French Open: Nächste Sensation – Sabalenka scheitert im Viertelfinale

In der Runde der letzten Acht erlebt die letztjährige Finalistin mit zunehmendem Spielverlauf ein Debakel gegen eine Turnierüberraschung. Am Ende verzweifelt sie. Die French Open 2026 haben ihren nächsten Paukenschlag erlebt: Die Weltranglistenerste und Top-Favoritin Aryna Sabalenka ist überraschend im Viertelfinale ausgeschieden. Gegen die Russin Diana Shnaider verlor die letztjährige Finalistin am Mittwoch 6:3, 5:7, 0:6. „Ich bin sprachlos, sehr glücklich. Ich war sehr nervös“, sagte Schnaider danach. „Es ist ein sehr besonderer Sieg.“ Sabalenka, die im Vorjahr das Finale in Paris gegen die US-Amerikanerin Coco Gauff verloren hatte, dominierte zunächst und lag schnell 5:1 im ersten Satz vorne. Doch bei windigen Bedingungen auf dem Court Philippe-Chatrier, immer wieder wurde der Sand aufgewirbelt, streuten sich immer mehr Fehler in das Spiel der Favoritin ein. Dennoch sicherte sie sich den ersten Durchgang. Sabalenkas Selbstverständlichkeit war weg Sabalenka haderte aber nun immer häufiger, die Selbstverständlichkeit war weg – und Schnaider drehte auf. Die Russin stemmte sich gegen die drohende Niederlage und erzwang den Entscheidungssatz. Dort zog sie Sabalenka, die nun völlig von der Rolle war und sichtbar am Rande der Verzweiflung stand, endgültig den Zahn und gewann nach 2:12 Stunden Spielzeit. Schnaider, die vom deutschen Trainer Sascha Bajin betreut wird, zog damit erstmals bei einem Grand Slam in ein Halbfinale ein. Dort wartet am Donnerstag nun die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska, die zuvor ihren sensationellen Lauf durch den 7:6 (7:3), 6:3-Viertelfinalerfolg gegen die Russin Anna Kalinskaja fortgesetzt hatte. Die 24-Jährige stellte damit das beste Ergebnis einer Qualifikantin seit Beginn des Profitennis 1968 ein, zuletzt hatte die Argentinierin Nadia Podoroska das Kunststück im Jahr 2020 geschafft. „Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was gerade passiert“, sagte Chwalinska ungläubig: „Jedes einzelne Spiel hier ist irgendwie verrückt für mich. Ich bin sehr dankbar.“