Formel 1: Liam Lawson nach Qualifying in Mexiko disqualifiziert

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Beim Rennwochenende in Mexiko hat ein Vorfall im Qualifying späte Konsequenzen. Ein Deutscher profitiert. Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson ist nach dem Qualifying zum Großen Preis von Mexiko disqualifiziert worden. Der 24-jährige Neuseeländer war auf seiner letzten Q2-Runde zu spät vom Gas gegangen und damit gegen die Vorschriften zum Energiemanagement des Hybridantriebs verstoßen. Sein Team hatte den Fehler selbst bei der Fia gemeldet – die Strafe kam trotzdem. Die neue Motorengeneration schreibt vor: Bei Vollgas darf die elektrische Leistung nicht abrupt wegfallen, sondern muss schrittweise mit maximal 100 Kilowatt pro Sekunde reduziert werden. Die Regel soll verhindern, dass ein Fahrzeug auf der Geraden plötzlich einen erheblichen Teil seiner Kraft verliert und nachfolgende Fahrer überrascht. Nach Rauswurf: Formel-1-Fahrer weist Gewaltvorwürfe zurück Quali-Überraschung: Hamilton beendet Ferrari-Durststrecke Sky zufolge entwickelte Mercedes in Silverstone eine Methode, um diese Vorgabe im Qualifying zu umgehen: Fahrer gehen unmittelbar nach der Ziellinie vom Gas, bevor die Batterie vollständig entladen ist – in diesem Moment greift die Reduktionsregel nicht mehr. Der Ansatz soll sich schnell im Fahrerlager verbreitet haben. Auch alle durch den RBPT-Motor angetriebenen Fahrzeuge sollen ihn in Mexiko genutzt haben. Auf seinem entscheidenden Versuch reagierte Lawson zu spät. Die Batterie wurde zu stark beansprucht, die vorgeschriebene Leistungsreduktion ließ sich nicht mehr korrekt einhalten. Racing Bulls erkannte den Fehler sofort und meldete ihn eigenständig bei der Fia. Hülkenberg profitiert von Lawsons Strafe Die Stewards verhängten die Disqualifikation dennoch – erst Stunden nach dem Qualifying, um 19.05 Uhr Ortszeit. Im Urteil heißt es: „Das Team argumentierte, dass dies keinen Leistungsvorteil verschafft habe. Es ist jedoch klar, dass eine Nichteinhaltung des Technischen Reglements nicht dadurch entschuldigt wird, dass kein Leistungsvorteil erzielt wurde. Darüber hinaus verlangt das Reglement, dass ein Fahrzeug während einer Veranstaltung zu jedem Zeitpunkt regelkonform sein muss.“ Zur Selbstanzeige des Teams hielten die Kommissare fest: „Die Sportkommissare merken insbesondere an, dass das Team den Verstoß selbst offen gelegt hat. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Präzedenzfällen, die uns trotz aller mildernden Umstände dazu verpflichten, eine Disqualifikation zu verhängen, wenn ein Fahrzeug nicht dem Technischen Reglement entspricht.“ Lawson verliert alle Qualifying-Ergebnisse und startet auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez vom letzten Platz. Von der Strafe profitiert Nico Hülkenberg : Der Audi-Pilot rückt auf Startplatz 10 vor.

„War sehr hart“: Kimmich mit bewegenden Worten

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Nach seinem ersten Einsatz seit dem plötzlichen Tod seines Vaters hat Joshua Kimmich offen über seine schwierige Situation gesprochen. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern sagte nach dem 2:2 gegen (…)

