WM: Julian Nagelsmann verteidigt DFB-Star Leroy Sané

Leroy Sané ist einer der Spieler, über die in Deutschland am meisten diskutiert wird. Julian Nagelsmann ist positiv, dass er bei der WM eine gute Rolle spielt. Leroy Sané steht trotz anhaltender Kritik im WM-Kader der Nationalmannschaft. Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigte die Nominierung des Offensivspielers bei der Bekanntgabe des Aufgebots in Frankfurt. Sané sei ein Spieler, der „kontrovers diskutiert wird“, sagte Nagelsmann. Das liege auch daran, dass der 30-Jährige manchmal „eine gewisse Ausstrahlung hat“. Der Bundestrainer erklärte aber: Er traue sich zu, Sané so zu kitzeln, „dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen über ihn fallen als negative“. Der Angreifer werde „vielleicht erst mal“ in einer Herausforderer-Rolle in das Turnier starten. Zugleich hob Nagelsmann die Bedeutung Sanés innerhalb der Mannschaft hervor. „Er hat eine extrem hohe Anerkennung innerhalb der Mannschaft“, sagte der DFB-Coach. Auch sportlich sieht er weiter große Qualitäten beim früheren Bayern-Profi, der bei Galatasaray Istanbul in dieser Saison nur selten herausragende Leistungen zeigte. WM : Das ist Deutschlands Kader „Bei uns hat er in den letzten vier Spielen fünf Scorer gesammelt“, sagte Nagelsmann. Diese Quote sei „sehr, sehr gut“. Zudem verfüge Sané „nach wie vor“ über besondere Fähigkeiten auf engem Raum. Gegen tief stehende Gegner könne er „mit seiner Geschwindigkeit, mit seiner Technik im Kombinationsspiel etwas auslösen“. Sané absolvierte bislang 74 Länderspiele für Deutschland und erzielte dabei 16 Tore. Leidtragender der Sané-Entscheidung dürfte unter anderem Saïd El Mala sein. Der Kölner hatte großen Anteil am Klassenerhalt des „Effzeh“, fehlt aber im Kader der Nationalmannschaft für das Mega-Turnier.