Havertz verspricht WM-«Startschuss» mit Wirtz und Musiala

Wenn Deutschland bei der WM noch länger dabei sein will, dann muss das Offensiv-Trio Havertz, Wirtz, Musiala in der K.o.-Phase zünden. Der Älteste sagt, was gegen Paraguay passieren muss. Fußball-Nationalspieler Kai Havertz sieht sich und seine Offensivkollegen Jamal Musiala und Florian Wirtz zum Start in die K.-o.-Phase der Fußball-WM besonders in der Pflicht stehend. Das Trio ist gefordert, den viermaligen Weltmeister Deutschland heute (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Paraguay ins Achtelfinale zu schießen. „Wir gehen in das Spiel rein mit der vollsten Überzeugung. Ich bin davon überzeugt, dass wir einen Startschuss geben, um offensiv erfolgreich zu sein“, versprach Havertz (27) auch stellvertretend für die jeweils 23 Jahre alten Musiala und Wirtz. „Wir packen uns auch selbst an die Nase“ „Wir sprechen viel darüber, was besser laufen kann, was wir besser machen müssen. Dass wir drei da vorn unser volles Potenzial noch nicht zu hundert Prozent ausgeschöpft haben, das wissen wir selbst“, sagte der mit 24 Länderspieltoren erfolgreichste Akteur im WM-Kader . „Da packen wir uns auch selbst an die Nase“, fügte Havertz hinzu. Der 61-malige Nationalspieler hatte zum Auftakt beim 7:1 gegen Curaçao doppelt getroffen, Musiala einmal. Bei Wirtz stehen zwei Torvorlagen zu Buche. Deniz Undav , der wohl auch gegen Paraguay wieder von der Bank kommen soll, kommt dagegen als Joker alleine auf drei Tore und zwei Assists. Havertz äußerte sich auch zu der rasant zunehmenden Kritik der vielen Fußball-Experten in der Heimat: „Es ist generell einfach, auf uns von außen einzuhauen. Das interessiert mich null.“ Dass jetzt auch Englands Stürmer-Legende und TV-Kritiker Gary Lineker die deutsche Elf herabwürdigte, kommentierte der in England spielende Arsenal-Profi spitz. „Wir haben schon viele Experten in unserem eigenen Land.“ Da wolle er nicht auch noch über Experten-Meinungen anderer nachdenken müssen. Havertz warb zudem um mehr Geduld für Musiala, Wirtz und sich. Man kenne sich zwar jetzt lange in der DFB-Elf . „Aber natürlich dauert es eine kleine Zeit, wenn jeder aus seinem Verein zur Nationalmannschaft kommt, weil man andere Mitspieler gewohnt ist und sich erst umstellen muss“, sagte der Arsenal-Profi. Havertz liebt die „größeren Anlässe“ Zweifel habe er nicht. „Wir alle drei haben schon auf der höchsten Bühne Fußball gespielt. Jeder vertraut da seinen Fähigkeiten.“ Gerade Havertz hat schon häufiger bewiesen, dass er in ganz großen Partien wie Champions-League-Endspielen treffen kann. „Ich mag die größeren Anlässe. Ich weiß nicht, warum. Ich hoffe, ich kann diese Erfolgssträhne fortsetzen auf der höchste Ebene, der Weltmeisterschaft“, sagte er. Für ihn ist es bei seinem zweiten WM-Turnier nach 2022 in Katar das erste K.o.-Spiel bei einer WM. Dies sei ein Kindheitstraum.