Die Saison ist zwar vorbei. Jonathan Burkardt blickt zurück und nimmt nach dem letzten Spiel sowohl Trainer als auch Mannschaft in die Pflicht. Jonathan Burkardt hat mit seinen Mitspielern und dem Cheftrainer von Eintracht Frankfurt abgerechnet. Der 25-jährige Offensivspieler griff nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart am letzten Bundesliga-Spieltag der Saison den angezählten Coach Albert Riera an. „Das System, was der Trainer versucht hat spielen zu lassen, hat nicht zur Eintracht gepasst. Die Mannschaft hat es aber auch nicht richtig ausgefüllt“, startete er am ARD-Mikrofon und wurde konkret: „Die Mannschaft hat an erster Stelle versagt.“ Auch Riera sei nicht unschuldig: „Und der Trainer hat auch nicht das herausgeholt, was er sich gewünscht hat. Somit sitzen wir alle in einem Boot.“ Burkardt sei „sehr enttäuscht nach dieser schlechten Saison“. Frankfurt beendete die Spielzeit auf dem achten Tabellenplatz und verpasste damit die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. „Wir sind auch verdient nicht europäisch. Das wird auf jeden Fall noch ein paar Tage weh tun“, so Burkardt. Der Profi kam am Samstagnachmittag in der 60. Minute von der Bank. Die Einwechslung Burkardts wurde von den Fans mit Applaus begleitet. Zwölf Minuten später verwandelte er einen Foulelfmeter, trat in der Nachspielzeit erneut an den Punkt, traf und sicherte der Eintracht das Remis gegen die Schwaben (90. Minute +2). Zuletzt stand Burkardt wegen einer Disziplinarmaßnahme im Fokus. Die „Bild“ hatte berichtet, dass der Angreifer mit einer Strafe von 20.000 Euro sanktioniert wurde, weil er Trainer Riera beim Gastspiel bei Borussia Dortmund (2:3) in der vergangenen Woche beleidigt habe. „Er hat etwas gemacht, das intern bestraft werden musste. Ich habe es mit der Gruppe geklärt, er hat es akzeptiert. Er hat sich entschuldigt. Das ist für mich das Wichtigste“, sagte Riera vor dem Saisonfinale. „Führungsspieler haben Job nicht gut genug gemacht“ Burkardt ging darauf nun ein und erklärte seinen Anti-Riera-Jubel: „Ich habe einen Fehler gemacht letzte Woche nach meinem Jubel. Dafür wurde ich bestraft. Das ist absolut in Ordnung und für mich abgehakt.“ Mit Blick auf die neue Saison forderte Burkardt nun einen Umbruch: „Es muss viel verändert werden an der Mannschaft. Auch die Führungsspieler haben ihren Job nicht gut genug gemacht. Dazu zähle ich mich auch.“ Das Team habe keine Einheit gebildet, „ich weiß nicht, ob es personelle Veränderungen braucht. Um die Mannschaft herum gibt es auch viele Dinge, die verändert werden müssen“, so Burkardt.