Vor dem letzten Spieltag in der Gruppe G stand Belgien unter großem Druck. Gegen Neuseeland spielte der zuvor stockende Angriff wie entfesselt auf. Nach zwei Remis in den ersten beiden Gruppenspielen ist Belgien seiner Favoritenrolle in Gruppe G am Ende doch gerecht geworden. Beim souveränen 5:1 (1:0) gegen Neuseeland zeigte die zuvor lahmende Offensive ihr Potenzial und spielte zahlreiche Chancen heraus. Durch das zeitgleiche Remis von Ägypten gegen Iran sicherten sich die „Roten Teufel“ aufgrund der besseren Tordifferenz Platz eins. Leandro Trossard (28. Minute/ 50.), Kevin De Bruyne (67.), Romelu Lukaku (85.) und Alexis Saelemaekers trafen für die Belgier. Den Ehrentreffer für die Neuseeländer erzielte Elijah Just (84.). Im Sechzehntelfinale trifft Belgien nach aktuellem Stand auf Südkorea, Neuseeland ist ausgeschieden. So lief das Spiel Belgien drückte die Neuseeländer von Beginn an mit viel Ballbesitz tief in die Defensive, Trossard (11.) hatte früh die Führung auf dem Fuß. Jedoch landete sein Abschluss am Innenpfosten, von wo der Ball die Linie entlang rollte bis er von Neuseeland geklärt werden konnte. Ein Weckruf für den Außenseiter? Nein. Belgien gab den „All Whites“ auch in der Folge keine Luft zum Atmen, die Führung durch Trossard nach einer knappen halben Stunde war bereits überfällig. Erst danach wagte sich Neuseeland gezwungenermaßen aus der Deckung, wirklich gefährlich wurde es dabei jedoch nicht – anders als auf der Gegenseite. Einen Ball nach dem anderen spielten die Belgier in den Rücken der neuseeländischen Abwehr, die damit überhaupt nicht zurechtkam und zudem Glück hatte, dass sowohl De Bruyne (42.) als auch De Ketelaere (43.) ihre Großchancen ungenutzt ließen. 15:0 Torschüsse sprachen nach der ersten Halbzeit eine deutliche Sprache Und es wurde nicht besser. Denn anders als noch vor der Pause zeigten sich die Belgier zu Beginn des zweiten Durchgangs eiskalt. Trossards erster Abschluss wurde noch von Mitspieler Hans Vanaken geblockt, den Abpraller ließ sich der 31-Jährige dann aber nicht nehmen. Neuseeland musste nun das Risiko erhöhen, den Belgiern boten sich so riesige Räume. Einen davon nutzte De Bruyne per Distanzschuss zur Entscheidung. Die belgischen Joker Lukaku und Saelemaekers sicherten dann noch den Gruppensieg.