Lange steht es Unentschieden zwischen Ägypten und Iran im letzten Spiel der Gruppe G. Iran gibt sich erst zufrieden und drückt erst in der Nachspielzeit. Jetzt heißt es zittern, während Ägypten weiter ist. Ägypten und der Iran trennen sich im letzten WM-Gruppenspiel 1:1 (1:1). Die Ägypter stehen als Gruppenzweiter im Sechzehntelfinale auf Australien. Weil im Parallelspiel Belgien gegen Neuseeland mit vier Toren Abstand gewann, zogen die Belgier noch am Team von Mohamed Salah vorbei. Der Iran hingegen hat drei Punkte und eine ausgeglichene Tordifferenz und hofft, als einer der acht besten Gruppendritten in die K.o.-Runde einzuziehen. Ägypten erwischte einen Top-Start, traf bereits in der fünften Minute durch Mahmoud Saber. Der Iran drehte danach jedoch auf, erhielt nur fünf Minuten später einen Elfmeter. Mehdi Taremi verschoss allerdings. Nur fünf Minuten später glich Ramin Rezaeian letztlich doch aus. Ägypten wirkte bemühter, die Iraner hingegen gaben sich lange mit dem Unentschieden zufrieden. Erst in der Schlussphase drückten sie und wollten mit einem Sieg das sichere Weiterkommen erreichen. ein Tor von Shojae Khalilzadeh zählte wegen Abseits aber nicht. So lief das Spiel Um das Spiel gibt es seit mehreren Monaten großen Wirbel. Die lokalen Organisatoren hatten schon vor der WM-Auslosung entschieden, die Partie im Rahmen des an diesem Wochenende stattfindenden „Pride Fest“ als „Pride Match“ auszurufen. Der Iran und Ägypten sind weit davon entfernt, die Werte des „Pride Fest“ der LGBTQI+-Gemeinschaft zu teilen. Beide Nationen protestierten gegen das Label – erfolglos. Im Stadion und rund um die Arena war vom „Pride Match“ trotzdem nicht so viel zu sehen. Einige Fans trugen Regenbogenfahnen, waren bunt geschminkt. Dass sich der Weltverband Fifa selbst nicht an Aktionen unter dem Pride-Motto beteiligen würde, war ohnehin klar gewesen. Fernduell um Platz eins in Gruppe G: Belgien holt sich dank fulminanter Offensive Platz eins Immer noch ohne Gegentor: Spanien schickt Uruguay nach Hause und ist weiter Mehr machte sich die politische Lage bemerkbar. Bei der iranischen Hymne waren im Stadion auch Pfiffe zu hören. Rund um die Spielstätte demonstrierten Menschen unter anderem für einen „Regimewechsel im Iran“, für Frieden dort und gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump . Mitunter wurde es dabei hitzig. Auch das politische Verhältnis zwischen dem Iran und Ägypten ist kompliziert, auch wenn es sich zuletzt verbesserte. Auch auf dem Spielfeld ging es gleich emotional zur Sache. Ägypten nutzte seine erste Chance zur Führung. Iran-Torwart Alireza Beiranvand klärte zunächst nur unzureichend und wurde dann von Saber auch noch getunnelt. Der Iran hätte geschockt sein können, reagierte jedoch stark auf den frühen Rückschlag. Zunächst scheiterte Taremi vom Elfmeterpunkt noch an Schobeir. Dann ließ Rezaeian die iranischen Fans jubeln. Nachdem Schobeir einen Schuss zunächst noch pariert hatte, traf der 36-Jährige aus ganz spitzem Winkel. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften hatten Abschlüsse. Immer wieder gab es aber auch Verletzungsunterbrechungen und störten den Spielfluss. Nach knapp einer Stunde nahm Ägyptens-Coach Hossam Hassan Offensivmann Salah vom Feld, der dabei nicht glücklich wirkte. Tore bekamen die 66.925 Zuschauer im Stadion keine mehr zu sehen – dramatisch wurde es trotzdem, weil ein Treffer von Shojae Khalilzadeh (90.+3) für den Iran wegen Abseits nicht zählte und das Team bei zwei Latten-Treffern Pech hatte.