FC Bayern: Kimmich enthüllt Abschiedsgedanken und PSG-Verhandlungen

Die Wertschätzung im Verein spielte eine entscheidende Rolle für Joshua Kimmichs Zukunft in München. So knapp stand er vor einem Wechsel. Joshua Kimmich hat sich zu seinen Abschiedsgedanken beim FC Bayern geäußert. „Der Support des Vereins war nicht so da, wie man sich das erhofft oder wünscht“, erklärt Kimmich in der ZDF-Dokumentation „Kapitän Kimmich“, die ab dem 9. Juni in der ZDF-Mediathek zu sehen ist. „Ich hatte das Gefühl, dass die Bayern sehr offen sind, mich abzugeben. Das trägt nicht dazu bei, dass die Bindung zwischen Verein und Spieler größer wird.“ Wechselhammer um DFB-Star? Thomas Müller wird deutlich Historisches Debüt geplatzt? WM-Schiedsrichter wird Einreise in die USA verweigert Es kam zum Gespräch zwischen Kimmich und Bayerns Sportvorstand Max Eberl . „Wenn du weg möchtest, dann bist du zum Verkauf, dann ist das möglich“, bestätigte Eberl damals Kimmichs Gefühl. Im Sommer 2024 wurde der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft mit einem Bayern-Ende in Verbindung gebracht. „Stand jetzt weiß ich nicht, was passieren sollte, dass ich hier verlängern würde“, sagte Kimmich vor zwei Jahren in der Dokumentation. „Ich will es nicht zu 100 Prozent ausschließen, aber zu 95 Prozent sehe ich es nicht kommen, dass ich hier verlängere.“ „Das Finanzielle war krass“ Zeitgleich zeigte Paris Saint-Germain Interesse am Mittelfeldstrategen . „Mit Paris war ein Verein da, der sich sehr committet hat. Einer, den ich auch gar nicht so auf dem Zettel hatte“, gibt Kimmich nun Einblicke. Er habe sich mit Sportdirektor Luís Campos und Trainer Luis Enrique ausgetauscht. „Wenn das Interesse groß ist, und ich muss sagen, die haben das wirklich gut gemacht und einem echt den Eindruck vermittelt, dass sie einen wirklich haben wollen, dann ist das schon so, dass man sich damit beschäftigt“, so Kimmich. Ein Wechsel im Sommer platzte allerdings. Wenige Monate später, im Winter 2025, versuchte es PSG erneut. Sportdirektor Campos besuchte Kimmich in München. „Das hat mich schon gecatcht. Ich sollte da ein wichtiges Puzzlestück sein als ein Spieler mit etwas mehr Erfahrung. Und das macht dann schon was mit einem“, offenbart er. Kimmichs Frau Lina, die Campos und Trainer Enrique am PSG-Trainingsgelände getroffen hatte, kommt in der Dokumentation ebenfalls zu Wort. Sie erzählt, dass das Paar sich sogar Schulen und Wohngegenden in Paris angesehen hätte. Der Champions-League-Sieger habe Kimmich schließlich ein erstes Angebot unterbreitet: „Das Finanzielle war krass. Wirklich. Sehr, sehr krass, muss ich sagen. Ich wollte das aber nicht zum Ausschlaggebenden machen“, beteuert Kimmich. Stattdessen rückte Bayerns Trainer Vincent Kompany , der den Klub im Sommer 2024 übernimmt, in den Fokus. „Ich habe noch nie so ein großes Vertrauen gespürt wie jetzt“, so Kimmich. Die Entscheidung, in München zu bleiben, traf er auch aus privaten Gründen. „Es ist nicht so, dass ich Single bin und nur für meine Karriere entscheiden kann.“ Am Ende der Dokumentation sagt Kimmich: „Es war richtig, dass ich bei den Bayern verlängert habe“ – ausgerechnet nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain im Mai dieser Saison.