Konstant, aber titellos: Zverev vor Paris im Zwiespalt

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Alexander Zverev spielt derzeit kein schlechtes Tennis. Gegen den Dominator reicht es aber nicht einmal zu einem Satzgewinn. Was bedeutet das für die French Open? Eigentlich könnte Alexander Zverev mit seiner Saison bislang sehr zufrieden sein. Mit Ausnahme von Acapulco stand Deutschlands bester Tennisspieler bei jedem seiner Turniere mindestens im Halbfinale, zuletzt beim Masters-1000-Event in Madrid sogar im Endspiel. Und doch fällt das Zwischenfazit von Zverev nach vier Monaten gemischt aus. Gleich zu Beginn des Jahres vergab er bei den Australian Open in Melbourne die große Chance auf die erneute Final-Teilnahme, als er gegen einen von Krämpfen geplagten Carlos Alcaraz im Halbfinale in fünf Sätzen verlor. Sinner immer zu gut Danach zeigte er zwar eine beeindruckende Konstanz, bekam in den entscheidenden Spielen aber stets seine Grenzen aufgezeigt. Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und nun Madrid: Immer ging es gegen Jannik Sinner , stets war Zverev ohne Chance. Nicht einen einzigen Satz konnte der gebürtige Hamburger gegen den aktuell besten Spieler der Welt gewinnen. „Ich glaube, da ist eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen im Moment“, sagte Zverev nach dem desillusionierenden 1:6, 2:6 im Finale von Madrid. In nicht einmal einer Stunde hatte Sinner den Deutschen regelrecht vorgeführt. „Und ich glaube, da ist eine große Lücke zwischen Carlos Alcaraz, mir, vielleicht Novak Djokovic und allen anderen.“ Dass er sich ausgerechnet nach seinem schwachen Auftritt von Madrid, den er unumwunden zugab, auf eine Stufe mit dem aktuell verletzt pausierenden Alcaraz stellte, brachte Zverev in den Sozialen Medien einiges an Spott und Kritik ein. Im gesunden Zustand ist auch Alcaraz dem 29-Jährigen enteilt. Auf Augenhöhe in Paris? Doch mit Blick auf die in knapp drei Wochen beginnenden French Open trifft Zverevs Analyse zu, schließlich wird Alcaraz seinen Titel in Roland Garros nicht verteidigen können. Bleiben Zverev und Sinner als Topfavoriten auf den zweiten Grand-Slam-Titel der Saison. Oder eben doch nur der aktuell alles dominierende Sinner? „Es ist schwer zu sagen, dass es aktuell keine Lücke zwischen Sinner und dem Rest gibt, wenn er seit Shanghai kein Masters-Match mehr verloren hat“, sagte Zverev. Sinner ist der erste männliche Tennisprofi, der fünf Masters-1000-Turniere in Folge gewinnen konnte. Auch bei den Events zuvor in Monte-Carlo, Miami, Indian Wells und Paris hatte der Südtiroler triumphiert. Die Masters sind die zweithöchste Kategorie im Tennis nach den vier Grand-Slam-Turnieren. Das war nicht einmal den längst zurückgetretenen Tennis-Legenden Roger Federer oder Rafael Nadal gelungen. Zverev scherzt mit Sinner Wer soll Sinner in Paris also stoppen? Nachdem er auf dem Platz keine Antwort auf die Dominanz des Italieners gefunden hatte, hatte Zverev zumindest mit Blick auf Paris eine – wenn auch nicht ernst gemeinte – Idee. „Vielleicht macht ihr während der French Open eine Pause“, sagte Zverev an Sinner und sein Team gerichtet. Doch diesen Gefallen wird der Italiener Zverev nicht tun. Weshalb der Weltranglisten-Dritte und sein Team andere Lösungen finden müssen, will Zverev bei seinem Lieblings-Grand-Slam wirklich als Herausforderer des Weltranglisten-Ersten auftreten. Nach ein paar Tagen Pause geht es für Zverev und Sinner erst einmal weiter nach Rom, wo das nächste Masters-1000-Turnier auf dem Programm steht. Ob Zverev danach wirklich auch bei seinem Heim-Turnier in Hamburg dabei sein wird, darf bezweifelt werden. Schließlich hat er zuletzt sehr viel Tennis gespielt und zahlreiche Spiele gewonnen. Nur eben die entscheidenden nicht.

