In der Regionalliga verliert der Hallesche FC deutlich in Babelsberg. Neben der Pleite ärgert den HFC-Trainer auch eine äußerst umstrittene Schiedsrichterentscheidung maßlos. Der Hallesche FC kassierte am Mittwochabend ein 1:4 in der Regionalliga Nordost beim SV Babelsberg. Für den größten Ärger im HFC-Lager sorgte im Anschluss jedoch nicht die deutliche Niederlage, sondern eine Szene, in der ein vermeintlich klares Tor für Halle nicht gegeben wurde. Trainer Robert Schröder wurde nach dem Spiel im MDR-Interview deutlich. „Das ist schon eine verdiente Niederlage, aber wenn man die unterschiedlichen Phasen des Spiels sieht, fällt es schwer, ruhig zu bleiben“, sagte der 37-Jährige. Besonders ärgerte ihn eine Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns um Benjamin Strebinger. Im Mittelpunkt stand eine Szene um Serhat Polat. Dessen Treffer zum vermeintlichen 1:1 wurde nicht gegeben, obwohl der Ball klar hinter der Linie war, wie die Fernsehbilder zeigen. Polats Schuss traf eine auf dem Boden liegende Torhalterungsstange hinter dem rechten Pfosten. Von dort sprang die Kugel wieder zurück ins Feld. Auch Assistent Lars Albert erkannte das nicht – für Schröder unverständlich. Halle-Trainer: „Das ist einfachste Physik“ „Alle, bis auf zwei Leute, haben es gesehen. Es ist für mich bodenlos und einfach nicht zu erklären, wie man das nicht sehen kann. Das ist einfachste Physik – ein Ball kann nicht so rausspringen“, sagte ein aufgebrachter Schröder. Der HFC-Coach blieb nicht dabei. „Uns wird mit einer Arroganz entgegengetreten, und selbst dürfen wir keine Emotionen zeigen und müssen ruhig bleiben. Es ist ja nicht das erste Mal passiert“, sagte er und verwies auf frühere Situationen: „Gegen Altglienicke nimmt ein Spieler drei Meter vor dem gleichen Schiedsrichter, der heute das Tor nicht sieht (Lars Albert war damals Hauptschiedsrichter, d. Red.), den Ball mit der abgespreizten Hand weg. Im Hinspiel gegen Chemie Leipzig bekommen wir von dem heutigen Schiedsrichter eine Gelb-Rote Karte, obwohl der Spieler noch nicht mal Gelb hatte. Es ist unerklärlich, eine Katastrophe.“ Für den langjährigen Drittligisten geht es nach der Niederlage um nichts mehr. Acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Lok Leipzig bei noch zwei offenen Spielen ermöglichen es nicht mehr, noch ins Aufstiegsrennen einzusteigen. Ob Schröders Aussagen noch Folgen für ihn oder dem Verein haben, ist offen.