FC Bayern: Bangen um Saibari, Gnabry und Olise – Misere nimmt kein Ende

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Die Schreckensmeldungen beim FC Bayern nehmen kein Ende. Vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid werden die Sorgen immer größer. Aus München berichtet Julian Buhl Die Mixed Zone der Allianz Arena erinnerte am Samstagabend nach dem 2:2 des FC Bayern gegen Borussia Dortmund mehr an eine Arztpraxis als an ein Interviewbereich. Jedes Mal, wenn die Doppeltür aufging, die zum Kabinentrakt führt, kam ein anderer verletzter Bayern-Star hindurch gehumpelt. Erst mühte sich Ismael Saibari mit Krücken und dick bandagiertem rechten Knöchel Richtung Ausgang. Wenig später folgte ihm Serge Gnabry zwar ohne Gehhilfen, aber mit auffällig bedächtigem Gang. Als dritter angeschlagener Münchner lief dann auch noch Michael Olise leicht humpelnd an den Reportern vorbei. Die Frage, ob er ok sei, ließ er dabei unbeantwortet und zeigte keine Regung – auch wenn das in seinem Fall keine Besonderheit zu seinem sonstigen Verhalten ist. Sorge um Gnabry und Saibari: Bayern-Boss gibt Update Nach Bayern-Comeback: Kimmich äußert sich zum Tod seines Vaters Man hätte mindestens mit 3:1 oder 4:1 gewinnen müssen, befand der erstmals in den Kader und direkt in die Startelf zurückgekehrte Kimmich und stellte fest. „Es ist natürlich bitter, aber vor allem die Verletzten tun uns weh.“ Alle drei genannten Stars hatten zuvor im umkämpften Topspiel gegen den BVB angeschlagen ausgewechselt werden müssen. „Momentan fühlt es sich schon ein bisschen heftig an“ Am übelsten hatte es Saibari nach seiner vergebenen Großchance, nach der er mit Dortmunds Torhüter Gregor Kobel zusammengeprallt war, erwischt (29.). Der Marokkaner konnte anschließend mit dem rechten Fuß gar nicht mehr auftreten und musste von zwei Betreuern gestützt sofort vom Feld gebracht werden. Nicht mal zwei Minuten später saß Serge Gnabry ohne Fremdeinwirkung eines Gegners am Boden und musste ausgewechselt werden. Olise erwischte es dann sechs Minuten vor dem Ende. Ausgerechnet vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Atlético Madrid am Dienstag in der Champions League drohen also gleich drei Offensivstars auszufallen. Die Misere der leidgeprüften Bayern, die nach dem Tod seines Vaters zuletzt auf Joshua Kimmich und nach wie vor nach dessen Zusammenbruch auf Chefcoach Vincent Kompany verzichten mussten, nimmt offenbar kein Ende. Das empfand auch Max Eberl so. „Momentan fühlt es sich schon ein bisschen heftig an, was um uns herum passiert“, sagte der Sportvorstand nach dem Spiel in den Katakomben der Arena. Mit Blick auf die neuen Verletzungen von Saibari und Gnabry befand er: „Beide Verletzungen sind doch etwas größer, ohne dass ich jetzt eben die Prognose oder die Diagnose abgeben kann, aber es sieht beides größer aus.“ Dementsprechend, so Eberl weiter, „war es sehr, sehr teuer, was wir heute erlebt haben“. Die genauen Diagnosen werden wohl im Laufe des Sonntags folgen und dann vom Klub kommuniziert werden. „Saibaris Knöchel sieht ernsthaft verletzt aus“ Immerhin bei Olise gab Eberl zumindest erste vorsichtige Entwarnung. „Bei ihm glauben wir jetzt momentan zu spüren, dass es nicht so schlimm ist.