Nordkoreanische Fußballerinnen reisen nach Südkorea

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Nach acht Jahren wird wieder ein Sportteam aus Nordkorea nach Südkorea reisen. Fußballerinnen aus den beiden verfeindeten Staaten spielen in der asiatischen Champions League gegeneinander. Erstmals seit 2018 wird es zu einem Treffen zwischen Sportteams aus Südkorea und Nordkorea kommen. In der asiatischen Champions League der Frauen werden am 20. Mai die Fußballerinnen des Naegohyang FC aus der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang beim Suwon FC antreten und dort das Halbfinale bestreiten. Nach Angaben des koreanischen Fußball-Verbandes KFA reichte der Verein aus Nordkorea beim asiatischen Kontinental-Verband AFC eine Liste von Spielerinnen und Betreuern ein, die zu dem Spiel in der Nähe von Seoul reisen. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap besteht die Delegation aus 27 Spielerinnen und 12 Betreuern. Sie werde am 17. Mai aus Peking kommend in Südkorea eintreffen. Nur wenige sportliche Kontakte Es sei der erste Besuch von nordkoreanischen Fußballerinnen in Südkorea seit den Asienspielen 2014 in Incheon, hieß es. Zuletzt waren vor acht Jahren Sportmannschaften aus dem Norden der koreanischen Halbinsel im Schießen, Tischtennis und im Jugendfußball in Südkorea. Zwischen dem diktatorischen Nordkorea und dem demokratischen Südkorea bestehen seit mehr als sieben Jahrzehnten Spannungen. Seit dem Ende des Koreakriegs von 1950 bis 1953 herrscht ein Waffenstillstand zwischen den beide Staaten. Ein Friedensvertrag besteht nicht. Versuche einer Annäherung auch über den Sport blieben bislang weitgehend erfolglos.

Braunschweig verliert Ould-Chikh

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Walid Ould-Chikh kehrt allem Anschein nach nicht zu Eintracht Braunschweig zurück. Nach Informationen von ‚Voetbal International‘ wird Heracles Almelo die Kaufoption für den 26-Jährigen ziehen. Wie (…)

Bundesliga: BVB-Torwart Kobel wütet nach später Niederlage

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Nach dem Dämpfer in Gladbach ist BVB-Schlussmann Gregor Kobel sichtlich frustriert. Sein Trainer spricht von einer „verdienten Niederlage“ und widerspricht mangelndem Einsatz. Eine schwache Leistung im Borussen-Duell hat Gregor Kobel zu einer klaren Ansage veranlasst. Der Schlussmann von Borussia Dortmund erklärte deutlich: „Wir alle haben einen Vertrag für die ganze Saison unterschrieben und nicht nur für 31 Spiele und müssen auch angesichts dessen performen“, befand Kobel, der seine Mannschaft mehrfach vor einem früheren Gegentreffer bewahrt hatte, nach dem 0:1 bei Borussia Mönchengladbach . „Es hat sich nicht gut angefühlt auf dem Platz. Es ist super frustrierend und du gehst angepisst nach Hause“, so der Schweizer. Sein Trainer wies mangelnden Einsatz oder fehlende Einstellung im Saisonendspurt indes entschieden zurück. „Wir haben niemanden unterschätzt und uns das auch nicht leicht ausgemalt, im Gegenteil. Wir wussten, was uns erwartet“, sagte Niko Kovač, der aber von einer „verdienten Niederlage“ sprach. „Es war heute einfach nicht gut“, befand der Coach trocken. Der Gegner sei griffiger und schärfer gewesen. Während die Gladbacher sich mit dem Sieg den Verbleib in der Bundesliga sicherten, verpasste der BVB , vorzeitig die Vizemeisterschaft klazumachen. Die Champions-League-Qualifikation hat der BVB bereits sicher. Kovač blickte daher nach vorn: „Jedes Bundesliga-Spiel ist anders. Heute haben wir kein Gutes gezeigt und ich hoffe, dass wir im nächsten sehr viel besser sind als heute.“ Am Freitag trifft Dortmund auf Eintracht Frankfurt (ab 20.30 Uhr im Liveticker bei t-online).

