Aus disziplinarischen Gründen verzichtet der VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern auf zwei Spieler. Bei einem von ihnen war es schon der zweite Vorfall in dieser Saison. Der VfL Wolfsburg hat mit Mohammed Amoura und Kevin Paredes zwei Profis aus seinem Kader für das Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern gestrichen. Der Grund: Unter der Woche soll es zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Spielern gekommen sein. Trainer Dieter Hecking erklärte beim Pay-TV-Sender Sky: „Es gibt in solchen Situationen keine zwei Meinungen: Die Disziplin muss da sein, und die war nicht da in dem einen Moment im Training.“ Amoura und Paredes „müssen mit der Konsequenz leben“. Worum es bei der Auseinandersetzung genau ging, wollte Hecking „nicht weiter ausführen“. Er stellte aber klar: Mit der Suspendierung sei „das Thema auch schon wieder erledigt“, so der 61-Jährige. Nun werden „die anderen Spieler das heute dementsprechend auffangen“. Zweiter Vorfall in dieser Saison Für Amoura ist es bereits die zweite Verbannung in dieser Saison. Heckings Vorgänger Daniel Bauer hatte den 26-jährigen Algerier bereits im vergangenen Januar vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (0:1) mit einer solchen Disziplinarstrafe gemaßregelt. In der vergangenen Saison hatte sich Amoura zudem eine handfeste Auseinandersetzung mit Joakim Maehle geleistet. Der 26 Jahre alte Angreifer war 2024 von Union Saint-Gilloise aus Belgien gekommen und gilt wegen seiner Schnelligkeit und seines Talents in Wolfsburg in jedem Sommer als lukrativer Verkaufskandidat. Wolfsburg könnte mit einem Überraschungserfolg gegen die Bayern den Relegationsrang 16 in der Bundesliga-Tabelle absichern, nachdem der direkte Konkurrent FC St. Pauli zuvor bei RB Leipzig mit 1:2 verloren hatte. Wolfsburg und St. Pauli (beide 26 Punkte) treffen im Rahmen des letzten Bundesliga-Spieltags am kommenden Samstag direkt in Hamburg aufeinander. Für den deutschen Rekordmeister ist es derweil das erste Spiel nach dem verpassten Einzug ins Finale der Champions League . Der schon feststehende deutsche Meister rotierte im Vergleich zum Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain ordentlich durch und stellte auf sechs Positionen um: Jonas Urbig , Min-jae Kim, Leon Goretzka , Nicolas Jackson, Tom Bischof und Hiroki Itō.