WM-Auftakt: Mexikaner randalieren vor WM-Stadion

Zum Auftakt der WM blickt die ganze Welt auf Mexiko. Vor dem Aztekenstadion in Mexiko-Stadt kam es zu Ausschreitungen. Protestierende Lehrer und die Angehörigen von Vermissten haben zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in verschiedenen Regionen Mexikos für ihre Anliegen demonstriert. Direkt vor Tor 8 des Aztekenstadions in Mexiko-Stadt kam es während der Eröffnungsfeier auch zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten jungen Demonstranten und der Polizei. Laut der „New York Times“ sollen allein in der Hauptstadt Mexikos insgesamt 18.000 Menschen an den Demonstrationen teilgenommen haben. WM 2026: Alle Nachrichten im Newsblog Drei Rote Karten: Mexiko siegt zum Auftakt Davon sollen 100 Demonstranten während des Spiels vor dem Stadion randaliert haben. Demnach sollen gewalttätige Protestler die Polizei mit Steinen und Stöcken angegriffen und Zäune niedergerissen haben. Sie konnten allerdings durch den Einsatz von Tränengas aus dem Umfeld des Stadions vertrieben werden. Angehörige von Vermissten forderten indes bei einem friedlichen Protestmarsch in der Haupstadt schnellere Ermittlungen und Gerechtigkeit für ihre Familienmitglieder. In Mexiko gelten rund 130.000 Menschen als vermisst, viele von ihnen dürften Opfer der organisierten Kriminalität geworden sein. Proteste in anderen Landesteilen Im Bundesstaat Chiapas im Süden des Landes strandeten Dutzende Passagiere, weil protestierende Lehrer Teile des internationalen Flughafens nahe der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutiérrez besetzt hatten, wie der Fernsehsender Milenio TV berichtete. Im Bundesstaat Oaxaca übernahmen CNTE-Mitglieder die Kontrolle über Mautstationen und ein Logistikzentrum des staatlichen Erdölkonzerns Pemex. Im Bundesstaat Guerrero demonstrierten die protestierenden Lehrer auf verschiedenen Landstraßen der Region und kündigten die Blockade von Banken in der Hauptstadt Chilpancingo an. In Tijuana im Norden des Landes blockierten Demonstranten die Zufahrt zum Grenzübergang Otay zu den USA.