Die Trinkpausen in allen WM-Spielen sorgen weiter für Gesprächsstoff. In Toronto wurde jetzt bei Regen und kühlen Temperaturen die Partie unterbrochen. Buhrufe in Toronto : Die umstrittenen Trinkpausen bei der Fußball-WM sorgen weiter für Gesprächsstoff. Auch beim Spiel zwischen Ghana und Panama (1:0) gab es wie vom Weltverband FIFA vorgeschrieben in beiden Halbzeiten jeweils eine „hydration break“ – trotz einer Temperatur von nur 19 Grad und Dauerregen in der kanadischen Metropole. Die Fans quittierten die Spielunterbrechung jeweils mit Buhrufen. Die verpflichtenden Trinkpausen sind wegen der teils großen Hitze beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada offiziell als Schutzmaßnahme für die Spieler gedacht. Doch viele Fans haben den Verdacht, dass sie auch einen wirtschaftlichen Hintergrund haben. Denn die übertragenden Sender zeigen in den jeweils drei Minuten natürlich gerne Werbung. WM 2026: Alle Informationen im Newsblog Weltmeister von 1994: Nationaltrainer im Krankenhaus Die Pausen finden immer statt – unabhängig von der Hitze am Spielort, oder ob die Arena etwa geschlossen ist und klimatisiert wird. Außerdem verändern sie den Charakter des Spiels, für die Trainer sind sie willkommene Auszeiten, um neue taktische Anweisungen zu geben. Auch viele Spieler sehen die Unterbrechungen kritisch. „Ich habe fast alle Spiele bis heute gesehen. Jedes Mal gehen wir in die Werbung – das gefällt mir nicht wirklich. Die Trinkpause ist auch eine Werbepause. Das ist nicht mein Ding“, sagte Abwehr-Star Virgil van Dijk (Niederlande): „Für die neutralen Zuschauer vor dem Fernseher ist das auch nicht gut“. Bei extremer Hitze sei die Trinkpause hingegen sinnvoll: „Wenn es wirklich heiß ist, kann man darüber reden. Aber meiner Meinung nach muss man jedes Spiel einzeln betrachten.“