Eintracht Frankfurt: Trainer Albert Riera droht Aus – Die Hintergründe

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Die Luft für Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera wird immer dünner. Dass der 44 Jahre alte Spanier die SGE über den Sommer hinaus betreuen darf, wird zunehmend…

Olympia-Stars Laura Nolte und Deborah Levi testen E-Rennauto

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Für zwei deutsche Top-Athletinnen steht ein Experiment abseits ihres gewohnten Sports an. Zunächst sammeln sie erste Eindrücke. Beim Formel-E-Rennen auf dem Tempelhofer Feld in Berlin haben Laura Nolte und Deborah Levi erstmals direkten Kontakt zur Welt des Motorsports. Dort trafen die beiden Bobfahrerinnen am Wochenende auf die Fahrer Jean-Éric Vergne und Nick Cassidy und nahmen das Rennauto aus nächster Nähe in Augenschein. Noch im Laufe des Jahres soll das Duo zunächst im Simulator trainieren und später auch selbst im Citroën-Rennwagen auf die Strecke gehen. „Wir fahren beide gern schnell Auto und im Bob fahren wir auch schnell. Das heißt, wir lieben Geschwindigkeit. Aber wir sind ein bisschen aufgeregt“, sagte Nolte der „Bild“-Zeitung. „Ich glaube, das wird ein krasses Gefühl sein, vor allem die Beschleunigung.“ Nolte stellt Gemeinsamkeiten fest Der Schritt in eine neue Disziplin kommt kurz nach Noltes und Levis Erfolgen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Nolte gewann Silber im Monobob und gemeinsam mit Levi Gold im Zweierbob. Trotz der unterschiedlichen Disziplinen erkennen beide Sportlerinnen zahlreiche Gemeinsamkeiten. Nolte erklärte: „Hier wird beim Track-Walk geschaut, wie die Rennstrecke beschaffen ist, die Bahn wird ausgemessen, es wird nach Unebenheiten geschaut.“ Sie zog einen Vergleich: „Vor meinem Wettkampf laufe ich auch den Eiskanal entlang, mit Spikes an den Schuhen. Wir schauen dann, wie die Eisbeschaffenheit an dem Tag ist. Oder etwa, ob eine Kurveneinfahrt steiler ist als sonst.“ Neben der Linienwahl und dem Umgang mit hohen Geschwindigkeiten sieht sie auch Parallelen bei der Technik: Beide Sportgeräte bestehen aus Carbon, „und natürlich haben sowohl die Rennfahrer als auch wir Mechaniker und Ingenieure dabei“, so Nolte. Levi wies zugleich auf Unterschiede hin: „Aber wir müssen den Bob selbst von A nach B bringen und im Training auch zur Strecke tragen – also 170-Kilogramm schleppen, oft zu viert. Außerdem wechseln und schleifen wir die Kufen selbst.“ Auch aus Sicht der Motorsportler bringen die beiden gute Voraussetzungen mit. Formel-E-Fahrer Jean-Éric Vergne sagte: „Die Wintersportarten wie Bob trainieren dich perfekt für die Ideallinie. Sie sind Profis und werden das gut machen im Auto.“ Für das deutsche Duo steht also ein Perspektivwechsel an – vom Eiskanal auf den Asphalt. Die Fahrzeuge, die sie dabei kennenlernen, beschleunigen in weniger als zwei Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde.

