Der Hauptstadtklub kann auch im vierten Saisonspiel keinen Sieg einfahren und bleibt im Tabellenkeller stecken. Von einem frühen Schock erholen sich die Berliner nicht mehr. Auch Nürnberg steckt weiter in der Krise. Hertha BSC kommt in der neuen Saison der 2. Bundesliga einfach auf keinen grünen Zweig – und rutscht immer tiefer in die Krise. Am 4. Spieltag kassierten die Berliner eine empfindliche 0:2 (0:1)-Heimpleite gegen die SV Elversberg und warten weiter auf den ersten Sieg der neuen Spielzeit. Younes Ebnoutalib sorgte am Freitagabend mit einem Doppelpack (5., 59.) für den nächsten Schlag, den die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl einstecken musste. Die Hertha bleibt mit nur zwei Punkten aus vier Spielen Vorletzter der Liga. Schlechter ist aktuell nur der 1. FC Nürnberg – der „Club“ bleibt nach einem 0:0 gegen den SC Paderborn und weiter nur einem Punkt aus den ersten vier Partien Schlusslicht der 2. Bundesliga . Hertha BSC – SV Elversberg Startelf-Debütant Ebnoutalib war mit seinem Doppelpack der Mann des Spiels. Bei seinem ersten Treffer nutzte der Elversberger einen Abwehrpatzer von Herthas Marton Dardai und überlistete Keeper Tjark Ernst aus spitzem Winkel. Herthas Linus Gechter musste in der 77. Minute nach seiner zweiten Verwarnung den Platz verlassen. Mit zwei Punkten aus vier Spielen bleiben die Berliner auf einem Abstiegsplatz. Der Großteil der 39.680 Zuschauer quittierte die Berliner Leistung schon nach einer Viertelstunde mit Pfiffen. Offensiv ging gar nichts und bis auf eine Minichance durch Maurice Krattenmacher in der 35. Minute entwickelten die Gastgeber überhaupt keine Torgefahr. Elversberg dominierte und hätte zur Halbzeit höher führen müssen. Lasse Günther scheiterte am Pfosten. Nach der Pause belebte der eingewechselte Sebastian Grönning nur kurzzeitig das Berliner Offensivspiel, die klaren Chancen erspielten sich die Gäste. Günthers Versuch konnte Ernst zunächst noch parieren, bei Ebnoutalibs Schuss aus kurzer Distanz war er chancenlos. 1. FC Nürnberg – SC Paderborn Die Partie vor 30.716 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion entwickelte sich schnell zum engen Schlagabtausch. Beide Mannschaften wechselten sich mit ihren Drangphasen ständig ab und kamen zu Chancen. Nürnbergs Samir Telalović schoss aus kurzer Distanz nur knapp rechts daneben. Paderborn hatte Pech, dass Raphael Obermairs Schuss von Nürnbergs Tim Janisch noch an die Latte gelenkt wurde. Der FCN war gut in der Partie, konnte sich aber gleich doppelt beim Video-Assistenten bedanken. Kurz vor der Pause foulte Janisch Paderborns Luis Engelns im eigenen Strafraum. Der Schiedsrichter entschied zunächst auf Elfmeter und Rot für den Abwehrspieler, nahm nach Intervention des VAR die Entscheidung jedoch wieder zurück, da zuvor ein Paderborner im Abseits gestanden hatte. Nach der Pause traf Steffen Tigges traf sogar zum vermeintlichen Führungstreffer für Paderborn, doch auch schaltete sich der Video-Assistent ein, weil zuvor erneut eine Abseitsposition vorgelegen hatte. Der Mittelstürmer war erst kurz vor Anpfiff in die Startelf gerutscht, nachdem sich Adriano Grimaldi beim Aufwärmen verletzt hatte. Nürnberg spielte in der zweiten Hälfte weiter nach vorn, kam gegen auf Konter lauernde Paderborner aber nicht durch. Die beste Gelegenheit hatte der starke Mohamed Ali Zoma, der aber aus kurzer Distanz scheiterte. Auch die Konter der Paderborner blieben erfolglos.