Zur WM 2026 greifen Fans für das Trikot tief in die Tasche. Eine Analyse zeigt extreme Preisunterschiede – vom Schnäppchen bis zum Premium-Jersey. In Kürze beginnt die Fußball-WM 2026 . Für viele Fans gehört das Trikot der Lieblingsmannschaft zur persönlichen Ausstattung dazu. Doch wer sich auf die Suche nach dem offiziellen Jersey macht, erlebt an der Kasse oft eine Überraschung: Rund 104 Euro kostet ein WM-Trikot im Durchschnitt. Eine aktuelle Analyse der University of Europe for Applied Sciences (UE) hat die offiziellen Verkaufspreise der Heim- und Auswärtstrikots aller 48 qualifizierten Nationalmannschaften untersucht. Das Ergebnis zeigt: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Trikot liegen knapp 128 Euro. Zur WM : Zoll und Verbraucherschützer warnen vor Trikot-Fälschungen Aktion wird verlängert: Check24 verschenkt eine Million weitere WM-Trikots Von 32 bis 160 Euro: So groß ist die Preisspanne Wer ein offizielles WM-Trikot kaufen möchte, sollte zunächst wissen: Die Preise variieren erheblich – je nach Hersteller, Nationalmannschaft und Trikotversion. Das günstigste Modell der Analyse kommt vom Hersteller Kelme und wird für Jordanien produziert: Es ist bereits für rund 32 Euro zu haben. Auch die Trikots von Paraguay (51 Euro) und der Demokratischen Republik Kongo (rund 57 Euro) liegen deutlich unter dem globalen Durchschnitt. Am oberen Ende der Preisskala bewegen sich die Trikots der großen Sportmarken. Bei den sogenannten Replica-Versionen – also den klassischen Fantrikots – verlangt Nike im Schnitt rund 109,99 Euro, Adidas liegt bei etwa 100 Euro, Puma knapp darunter bei 99,95 Euro. Replica oder Authentic – was ist der Unterschied? Wer noch tiefer in die Tasche greifen möchte, landet bei den sogenannten Authentic-Trikots. Diese sind teurer, aber optisch kaum von der Replica-Version zu unterscheiden. Der wesentliche Unterschied liegt im Schnitt und in der Verarbeitung: Authentic-Modelle sind körperbetont geschnitten und werden von den Spielerinnen und Spielern im Profibereich getragen. Replica-Versionen hingegen haben eine normale Passform und sind etwas weniger hochwertig verarbeitet – für den Alltag auf der Tribüne oder dem Sofa aber völlig ausreichend. Der Preisaufschlag für die Profiversion ist beträchtlich: Authentic-Modelle von Nike kosten im Schnitt 159,99 Euro, Adidas verlangt rund 150 Euro, Puma bewegt sich bei etwa 149,95 Euro. Wer also nicht unbedingt dasselbe Trikot wie die Profis tragen muss, spart mit der Replica-Version zwischen 50 und 60 Euro. Darum sind einige Trikots so teuer Die Auswahl an Herstellern ist auf den ersten Blick groß, in der Praxis aber überschaubar. Nike, Adidas und Puma statten zusammen mehr als drei Viertel aller 48 qualifizierten WM-Teams aus. Adidas ist mit 14 Teams der meistvertretene Ausrüster, gefolgt von Nike mit zwölf und Puma mit elf Teams. Die restlichen Mannschaften tragen Trikots von kleineren Herstellern wie Marathon, Kelme, Umbro, Kappa, Capelli, Saeta oder Reebok und zahlen dafür in der Regel deutlich weniger. Aber warum sind manche Trikots so günstig und andere so teuer? Die Antwort liegt nicht in der Produktion, sondern in der Markenstrategie. „Große Ausrüster wie Nike und Adidas kalkulieren gezielt mit der globalen Strahlkraft einzelner Teams und deren Fanbasis: Sie wissen, dass die Zahlungsbereitschaft bei Top-Nationen höher ist“, sagt Gerald Fritz, Professor für Sportmanagement an der University of Europe for Applied Sciences. Für die Marken ist die WM damit nicht nur ein sportliches, sondern auch ein kommerzielles Schaufenster – und die Fans zahlen den Preis dafür.