FC Bayern: Manuel Neuer-Entscheidung wird wohl bald fallen

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Noch immer ist unklar, wie es mit Manuel Neuer weitergeht. Die Entscheidung, ob er um ein weiteres Jahr verlängert oder aufhört, wird wohl bald fallen. Ist das ein weiterer Hinweis auf eine mögliche Vertragsverlängerung von Manuel Neuer beim FC Bayern ? Am Montagmorgen hat der deutsche Rekordmeister seine neuen Trikots für die kommende Saison vorgestellt. Darunter ist auch das neue Torwarttrikot der Münchner. Im Blickpunkt: Manuel Neuer. Er präsentiert das neue, in Orange gehaltene Heimtrikot für die Torhüter. Auch seinen Namen können Fans für das neue Shirt aussuchen, mit dem die Bayern erstmals am Mittwoch im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris St. Germain auflaufen werden (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online). Manuel Neuers Vertrag läuft am Saisonende aus. Noch ist eine Vertragsverlängerung nicht offiziell bestätigt. Laut Medienberichten scheint es allerdings Fortschritte zu geben. Ende letzter Woche tauchte auch Neuers Berater, Thomas Kroth, am Klubgelände auf. Vertrag läuft im Sommer aus: Neuer hat offenbar über seine Zukunft entschieden Laut dem Pay-TV-Sender Sky und der „Bild“-Zeitung wurden wohl die Verhandlungen über einen neuen Kontrakt am Donnerstag aufgenommen, eine Einigung gebe es aber noch nicht. Allzu lange dürften beide Parteien nicht benötigen, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Sportvorstand Max Eberl hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass der deutsche Rekordmeister gerne mit Neuer verlängern würde und auf ein entsprechendes Signal warte. Teil der Gespräche zwischen Neuer und den Bayern dürfte unterdessen auch die Rolle von Jonas Urbig sein. Der junge Schlussmann, in dieser Spielzeit auch aufgrund von Verletzungen seines routinierten Kollegen schon mit 18 Einsätzen, soll in der kommenden Saison laut Sky noch mehr Spielminuten erhalten, Neuer müsste zudem wohl Gehaltseinbußen hinnehmen. Manuel Neuer hat in knapp 15 Jahren beim FC Bayern zahlreiche Titel gewonnen: Neben 13 Meisterschaften und sechs DFB-Pokal-Siegen steht auch der zweifache Triumph in der Champions League. In dieser Saison könnte ein dritter „Henkelpott“ dazukommen.

FC-Juwel auf dem Sprung?

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Verliert der 1. FC Köln im Sommer einen Hoffnungsträger der Zukunft? Der ‚Express‘ berichtet, dass Außenstürmer Jason Ponente-Ramirez großes Interesse weckt. Zahlreiche Zweitligisten buhlen demzufolge (…)

Türkei bei der WM 2026: Infos zur türkischen Nationalmannschaft

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Die Türkei ist zurück auf der WM-Bühne. Nach 24 Jahren als Zuschauer reist sie aber nicht als Außenseiter an. Fans und Medien in der Türkei sind vollkommen aus dem Häuschen. Die Boulevard-Zeitung „Hürriyet“, das Sprachrohr der Straße am Bosporus , spürt schon das große Zittern bei allen anderen 47 WM-Teilnehmern: „Die Angst vor der Türkei hat begonnen“, jubelte das Blatt, nachdem die Qualifikation über die Playoffs unter Dach und Fach war. Die Türkei fährt also mit Rückenwind zur WM 2026 . Der Weg dorthin war kein Spaziergang, aber nun, da er geschafft ist, fühlen sich Team und Fans stärker denn je. Im Playoff-Halbfinale rang die Mannschaft Rumänien 1:0 nieder, im Finale gewann sie im Kosovo erneut 1:0. Genau diese Spiele, bei denen es um alles geht, hatte die Türkei in der jüngeren Vergangenheit selten gewonnen. Jetzt soll gerade das anders geworden sein, und gerade deshalb sehen manche Experten die Türken nicht als Außenseiter bei der WM , sondern in der Gruppe D sogar als Mitfavorit vor den USA. Die Fallhöhe aber ist da. Zwar hat das Team absolute Topspieler in seinen Reihen, aber die Kadertiefe ist überschaubar. Und so enthusiastisch der türkische Fußball auch immer wieder in einen neuen Hoffnungszyklus startete, so niederschmetternd waren oft die Ergebnisse. Ein Vorrundenaus wäre erneut eine bittere Enttäuschung. Alle Anstoßzeiten auf einen Blick : Der WM-Spielplan Das neue Sechzehntelfinale: Der Modus der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada Türkei bei der WM 2026: Qualifikation Der direkte Weg zur WM blieb der Türkei verwehrt, also musste sie durch die europäischen Playoffs. Dort folgte zunächst das Halbfinale gegen Rumänien in Istanbul. Ferdi Kadıoğlu erzielte beim 1:0 den einzigen Treffer, vorbereitet durch einen Traumpass von Superstar Arda Güler. Das Spiel zeigte bereits, wie Trainer Vincenzo Montellas Mannschaft derzeit funktioniert: Kontrolle kommt vor Hurra-Fußball. Der türkische Fußball wirkt erwachsen. Im Finale im Kosovo ging es erneut knapp zu. Die Türkei bestätigte den 1:0-Auswärtssieg und damit die erste WM-Teilnahme seit 2002. Der türkische Fußballverband rückte vor allem die emotionale Dimension in den Mittelpunkt: Nach 24 Jahren ist die Türkei wieder auf der größten Bühne des Fußballs. Zwei Playoff-Siege mit demselben Ergebnis erzählen dabei auch sportlich etwas über diesen Kader. Er verteidigt konzentrierter als viele frühere türkische Jahrgänge und hat im Ballbesitz mehr Ruhe. Türkei in der WM-Gruppe D: Die Vorrunden-Gegner Die Türkei spielt in der Gruppe D gegen Australien, Paraguay und die USA. Australien – Vancouver, 14. Juni 2026, (6 Uhr mitteleuropäischer Zeit): Auftaktgegner Australien kommt meist über Intensität, gewinnt viele zweite Bälle, spielt schnörkellos und direkt nach vorn. Für die Türkei wird entscheidend sein, im Zentrum möglichst wenig offene Umschaltsituationen zuzulassen und nach Ballgewinn schnell auf die außen entstehenden Räume zu spielen. Der Vorteil für Montellas Elf: Wenn sie das Spiel beruhigt und über Güler und Çalhanoğlu in längere Ballbesitzphasen kommt, kann sie ihre klaren fußballerischen Vorteile ausspielen. Paraguay – Santa Clara, 20. Juni 2026 (6 Uhr mitteleuropäischer Zeit): Selbst, wer nicht viel über die Mannschaft aus Südamerika weiß, der hat schon davon gehört: Paraguay ist zäh. Das Team verteidigt diszipliniert, steht tief und lässt sich selten weit herausziehen. Unangenehm für die Türken, die Räume brauchen, um ins Laufen zu kommen. Stattdessen erwarten sie viele Zweikämpfe, viele Nickeligkeiten, viele Unterbrechungen. Gerade in dieser Partie wird Kreativkopf Arda Güler