Italien hat mehr Top-Tennisspieler als nur Jannik Sinner. Das beweisen aktuell auch Flavio Cobolli und Matteo Berrettini bei den French Open – auch wenn einer von beiden mit den Nerven kämpft. Nach dem dramatischen Aus von Topfavorit Jannik Sinner halten Flavio Cobolli und Matteo Berrettini die Hoffnungen der Italiener auf einen Tennis-Triumph bei den French Open am Leben. Der 24-Jährige setzte sich gegen den US-Amerikaner Zachary Svajda mit 6:2, 6:3, 6:7 (3:7), 7:6 (7:5) durch und erreichte das Viertelfinale. Am Ende hatte er aber mit den Nerven zu kämpfen. „Ich habe mir fast in die Hosen gemacht“, sagte Cobolli beim Siegerinterview auf dem Court Philippe Chatrier lächelnd. Trotz einer 5:1-Führung hätte er den vierten Satz fast noch verloren. „Ich bin glücklich, aber immer noch nervös. Ich muss mich ein bisschen erholen.“ Erst ein Satzverlust für Cobolli Berrettini zeigte sich im Achtelfinale nervenstärker und siegte auch dank zwei gewonnener Tiebreaks gegen den Argentinier Juan Manuel Cerundolo mit 6:3, 7:6 (7:2), 7:6 (8:6). Cobolli hat – genau wie der Hamburger Alexander Zverev – im Turnierverlauf erst einen Satz verloren und starke Leistungen gezeigt. Der Finalist des Sandplatzturniers von München trifft im Viertelfinale auf Felix Auger-Aliassime. Der an Nummer vier gesetzte Kanadier setzte sich mit 6:3, 7:5, 6:1 klar gegen Alejandro Tabilo aus Chile durch.