French Open im Liveticker: Alexander Zverev muss gegen Außenseiter ran

Deutschlands bester Tennisspieler will bei Roland-Garros ins Viertelfinale einziehen. Dazu muss er aber erst einmal einen gefährlichen „Lucky Loser“ schlagen. Bleibt der Titeltraum des Hamburgers am Leben? Tennisstar Alexander Zverev spielt am Sonntag gegen einen niederländischen Außenseiter um den Viertelfinal-Einzug bei den French Open in Paris. Der 29 Jahre alte Hamburger trifft auf Jesper de Jong, der in der Qualifikation eigentlich schon gescheitert war. Doch als sogenannter Lucky Loser bekam er doch noch ein Startplatz im Hauptfeld, wo er mit starken Auftritten überzeugte. Zverev ist dennoch der klare Favorit. Klappt es mit der Runde der letzten Acht? Verfolgen Sie das Match hier live im Ticker. +++ Hier aktualisieren +++ Jesper de Jong – Alexander Zverev 3:1 1. Satz, 3:1 – Der Deutsche merkt, dass er mehr tun muss, um ins Match zukommen. Er kommt nach dem Aufschlag nach vorn und schließt am Netz ab. Aber erneut ist er mit einer Vorhand zu lang. Sein unerzwungener Fehler Nummer acht. Viel zu viel zu diesem Zeitpunkt des Matches. Immerhin legt er dann einen Service-Winner nach. Und darauf sitzt dann endlich auch mal ein Vorhand-Cross. De Jong bleibt aber dran, forciert einen weiteren Fehler des Weltranglistendritten. Der setzt dann eine Rückhand auf die Linie, de Jong erreicht ihn noch – und dann tauschen beide am Netz Volleys aus – mit besserem Ausgang für den Niederländer, der ihn zu einem Volley ins Aus zwingt. Es geht über Gleichstand. Auch hier sitzt wieder der Aufschlag noch gar nicht bei Zverev, er tut sich merklich schwer. Ein Netzroller fällt günstig für de Jong, der den Ball zurückbringt – und wieder: Ein Vorhand-Fehler von Zverev. Mit einem weiteren Service-Winner stellt er dann aber doch auf Vorteil – und schließt mit dem ersten Ass der Partie ab. Das wird ihm gut tun – hoffentlich. 1. Satz, 3:0 – Zverev hat noch überhaupt nicht die richtige Länge in seinen Schlägen. Erneut landet er mit einer Vorhand im Aus, bereits sein fünfter unerzwungener Fehler in diesem Match. De Jong spielt das sauber runter. Er leistet sich dann zwar den ersten Doppelfehler der Partie, forciert dann aber den nächsten Fehler bei Zverev. Ein Raunen geht durchs Publikum. 0:3 hinten – das war so schnell nicht zu erwarten. 1. Satz, 2:0 – Break für Jesper de Jong. Die erste längere Rally dieses Matches geht an den Niederländer. Wieder lockt er Zverev etwas nach vorn, der will mit einem eigenen Stopp kontern, landet aber nur im Netz. De Jong bewegt sich in dieser Frühphase etwas besser. Gegen einen Vorhand-Cross seines Gegners kann er trotzdem nichts ausrichten. Dann legt Zverev einen Rückhand-Cross nach. Hat beim nächsten Ballwechsel aber fast schon zu viel Zeit, zu überlegen – und legt eine Vorhand weit ins Seitenaus. De Jong macht das wirklich gut, kommt nach vorn, macht wieder Druck – und hat nach dem nächsten Vorhand-Fehler von Zverev direkt Breakball. Den wehrt der Deutsche mit einem Service-Winner ab. Leistet sich dann aber den nächsten Vorhand-Fehler, dieser Schlag sitzt noch überhaupt nicht bei ihm. Beim nächsten Breakball für de Jong muss er auch noch über den zweiten Aufschlag – und gibt seinen Service tatsächlich ab, ist mit der nächsten Vorhand zu lang. 1. Satz, 1:0 – De Jong schlägt zuerst auf. Und macht gleich Druck. Mit einem Cross forciert er einen Rückhand-Fehler von Zverev, erläuft dann einen Stopp und schließt am Netz per Vorhand-Longline ab. Zverev versucht, zu variieren, erwischt ihn mit einer Vorhand auf dem falschen Fuß. Dann aber streut de Jong selbst einen feinen Stopp ein. Dann trifft Zverev seinen Vorhand-Longline unsauber – und liegt erst einmal hinten. Vor dem Match – Beide Spieler sind jetzt auf dem Feld, Zverev wird mit warmem Applaus empfangen. Gleich spielen sich beide noch etwas ein, dann geht es los. Vor dem Match – Immerhin: Zverev hat gegen die Turnier-Überraschung eine positive Bilanz. Die bisherigen zwei Aufeinandertreffen konnte der Hamburger gewinnen. 2024 beim Masters in seiner Heimatstadt gewann er 6:2, 6:2, im vergangenen Jahr dann hier bei den French Open gab es ein 3:6, 6:1, 6:2, 6:3 in der zweiten Runde. Vor dem Match – Der viermalige Grand-Slam-Sieger Jim Courier sieht bei Zverev noch Luft nach oben. „Ich fand, dass Sascha über weite Strecken des Spiels wirklich gut aussah, doch dann begann er in einigen entscheidenden Momenten, sich zurückzuhalten und weniger aggressiv zu spielen“, sagte der Eurosport-Experte über Zverevs Erfolg in der dritten Runde gegen den Franzosen Quentin Halys: „Das sind die Tendenzen, an deren Überwindung er dieses Jahr so hart gearbeitet hat. Aber sie sind immer noch da. Sie werden ihm weiterhin Probleme bereiten, und er wird weiter daran arbeiten müssen.“