Eva Lys führt im Zweitrundenmatch der French Open mit 3:1, dann versagt ihr Körper. Sie reagiert emotional. Mit Tränen in den Augen hat die deutsche Tennisspielerin Eva Lys ihre Zweitrunden-Niederlage bei den French Open erklärt. Die 24-Jährige verlor gegen die Rumänin Sorana Cirstea mit 3:6, 0:6 – und machte dafür ihre rheumatische Autoimmunerkrankung verantwortlich. Bei Temperaturen von über 30 Grad in Paris hatte Lys zunächst mit 3:1 geführt. Beim Stand von 3:2 zog es ihr beim Sprint zu einem kurzen Ball in den Rücken – danach gewann sie kein Spiel mehr. Auf der Pressekonferenz erklärte Lys: „Im ersten Satz bei 3:2 bin ich zu einem kurzen Ball gelaufen – und da hat es mir echt reingezogen. Ich war heute leider an meinem Limit.“ Ihre Erkrankung wollte sie dabei nicht als Entschuldigung verstanden wissen. Lys sagte: „Ich habe durch mein Rheuma immer wieder einfach Rückenprobleme, die ich auch die letzten Wochen ein bisschen mitgeschleppt habe. Und es gibt einfach Tage, an denen es einfach nicht geht.“ Sie wolle die Krankheit aber „nicht als Ausrede“ sehen, „und ohne jetzt böse zu klingen: Ich brauche kein Mitleid.“ Das Verpassen der dritten Runde schmerze sie dennoch. „Gerade bei großen Turnieren ist es halt scheiße.“ Als einzige verbliebene deutsche Einzelspielerin steht Tamara Korpatsch im Turnier. Die 31-Jährige besiegte die Chinesin Wang Xinyu mit 6:2, 2:6, 6:3. In der dritten Runde trifft sie auf die an Nummer sieben gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina.