Nick Woltemade wechselt voraussichtlich zu Newcastle United. Doch was macht den Klub für den Stürmer so attraktiv? Kurz bevor sich das Transferfenster am 1. September schließt, hatten Nick Woltemade und Newcastle United noch eine große Überraschung parat. Der VfB-Stürmer wechselt übereinstimmenden Medienberichten zufolge für eine Summe von bis zu 90 Millionen Euro zu dem Premier-League-Klub. Die Nachricht kommt nur wenige Wochen, nachdem der VfB einem Wechsel Woltemades zum FC Bayern eine Absage erteilt hatte. Der deutsche Rekordmeister und der 23-jährige Nationalstürmer waren sich bereits einig, doch am Ende wollten die Münchner die Ablöseforderungen des VfB nicht erfüllen. Woltemade wechselt zu Newcastle: FC Bayern reagiert und stichelt Chronik eines Dramas: Wie der FC Bayern am Woltemade-Transfer scheiterte Bei Newcastle ist das nun anders. Der VfB bestätigte ein Angebot eines europäischen Klubs am Donnerstagabend. „Die Rahmenbedingungen dieses Angebots haben die Klubverantwortlichen dazu veranlasst, Nick Woltemade vom Trainings- und Spielbetrieb freizustellen, um Gespräche mit dem Interessenten über einen möglichen Wechsel zu führen“, hieß es in der Stellungnahme des Vereins. Doch was macht Newcastle für Woltemade so attraktiv? Newcastle ist finanzstark Newcastle United ist selbst für Premier-League-Verhältnisse ein überaus finanzstarker Klub. Die „Magpies“ werden nämlich vom saudi-arabischen Staatsfonds finanziert, der seit 2021 der Mehrheitseigentümer des Klubs ist. Nur so ist es zu erklären, dass der Klub bereit war, die enormen Ablöseforderungen des VfB zu erfüllen und bis zu 90 Millionen Euro in einen Stürmer zu investieren, der auf internationaler Bühne kaum Erfahrung hat. Für Woltemade selbst bedeutet die Finanzstärke des Klubs dabei sicherlich ein gutes Gehalt. Genaue Vertragsdetails sind bislang nicht durchgesickert, Fakt ist jedoch: Der Offensivakteur wird bei Newcastle deutlich mehr verdienen als die kolportierten 1,9 Millionen Jahresgehalt in Stuttgart. Die vergleichsweise niedrige Summe war bereits in den vergangenen Wochen Thema. Als sich Stuttgart weigerte, Woltemade zu den Bayern abzugeben, kritisierte dessen Berater die Schwaben öffentlich. Ein Kritikpunkt: Woltemade werde von Stuttgart für unverzichtbar erklärt, sein Gehalt spiegele diesen Stellenwert jedoch nicht wider. Die Champions League ruft Beim VfB Stuttgart stieg Woltemade erst in der Rückrunde der vergangenen Saison zum Star auf. In der Hinrunde hatte er hingegen kaum Einsatzzeiten bekommen und war oft nur auf der Bank gesessen. Aus dem Kader für die Champions League strichen die Schwaben den Stürmer sogar komplett. Er wartet also bis heute auf seinen ersten Einsatz in der „Königsklasse“. In Stuttgart hätte er einen solchen Einsatz auch in dieser Saison nicht bekommen, denn der VfB verpasste die Qualifikation für das internationale Geschäft über die Bundesliga . Zwar gewann der Klub den DFB-Pokal, doch der Sieg berechtigt nur zur Teilnahme an der Europa League. Es geht in die beste Liga Die Premier League gilt als die beste Liga der Welt und weist eine enorme Leistungsdichte zwischen den Topklubs auf. Newcastle konkurriert mit Klubs wie dem FC Liverpool , dem FC Arsenal , Manchester City und dem FC Chelsea um die Champions-League-Plätze. Woltemade kann sich bei Newcastle also auf höchstem Niveau messen, was für einen ambitionierten Spieler wie ihn durchaus Priorität genießt. Die WM wirft ihre Schatten voraus Vor allem will sich Woltemade auf dem hohen Niveau in England auch für die Nationalmannschaft empfehlen. Erst im Final Four der Champions League feierte er sein Debüt im Dress der A-Nationalmannschaft. In der Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann möchte er sich nun etablieren. Der Bundestrainer machte bei seinen Nominierungen für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele im September deutlich, dass dafür viel Spielzeit im Verein notwendig ist. Die dürfte Woltemade in Newcastle bekommen, denn mit Alexander Isak hatten die „Magpies“ zwar bislang schon einen Topstürmer, doch dieser liefert sich mit dem Klub bereits seit Wochen einen öffentlichen Streit, da er gerne zum FC Liverpool wechseln möchte. Die Woltemade-Verpflichtung dürfte ein erster Schritt des Klubs sein, um den aufmüpfigen Spieler gehen lassen zu können. Damit hätte der Deutsche kaum Konkurrenz um den Stammplatz in der Sturmspitze – und könnte sich bestens für eine Teilnahme an der WM 2026 empfehlen.