, jedoch 1.355 Spiele der regulären Saison mit seinen Teams für sich entschieden. Nur Gregg Popovich von den San Antonio Spurs (1.390) war erfolgreicher. Berühmt ist die Geschichte, als unter anderem Nelson nach Würzburg reiste, um den jungen Nowitzki von einem Wechsel nach Dallas zu überzeugen. Später schmissen die Verantwortlichen in Texas eine Grillparty für Nowitzki, der bei den Mavericks in Steve Nash einen Freund und kongenialen Mitspieler finden sollte. „Dirk selber weiß noch gar nicht, dass er hier mal eine Hauptrolle spielen wird – aber das wird er schon noch merken“, sagte Nelson damals.

Handball-Junioren im Goldrausch: U18 ist Europameister

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Die U18 des Deutschen Handballbundes gewinnt EM-Gold. Warum Ikone Stefan Kretzschmar extra anreist und sich Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch besonders freut. Die deutschen Handball-Junioren sind Europameister. Die Auswahl von Bundestrainer Erik Wudtke deklassierte im U18-Finale von Belgrad Slowenien mit 36:27 (17:11) und bescherte dem Deutschen Handballbund die nächste Goldmedaille im Nachwuchsbereich. Zum deutschen Gold-Team gehören unter anderem Elvis Kretzschmar, Sohn von Handball-Ikone Stefan Kretzschmar, sowie Kalle Gaugisch, Sohn von Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch. Zum Hauptrunden-Auftakt hatte sich die deutsche U18 den Slowenen noch knapp geschlagen geben müssen. Für den DHB setzt sich damit die beeindruckende Erfolgsserie im Nachwuchs fort. Anfang Juli hatten sich die U20-Frauen zum Weltmeister gekrönt, nachdem die U19 bereits im Vorjahr die Europameisterschaft gewonnen hatte. Bei den Männern hatten sowohl die U17 als auch die U19 im vergangenen Jahr den WM-Titel geholt. Deutschland spielt sich in einen Rausch Deutschland startete nervös und geriet nach einigen Fehlwürfen mit 5:8 in Rückstand. Doch die aggressive Abwehr stellte Slowenien zunehmend vor Probleme. Die DHB-Auswahl erzwang zahlreiche Ballverluste und drehte die Partie zum 15:11. Auf der Tribüne jubelte Stefan Kretzschmar, der am Finaltag extra mit dem Auto aus Deutschland angereist war. Die deutsche Handball-Ikone sah, wie Slowenien nach der Pause einbrach und reihenweise Geschenke verteilte. DHB-Torhüter Tobias Dengler hatte mit sehenswerten Paraden maßgeblichen Anteil, dass sein Team auf 20:11 davonzog. Über zehn Minuten blieb Deutschland zwischenzeitlich ohne Gegentor. Das Spiel war früh entschieden.