Die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste scheidet bei den French Open bereits in der zweiten Runde aus. Der Verlauf seines Matches ist denkbar dramatisch. Jannik Sinner ist bei den French Open überraschend früh gescheitert. Der Topfavorit musste sich in seinem Zweitrundenmatch dem Argentinier Juan Manuel Cerúndolo mit 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6 geschlagen geben. Der Italiener sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus, dominierte die ersten beiden Sätze und führte auch im dritten Satz mit 5:1. Dann aber nahm der Nachmittag eine für ihn dramatische Wendung. Bei 33 Grad im Schatten machte Sinner die Hitze zunehmend zu schaffen. Der Topfavorit suchte wiederholt den spärlichen Schatten auf dem Court Philippe-Chatrier, gab ein eigenes Aufschlagspiel ohne Punktgewinn ab und musste schließlich eine medizinische Pause nehmen. Dabei gab er an, dass ihm „schwindelig“ sei. In der Folge fand die Nummer eins der Weltrangliste nicht mehr zu seinem Spiel, stattdessen gewann Cerúndolo den dritten Satz. Der Argentinier übernahm die Kontrolle und sicherte sich dank zweier weiterer, deutlicher Satzgewinne schließlich den überraschenden Sieg. Sinner kämpfte zwar verbissen, hatte aber nichts mehr entgegenzusetzen. Im vierten Satz musste er sich sogar beinahe auf dem Court übergeben. Sinners Ausscheiden erhöht Zverevs Chancen Sinner hatte in den vergangenen Jahren immer wieder bei hohen Temperaturen mit seinem Körper zu kämpfen. Durch die Niederlage gegen Cerúndolo geht für den Ersten der Weltrangliste eine Serie von 30 Siegen am Stück zu Ende. Der Italiener war als absoluter Topfavorit auf den Titel nach Paris gereist. 2025 bremste ihn erst Carlos Alcaraz in einem epischen Finale aus – der Spanier fehlt in diesem Jahr verletzungsbedingt, was Sinners Chancen im Vorfeld noch einmal vergrößert hatte. Das Aus des Superstars erhöht unterdessen die Chancen von Alexander Zverev , seinen ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen.