Leipzig lässt St. Pauli keine Chance und schickt den Aufsteiger ins Abstiegsendspiel am letzten Spieltag. Hoffenheim wahrt seine Chancen auf die Champions League. RB Leipzig hat sein letztes Heimspiel dieser Saison mit 2:1 (1:0) gegen den FC St. Pauli gewonnen und sich damit vorzeitig den dritten Tabellenplatz gesichert. Mit dem Erfolg schickten sie die „Kiezkicker“ gleichzeitig ins Abstiegsendspiel am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg . Die beiden Kellerklubs werden darum spielen, wer am Ende den Relegationsrang 16 belegen und dann gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga antreten wird. In den Parallelspielen besiegte unterdessen die TSG 1899 Hoffenheim Werder Bremen mit 1:0. Und der FC Augsburg gewann mit 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach . RB Leipzig – FC St. Pauli Vor 47.800 Fans sowie vor den Augen der früheren und aktuellen Klub-Granden Ralf Rangnick und Jürgen Klopp erlöste Xaver Schlager (45. Minute) die Leipziger Anhänger mit seinem wohl letzten Tor für RB. Der Österreicher wird den Klub verlassen, der sich seit dem Aufstieg vor zehn Jahren nur einmal nicht für einen Europapokal qualifizierte. Abwehrchef Willi Orban (54.) erhöhte – ebenfalls nach einer Ecke. Kurz vor Schluss ließ Abdoulie Ceesay (86.) noch einmal Hamburger Hoffnung aufkommen. RB Leipzig hatte die Mannschaft von 2016 eingeladen, die vor zehn Jahren in die Bundesliga aufgestiegen war. Auch RB-Architekt Rangnick zeigte sich, wurde von dem mit ihm nicht immer auf einer Wellenlänge liegenden Aufsichtsrat Oliver Mintzlaff mit warmen Worten bedacht: „Ralf Rangnick hat den Grundstein gelegt, ihm gebührt besonderer Dank.“ FC Augsburg – Borussia Mönchengladbach Torjäger Michael Gregoritsch lässt den FC Augsburg zum Ende einer turbulenten Saison mit Abstiegskampf und Trainer-Entlassung vom Europacup träumen. Der Österreicher brachte sein Team mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße und schoss den FCA damit zumindest vorübergehend bis auf einen Punkt an Platz sieben heran. Der würde zur Teilnahme an der Conference League berechtigen. Noch rangiert dort der Europa-League-Finalist SC Freiburg , der die Augsburger Hoffnungen mit einem Sieg beim Hamburger SV am Sonntag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei t-online) bereits wieder zunichtemachen kann. Auch Eintracht Frankfurt liegt wegen der klar besseren Tordifferenz vor dem FCA. Gregoritsch (24./72.) mit seinen Saisontoren Nummer fünf und sechs sowie der früh eingewechselte Robin Fellhauer (42.) waren für die überlegene Elf von Manuel Baum erfolgreich. Das Joker-Tor von Giovanni Reyna (90.+2) kam für weitgehend enttäuschende Gäste zu spät. 1899 Hoffenheim – Werder Bremen Das leichte Zittern geht vorerst weiter. Auch nach dem vorletzten Saisonspiel kann Werder Bremen im Abstiegskampf der Bundesliga noch nicht endgültig aufatmen: Nach der Niederlage in Hoffenheim könnte Bremen am letzten Spieltag noch auf den Relegationsplatz 16 zurückfallen – aber nur, falls Wolfsburg am Samstagabend (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei t-online) gegen Meister Bayern München gewinnt. Bazoumana Touré (26.) schoss das Tor für die Hoffenheimer, Werder agierte nach der frühen Roten Karte für Yukinari Sugawara (5.) in Unterzahl. Die TSG hat nach dem Heimsieg weiterhin die Möglichkeit, sich für die Champions League zu qualifizieren. Weil zeitgleich aber Stuttgart gegen Leverkusen gewann, ist Hoffenheim bei diesem Vorhaben am kommenden Samstag in Mönchengladbach auch vom Ergebnis des punktgleichen VfB abhängig, der das deutlich bessere Torverhältnis hat.