“ Mit Gewissheit könne man aber auch das unmittelbar „nach solchen Spielen, kurz danach mit dem Adrenalin, nur relativ schwer sagen“. Kompanys Vertreter Aaron Danks, der seinen Chefcoach einmal mehr vertrat, gab auf der Pressekonferenz nach der Partie dann noch ein kleines Update. Sabairis Knöchel sehe „ernsthaft verletzt aus“, erklärte der Engländer. Bei Gnabry handele es sich „wohl um eine Muskelverletzung“. Damit gehen den Bayern langsam vor allem im Angriff die Alternativen aus. Mit Luis Díaz (Muskelbündelriss) und Jamal Musiala (Muskelfaserriss) fehlen ohnehin bereits zwei Offensiv-Stars verletzt. Kehren diese beiden Stars jetzt zurück? Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen kündigte bei Sky immerhin an, dass Musiala noch vor und Díaz nach der Länderspielpause zurückkehren sollen. Ob für Musiala schon die Reise am Montag nach Madrid eine realistische Option ist, ist allerdings fraglich. Auch Torhüter Manuel Neuer musste gegen Dortmund wegen Fußproblemen erneut pausieren. Als er anschließend in Zivilklamotten durch die Mixed Zone lief und gefragt wurde, ob es für ihn vielleicht für einen Einsatz bei Atlético reichen würde, machte er zumindest etwas Hoffnung und sagte: „Ich hoffe es.“ Die Rückkehr des Kapitäns wäre mit Sicherheit eine willkommene Verstärkung in diesem emotional aufgeladenen Stadion. Zumal auch sein Vertreter Jonas Urbig nach einem Knie-Treffer im Gesicht lädiert aus dem BVB-Spiel ging. „Wir müssen gerade sehr resilient sein“ Es sei „sehr viel“, befand Eberl, „was wir gerade zu verarbeiten haben“. Und zählte begonnen mit den Zusammenbrüchen von Musiala aufgrund einer neurologischen Dysfunktion zu Beginn der Saison noch einmal die ungewöhnlichen Umstände auf, die die Bayern aktuell zu bewältigen haben. „Jetzt heute dieses Spiel, dieses Unentschieden kurz vor Schluss mit den Verletzungen“, so Eberl weiter. „Also wir müssen gerade sehr resilient sein. Die Mannschaft ist das bisher in einer unglaublichen Art und Weise. Und das müssen wir aber jetzt die nächsten Wochen weiter sein.“ Die vergangenen Tage seien „mental wirklich sehr schwierig“ gewesen, gab der in diesen auch zum Weltfußballer gekrönte Harry Kane zu. „Wegen der Sache mit unserem Coach, wegen Jo und all den anderen Dingen, die passiert sind. Ich finde, wir haben das wirklich sehr, sehr gut bewältigt.“ Kimmich blickte bereits nach vorne. „Es ist es sehr bitter, dass die drei jetzt auch ausfallen“, sagte er bereits mit einer gewissen Endgültigkeit über die drohenden Abwesenheiten von Saibari, Gnabry und Olise. „Aber für uns geht es weiter. Wir müssen und wollen trotzdem Ergebnisse liefern.“ Aber, so Kimmich weiter: “ Mein Vater hat immer gesagt , dass es nur Fußball ist. Das muss man sich schon immer vor Augen führen: Das Wichtigste ist die Gesundheit.“ Genau das musste Kimmich gerade auf äußerst schmerzvolle Art und Weise selbst erfahren.

