Julia Simon muss nach der Kreditkartenaffäre die nächsten Konsequenzen hinnehmen. Doch sie will kämpfen – und geht gegen die Entscheidung vor. Der Wirbel um Julia Simon reißt nicht ab. Die französische Biathletin muss nach der Kreditkartenaffäre nun auch beruflich einen Rückschlag hinnehmen. Die 29-Jährige wurde scheinbar von ihrem Arbeitgeber, der Zollbehörde, gekündigt. Das bestätigte ein Mitarbeiter dem „Nordic Magazin“. Simon habe die Entscheidung aber nicht akzeptiert und Einspruch gegen ihren Jobverlust abseits der Loipe eingelegt. Biathlon-Ass nach Betrugsskandal: „Niemand wirklich freundlich“ Nach Kreditkarten-Eklat und Sperre: Olympiasiegerin möchte ihre Ruhe Die Biathletin hatte im Jahr 2022 die Kreditkarten ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet sowie einer Physiotherapeutin unbefugt für Einkäufe im Wert von 2.400 Euro verwendet. Zudem entwendete sie kleinere Geldbeträge zwischen 20 und 50 Euro. Im Herbst vergangenen Jahres wurde sie zu Schadensersatz in Höhe von 15.000 Euro sowie einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt. Zu Beginn der Saison war Simon vom französischen Verband gesperrt worden, später kehrte sie aber in den Kader zurück. Bei den Olympischen Spielen in Antholz gehörte sie anschließend zu den erfolgreichsten Athletinnen. Simon gewann Gold im Einzel, mit der Mixed-Staffel und der Staffel sowie Silber im Massenstart. Nach eigener Aussage wollte sie die mediale Aufmerksamkeit rund um den Kreditkartenbetrug hinter sich lassen. Berufliche Zukunft bleibt offen Jetzt die neuen Entwicklungen in der Affäre: Aufgefallen war ihr Ausscheiden beim Zoll bei der Bekanntgabe des französischen Kaders. Hinter Simons Namen fehlte – anders als bei einigen Kollegen – der Hinweis auf die Zollbehörde. Ihre berufliche Zukunft bleibt vorerst unklar. „Die Verwaltung wartet auf die endgültige Entscheidung, über deren Zeitpunkt wir derzeit keine Auskunft geben können“, teilt der Pressedienst der Kommunikationsabteilung der Generaldirektion für Zoll und Verbrauchsteuern dem „Nordic Magazin“ mit.