gefragt sein. Viele Chancen werden sich nicht ergeben, und in dieser Partie könnte sich rächen, dass die Türken über keinen wirklich gefährlichen Mittelstürmer verfügen. USA – Inglewood, 26. Juni 2026 (4 Uhr mitteleuropäischer Zeit): Das dritte Gruppenspiel wird als Schlüsselspiel um den Gruppensieg erwartet. Die USA haben den Heimvorteil in Los Angeles auf ihrer Seite. Sie könnten ihn brauchen: Im Juni 2025 ging ein Testspiel gegen die Türkei mit 2:1 verloren. Für Montellas Mannschaft ist das Duell angenehmer, weil die USA meist mehr Räume anbieten als Paraguay. Der Reisestress hält sich für die Türkei in Grenzen. Vancouver, Santa Clara und Inglewood liegen alle im Westen Nordamerikas; innerhalb der Gruppe gibt es also keinen Wechsel der Zeitzone zwischen den Spielorten. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Teams, die zwischen Ost- und Westküste pendeln müssen. Für die vielen Türken in Europa sind die Anstoßzeiten allerdings unangenehm: zweimal um 6 Uhr, einmal um 4 Uhr morgens. Türkische Nationalmannschaft: Die wichtigsten Spieler Arda Güler (Real Madrid, Marktwert circa 90 Millionen Euro): Güler ist der Superstar des Teams. Er besetzt in der Offensive den rechten Halbraum, kann aus dem ersten Kontakt viel Tempo aufbauen und spielt Pässe auch in kleinste Fenster zwischen den Linien. Sein linker Fuß ist bei Standards und Abschlüssen aus der Distanz brandgefährlich. Seine Karriere begann bei Fenerbahçe Istanbul. Mit dem Wechsel zu Real Madrid und der EM 2024 gelang ihm der internationale Durchbruch. In der Nationalmannschaft ist er trotz seines jungen Alters der Spieler, um den sich in der Offensive fast alles dreht. Physisch kann er noch zulegen: Gegen enge Manndeckung und in sehr robusten Spielen hat er Probleme. Hakan Çalhanoğlu (Inter Mailand, Marktwert circa 18 Millionen Euro): Çalhanoğlu ist Seele und Taktgeber im türkischen Spiel. Er sichert nach Ballverlusten ab und ist nach wie vor einer der besten Standardschützen Europas. Seine Karriere führte ihn aus Mannheim über Karlsruhe, den HSV und Bayer Leverkusen in die europäische Spitze zu Milan und Inter. Seine Schwäche: Er ist nicht der Schnellste und dominiert Spiele eher nicht über seine Dynamik, sondern über Timing und Spielintelligenz. Kenan Yıldız (Juventus Turin, Marktwert circa 75 Millionen Euro): Yıldız ist der vertikale Beschleuniger im Mittelfeld. Er startet meist von links, zieht dann in den Halbraum oder in die Tiefe und hat guten Zug zum Tor. Seine Karriere begann der gebürtige Regensburger in der Jugend des FC Bayern München , wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. Bei Juventus schaffte er den Sprung in den internationalen Spitzenfußball. Ausbaufähig ist seine Konstanz über die gesamte Spielzeit. Wenn er gedoppelt wird, wirkt er oft ratlos. Ferdi Kadıoğlu (Brighton & Hove Albion, Marktwert circa 30 Millionen Euro): Kadıoğlu ist mehr als nur ein Außenverteidiger. Er schiebt hoch, bespielt offensiv jeden frei werdenden Raum und gibt dem Flügelspiel Breite und Dynamik. Seine Karriere begann in den Niederlanden bei NEC, bei Fenerbahçe wurde er zum Leistungsträger, inzwischen spielt er in der Premier League bei Brighton. Im Playoff-Halbfinale gegen Rumänien erzielte er das Siegtor und stieß die Tür zur WM damit weit auf. Schwächen zeigt er, wenn er sehr hoch steht und hinter ihm Räume aufgehen; genau deshalb braucht er eine gute Absicherung. Uğurcan Çakır (Galatasaray, Marktwert circa 15 Millionen Euro): Torhüter Çakır ist die Nummer eins und soll der Mannschaft Ruhe geben. Seine Stärke liegt im Stellungsspiel und in der Präsenz im Strafraum. Auch unter Druck kann er das Spiel gut und meist flach eröffnen. Seine große Schwäche: Er ist kein Eins-gegen-Eins-Keeper der