Nur ein getroffener Wurf: Schröder verliert gegen 76ers

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Dennis Schröder und die Charlotte Hornets kassieren in der NBA die dritte Niederlage nacheinander. Der Gegner schont gleich zwei Topstars. Basketball-Nationalteamkapitän Dennis Schröder und NBA-Neuling Christian Anderson haben mit den Charlotte Hornets eine knappe Niederlage gegen Titelkandidat Philadelphia 76ers kassiert. Beim 104:109 erlebte Schröder einen Abend zum Vergessen: Der 33-Jährige traf nur einen seiner elf Würfe aus dem Feld und kam auf vier Punkte. Anderson erzielte zwei Zähler, als dritter Deutscher bei den Hornets kam Hannes Steinbach nicht zum Einsatz. Philadelphia konnte es sich erlauben, seine Stars LeBron James und Joel Embiid zu schonen. Die 76ers drehten die Partie nach einem Rückstand im Schlussviertel und feierten den sechsten Sieg im siebten Saisonspiel. Für Charlotte war es bereits die dritte Niederlage in Serie.

Wintersport: Skispringer stürzt in Planica schwer – Hubschrauber-Einsatz

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Ein Athlet erlebt auf einer berüchtigten Schanze in Slowenien einen schweren Sturz. Viele Aspekte des Vorfalls sind noch ungeklärt. Auf der Skisprunganlage im slowenischen Planica ist am Freitagmorgen ein Skispringer gestürzt und per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden. Wer der Athlet ist und wie schwer er verletzt wurde, war bis Samstagvormittag nicht bekannt. Wie das österreichische Portal „heute.at“ berichtet, ging der Notruf um 9.57 Uhr beim örtlichen Rettungsdienst ein. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zur Identität des Athleten oder zum Ausmaß seiner Verletzungen. Das slowenische Portal „Ekipa“ berichtete unter der Schlagzeile „Horror in Planica“ über den Vorfall. Große Ankündigung in nächster Woche: Olympiasiegerin vor Karriereende? Nach über vier Jahren: Cas hebt Sperre gegen Russlands Eishockey-Teams auf Die Skiflugschanze in Planica steht immer wieder im Zusammenhang mit schweren Stürzen. Erst im März 2026 musste der Slowene Nik Heberle nach einem Trainingsunfall ins Krankenhaus. Planica steht für schwere Stürze und Weltrekorde Besonders in Erinnerung geblieben ist der Sturz des Norwegers Daniel-Andre Tande aus dem Jahr 2021. Er wurde damals in ein künstliches Koma versetzt und lag knapp drei Wochen im Krankenhaus. Tande beendete 2024 seine Karriere. Nach seinem Unfall habe er beim Skispringen „mehr Angst als Freude“ empfunden, sagte er damals. Die Anlage ist aber auch Schauplatz historischer Weiten: Domen Prevc flog dort 2025 auf 254,5 Meter – Weltrekord. Auch seine Schwester Nika stellte 2026 mit 242,5 Metern einen neuen Frauen-Weltrekord auf.

Causa Karl: Eberl kontert Ballack

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Max Eberl hat auf die Aussagen von Michael Ballack, der die Kritik der Verantwortlichen des FC Bayern an seinem Klienten Lennart Karl monierte, reagiert. „Ehrlicherweise finde ich es schwierig, wenn (…)

Harry Kane: Wettskandal rund um den Gewinner des Ballon d’Or?

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Nach 30 Jahren hat wieder ein Bundesliga-Profi den Ballon d’Or gewonnen. Auf diesen Gewinn fällt jetzt allerdings ein Schatten. Vor dem Anpfiff des Bundesliga-Topspiels zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund gehörte Harry Kane die Hauptrolle in der ausverkauften Allianz Arena. Der 33 Jahre alte Torjäger präsentierte den 75.000 Zuschauern stolz den Ballon d’Or. „Ich bin extrem stolz, ein Bayern-München-Spieler zu sein. Ich hoffe, dass noch viele Trophäen dazu kommen“, sagte Kane. Die Bayern-Fans jubelten, die Dortmunder Anhänger pfiffen. Das Spiel bestritt Kane anschließend mit einem besonderen Fußballschuh mit goldener Sohle. Und auf der Rückseite standen die Namen seiner vier Kinder. Die zwei Mädchen und zwei Jungen standen auch mit Kanes Frau Katie auf dem Rasen und applaudierten ihrem Vater. Von Kane gab es für die Familie Küsschen. Nach einer halben Stunde: Doppelschock gegen BVB – zwei Bayern-Stars verletzt Bayern-Star: So knapp lag Kane beim Ballon d’Or vorn Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft wurde fünf Tage nach der Gala in London noch einmal von seinem Verein und der DFL als weltbester Fußballer geehrt und gefeiert. Als letzter Bundesliga-Profi hatte 1996 der damalige Europameister Matthias Sammer von Borussia Dortmund die prestigeträchtige Auszeichnung erhalten. Ein Banner am Mittelkreis zeigte Kane und in goldenen Buchstaben das Wort „Winner“. Aus England gibt es jetzt aber Berichte, die einen riesigen Schatten auf die Verleihung des Ballon d’Or werfen. Wie der „Guardian“ berichtet, gab es rund um den Wettbewerb eine Reihe von fragwürdigen Wetten auf den Ausgang der Verleihung. Der Bericht der englischen Zeitung beruft sich dabei auf Recherchen des französischen Medienunternehmens „Upside“. Auf richtige Reihenfolge nach Harry Kane gesetzt Demnach stehen insgesamt zwölf Konten, die zwischen dem 1. und 20. Oktober auf der US-amerikanischen Plattform „Polymarket“ angelegt wurden, im Mittelpunkt der gestarteten Untersuchungen. Auf „Polymarket“ können Nutzer mit Kryptowährungen auf den Ausgang verschiedener Ereignisse setzen, in diesem konkreten Fall auf den Gewinner des Ballon d’Or. Insgesamt soll es dabei um eine Summe von über 200.000 Euro gehen, die vor der Bekanntgabe des Siegers eingesetzt wurden. Was besonders aufgefallen ist: Mehrere der Wettkonten sollen nicht nur auf Kane als Sieger, sondern auch auf die exakte Reihenfolge der ersten fünf Plätze gesetzt haben. Hinter Kane rangierten Kylian Mbappé , Lamine Yamal , Rodri und Lionel Messi . Untersucht wird nun, ob das streng vertrauliche Endergebnis vor der Bekanntgabe am letzten Montagabend durchgesickert sein könnte. Auch die Polizei geht dem Verdacht nach.

Tennis: Zverev verliert in Wien: „Hältst du es für normal?“

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Eiin Außenseiter stoppt Alexander Zverev auf dem Weg zum Titel in Wien. Ausgerechnet in seinem ersten Spiel als neue Nummer eins der Welt. Alexander Zverev hat im ersten Spiel nach dem erstmaligen Erreichen von Weltranglistenplatz eins den Kürzeren gezogen. Der Hamburger verlor das Halbfinale beim ATP-Turnier in Wien überraschend gegen Alex de Minaur aus Australien. In einem über weite Strecken engen Match musste sich der 30-Jährige mit 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) geschlagen geben. Damit verpasste Zverev auch das mögliche Traumfinale gegen Carlos Alcaraz am Sonntag. Der Spanier hatte sich zuvor in zwei Sätzen gegen Dmitrii Medwedew mit 6:4, 7:6 (7:2) durchgesetzt. Der Deutsche ließ an diesesm Tag hingegen die Präzision in seinem Spiel vermissen, er agierte teilweise zu ungenau, leistete sich insgesamt 31 unerzwungene Fehler und wirkte müde. Außenseiter DeMinaur ergriff hingegen die Chance auf das Endspiel und spielte aggressiv, immer wieder zwang der Mann aus Sydney Zverev in die Defensive und raubte dem Deutschen schließlich im Tiebreak, in dem er schnell mit 3:0 in Führung lag, den Nerv. Bezeichnend: Mit einem einfachen Fehler – einer ins Aus geschlagenen Vorhand – besiegelte Zverev nach 2:33 Stunden die Niederlage. „Ich bin total stolz, wie ich die Situation heute gehandhabt habe“, sagte de Minaur, „ich bin immer ruhig geblieben, auch wenn ich Doppelfehler gemacht habe.“ Zverev blieb indes nicht ruhig, beschwerte sich mehrmals über die nachlassende Qualität der Bälle. „Hältst du es für normal, in einem Turnier mit solchen Bällen zu spielen?“, sagte er zu Schiedsrichter Arnaud Gabas und hielt ihm dabei eine Filzkugel vor die Nase. Erhoffte Revanche fällt für Zverev aus Einmal warf Zverev eine der Filzkugeln in die Box von Turnierdirektor Herwig Straka. Der Weltranglistenerste hätte sich wohl schnellere Bälle gewünscht. Er haderte mit den Spielgeräten – ausschlaggebend für das verpasste Finale in Wien waren sie aber wohl nicht. Dafür fehlte Zverev an diesem Abend der nötige Biss. Zverev hatte vor allem zu Beginn des Matches ungewohnte Probleme mit seinem Aufschlag, was de Minaur im ersten Satz acht Breakchancen einbrachte. Der Australier nutzte eine davon zum 3:2 und sicherte sich nach 50 Minuten den Satzvorsprung. Dies wirkte auf den Deutschen wie ein Wecker: Im zweiten Satz spielte Zverev auf einmal ohne Schwäche, gewann fünf Spiele in Serie. Er profitierte dabei aber auch vom fehlerhaften Service de Minaurs. Schiedsrichter nimmt Strafe nach Zverev-Protest zurück Kurios: Beim Stand von 5:6 im Entscheidungssatz lieferte sich Zverev erneut ein Wortgefecht mit dem Stuhlschiedsrichter – nachdem dieser ihn zuvor wegen Zeitspiels verwarnt hatte. Nach Meinung von Arnaud Gabas hatte Zverev den Ball vor dem Service zu lange auf den Boden tippen lassen. Bemerkenswerterweise beschloss Gabas dann aber, die Strafe nach Zverevs Protest zurückzunehmen. Der ganze Aufruhr brachte de Minaur nicht aus der Fassung. Der immens fitte Weltranglistenzehnte war voll da und machte seinen fünften Sieg gegen Zverev perfekt. Hinterher zog er ein bemerkenswertes Fazit: „Alles in allem habe ich im entscheidenden Tiebreak sehr aggressiv gespielt. Ich habe das Spiel nach meinen Vorstellungen gestaltet. Ich wollte bis zum Schluss alles geben und das richtige Tennis spielen, und genau das hat heute den Ausschlag gegeben.“ Zverev vermochte in den entscheidenden Momenten hingegen nicht, das Spiel zu gestalten. Damit fällt für Zverev die erhoffte Revanche gegen Alcaraz aus. Vor gut zehn Monaten hatte er in einem dramatischen Halbfinale bei den Australian Open gegen den Spanier verloren. In einem Fünf-Satz-Krimi hatte sich Alcaraz im Januar in Melbourne gegen Zverev durchgesetzt und dessen Traum vom ersten Grand-Slam-Titel zerstört. Das 13. direkte Duell (Bilanz: 7:6 für Alcaraz) war das bislang letzte der beiden Topspieler, da sich der 23-Jährige wenige Wochen später verletzte und lange ausfiel.

Formel 1 in Mexiko: Quali-Coup – Hamilton beendet Ferrari-Durststrecke

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Die Qualifikation zum Großen Preis von Mexiko wird in den letzten Sekunden zum Krimi. Am Ende setzt sich der Rekordweltmeister durch – und düpiert den WM-Favoriten. Lewis Hamilton hat sich überraschend die Pole Position zum Großen Preis von Mexiko gesichert. Der Rekordweltmeister fuhr im Qualifying am Samstag die schnellste Zeit – und beendete damit auch eine Durststrecke seines Rennstalls Ferrari: Es ist die erste Pole der Saison für das Traditionsteam. Zweiter wurde Mercedes-Pilot George Russell vor Hamiltons Teamkollegen Charles Leclerc . Russells Teamkollege Kimi Antonelli, aktuell WM-Führender und Top-Favorit auf den Titel, startet beim Rennen am Sonntag (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online) von Platz fünf. Nach Comeback: Kimmich äußert sich zum Tod seines Vaters Wegen Lennart Karl : Ballack attackiert Bayern-Bosse Hamilton selbst steht nach mehr als drei Jahren und erstmals für den italienischen Traditionsrennstall wieder auf der ersten Startposition. „Das fühlt sich fantastisch an. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, sagte der Brite im Anschluss. Letztmals war er sich im Juli 2023 am Samstag ganz vorn, es ist seine 105. Pole Position. Hinter dem Briten startet Mercedes-Pilot George Russell. Beide Fahrer sind die einzig verbliebenen „Konkurrenten“ für Antonelli. Der Italiener konnte nicht mit der Spitze mithalten und geht als Vierter ins Rennen. Seine Position ist mehr als komfortabel: Im Rennen am Sonntag in Mexiko-Stadt reicht ihm in jedem Fall der neunte Platz zur vorzeitigen Krönung. Hülkenberg auf Rang elf Der Emmericher Nico Hülkenberg startet von Position elf ins Rennen. Der Japaner Ryo Hirakawa, der kurzfristig aus öffentlich ungenannten Gründen das Haas-Cockpit von Esteban Ocon übernommen hatte, belegte Rang 19. „Das Thema WM spielt bei uns in den Gesprächen keine Rolle“, hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Hinblick auf den quasi feststehenden Titel von Antonelli bei Sky: Er habe das „Mindset, dass er den Druck erst gar nicht hochkommen lässt und sich auf die kurzfristige Arbeit.“ Dass Antonelli schon im fünftletzten Saisonrennen den WM-Titel perfekt macht, ist indes kaum noch zu verhindern – und er selbst muss dafür gar nicht mehr viel tun: Wenn weder Hamilton noch Russell gewinnt, dann gehört der Titel ihm. Holt Antonelli selbst mindestens zwei Punkte, dann ist ohnehin alles klar. Der 20-Jährige wäre der mit Abstand jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Der bisherige Rekordhalter Sebastian Vettel war bei seinem ersten Triumph im Jahr 2010 bereits 23.