absoluten Weltklasse. Nach der Auslosung: Das sind die WM-Gruppen Die Weltmeisterschaft im TV und Streaming: WM-Übertragung 2026 Trainer der Türkei: Vincenzo Montella Der Italiener Vincenzo Montella hat die türkische Nationalmannschaft 2023 übernommen. Sein Vertrag läuft noch bis nach der EM 2028. Diese lange Vertragsdauer wird in der Türkei als klares Bekenntnis zu Montella gewertet, wo Nationaltrainer bislang eher eine kurze Halbwertszeit genossen haben. Montella, der als Stürmer das italienische Nationaltrikot getragen hatte, hat Ordnung ins türkische Spiel gebracht: klare Rollen, klare Abläufe, weniger Spektakel in der Außenwirkung. Sein bisher größter Verdienst ist nicht nur die WM-Qualifikation. Er hat den Kader in eine Form gebracht, in der Talente wie Güler und Yıldız ihr ganzes Talent entfalten können, ohne dass das dem Teamgedanken geschadet hätte. In engen Spielen überdreht das Team nicht mehr und kann zuschlagen, wenn es darauf ankommt. Montella hat der Mannschaft ihre frühere Neigung zum offenen Schlagabtausch nicht völlig genommen, aber er hat ihr ein Sicherheitsnetz gebaut. Türkei bei der Fußball-WM: Spielsystem und Taktik Unter Montella tritt die Türkei meist in einer 4-2-3-1-Grundordnung an. Das zeigte schon die Startelf gegen Rumänien mit Çalhanoğlu und Yüksek im Zentrum sowie Güler, Yıldız und Yılmaz hinter Stürmer Aktürkoğlu. In Ballbesitz verschiebt sich dieses System jedoch. Die Außenverteidiger schieben hoch, Arda Güler platziert sich im rechten Halbraum, Yıldız sucht Dribblings auf dem linken Flügel. So entsteht phasenweise eher eine mit fünf Spielern vor dem Ball. Die Türkei will den Ball, aber nicht nur zum Zirkulieren, nicht für Tiki-Taka. Sie will mit kurzen Kombinationen Gegenspieler aus dem Zentrum ziehen und dann über Halbräume oder den nachrückenden Außenverteidiger in den Strafraum kommen. Montellas Elf presst zudem aktiver als frühere türkische Teams: nicht permanent, aber mit klaren Momenten, in denen sie nach Ballverlust sofort nachsetzt. Die Schwachstelle bleibt die letzte Konsequenz im Abschluss. Der Mannschaft fehlt ein verlässlicher Torjäger auf dem Niveau früherer türkischer Angreifer wie Hakan Sükür. Umso entscheidender: Standards, zweite Bälle und Schüsse aus der zweiten Reihe. So hat die Türkei bei früheren Weltmeisterschaften abgeschnitten Die Türkei war bislang zweimal bei einer WM-Endrunde dabei: 1954 und 2002, als die Mannschaft sensationell das Spiel um den dritten Platz gewann. Das Auftreten des Teams seinerzeit in Japan und Südkorea prägt bis heute das Selbstbild der Türken: Viertelfinalsieg gegen Senegal, Halbfinale gegen Brasilien, dann Bronze nach dem 3:2 gegen Südkorea. 2026 kehrt die Mannschaft deshalb in den Augen der türkischen Öffentlichkeit nicht einfach zurück, sie soll an eine große WM-Erinnerung anknüpfen. Die lange Lücke zwischen 2002 und 2026 ist ebenfalls Teil der Geschichte. Das Comeback 2026 sehen viele Beobachter in der Türkei als möglichen Wendepunkt für eine ganze Generation von Fußballfans. Allein das macht die Auswahl zu einer der interessanteren Mannschaften dieser WM, erhöht aber auch den Druck auf Spieler und Verantwortliche. Warum eigentlich „Mond-Sterne“? Der geläufigste Spitzname der türkischen Nationalmannschaft lautet Ay-Yıldızlılar, also die „Mond-Sterne“. Er bezieht sich direkt auf den Halbmond und den Stern in der türkischen Flagge. Im Alltag taucht auch Bizim Çocuklar auf, also „unsere Kinder“.

Baumann: Keine Deadline für neuen Dzeko-Vertrag bei Schalke

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Nach der geglückten Bundesliga-Rückkehr hat der FC Schalke 04 Hoffnung auf eine Fortsetzung mit Altmeister Edin Dzeko. Zeitlichen Druck werden die Verantwortlichen der Knappen dem 40…