Hamiltons Pole-Rückkehr vor der möglichen Antonelli-Krönung

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Kimi Antonelli braucht nicht viel, um Weltmeister zu werden. Er startet als Vierter in das mögliche Krönungswochenende. Auf der Pole nach langer Zeit: Lewis Hamilton. Kimi Antonelli kann sich auf die Krönung zum jüngsten Formel-1-Weltmeister vorbereiten. Der 20 Jahre alte Mercedes-Pilot kam in der Qualifikation zum Großen Preis von Mexiko-Stadt zwar nicht über Rang fünf hinaus, startet aber wegen einer Strafe gegen Max Verstappen von Position vier und damit aus der zweiten Reihe. Im Rennen reicht dem Italiener schon Platz neun zum großen Triumph. Hamilton nach über drei Jahren auf der Pole Die Pole für den Grand Prix an diesem Sonntag (21.00 Uhr MEZ/Sky) schnappte sich Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari – die erste für die Scuderia in diesem Jahr, die 105. für den 41 Jahre alten Briten und seine erste seit über drei Jahren. „Das fühlt sich so gut“, sagte er. „Mir fehlen die Worte.“ Auf Platz zwei kam George Russell im zweiten Mercedes – Hamilton und Russell sind die einzigen beiden, die rechnerisch auch noch im WM-Kampf sind. Russell liegt als WM-Zweiter 123 Punkte hinter Antonelli, Hamilton 124. Holt Antonelli aber mindestens zwei Punkte – eben Platz neun – können beide Verfolger den Italiener aber nicht mehr abfangen. Er würde als jüngster Champion Sebastian Vettel ablösen, der 2010 beim ersten seiner am Ende vier Titel über 23 Jahre alt gewesen war. Dritter in der Qualifikation wurde Charles Leclerc im zweiten Ferrari vor Verstappen, der im Red Bull wegen eines Trainingsvorfalls allerdings einen Platz nach hinten in der Startaufstellung strafversetzt wird. Mit dem Eisbeutel auf dem Kopf Bevor es losging, legte sich Antonelli erstmal einen riesigen Eisbeutel auf den Kopf. Cool bleiben – gut 24 Stunden vor der möglichen Krönung. So wie zuletzt auch in Austin. Dort hatte er erst die Pole geholt und dann seinen neunten Saison- und auch Karriere-Sieg gefeiert. „Das ist ein Mindest und vielleicht schon sehr früh gelernt, dass er den Druck gar nicht hochkommen lässt“, sagte Teamchef Toto Wolff im Fahrerlager auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez über die beeindruckende Fokussierung seines neuen Starpiloten. In den Trainings hatte vor allem Ferrari bereits einen starken Eindruck hinterlassen. Antonelli, der am Donnerstag an der Strecke gefehlt hatte, weil er laut des Teams nicht ganz fit gewesen war, war aber immer vorn mit dabei. Rote Flaggen durch Alonso Schon der erste Zeitabschnitt aber wurde zur leichten Nervenprobe. Antonelli hatte noch keine Runde auf Zeit, ehe die Session durch Rote Flaggen gestoppt wurde. Fernando Alonso musste seinen Aston Martin sofort parken – da war er gerade im ehemaligen Baseballstadion Foro Sol. Schnell ging es weiter, Antonelli reihte sich auf Rang neun ein. Viel besser war er auch in der zweiten K.o.-Runde nicht: Nur Platz sieben. Beim ersten Versuch im Kampf der besten Zehn um die Pole fuhr Leclerc auf Platz eins, knapp dahinter mit 45 Tausendstelsekunden Rückstand Verstappen. Antonelli war fast 7 Zehntelsekunden langsamer und nur Siebter. Dann schlug Hamilton zu, Antonelli machte, was nötig war.