Wimbeldon: Tennis-Superstar Jannik Sinner hat nach Sturz Blut im Schuh

Bei den French Open schied Jannik Sinner frühzeitig aus. In Wimbledon ist der Italiener wieder dabei, zeigt aber ein auffälliges Auftaktmatch. Mit viel Mühe hat Titelverteidiger Jannik Sinner seinen ersten Auftritt in Wimbledon überstanden. Der Weltranglistenerste aus Südtirol besiegte den Serben Miomir Kecmanović mit 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3 – nach einem Sturz und einem blutenden Zeh. Auf dem Centre Court zeigte der viermalige Grand-Slam-Champion deutliche Anlaufschwierigkeiten. 15 unerzwungene Fehler leistete er sich, den ersten Satz gab er gegen den zunächst stabileren Kecmanović ab. Sinner sagte: „Am Anfang war es etwas eng, ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt. Ich habe versucht, reinzukommen, es war mein erstes Match auf Rasen. Ich bin froh, dass ich das Spiel noch gedreht habe.“ Im dritten Satz stürzte der 24-Jährige beim Stand von 2:2 – kurz darauf färbte sich sein rechter Schuh rot. Kecmanović gewann den Tiebreak. Im vierten und fünften Satz übernahm Sinner die Kontrolle und verwandelte nach 3:30 Stunden seinen zweiten Matchball. Sorgen wegen des Blutes müsse man sich nicht machen, betonte Sinner: „Mir geht es gut, es sieht schlimmer aus, als es ist. Es ist nur ein Nagel.“ Das Match fand 32 Tage nach Sinners Zweitrundenaus bei den French Open in Paris statt. Danach hatte er eine Pause eingelegt und Ärzte aufgesucht – Auffälligkeiten ergaben sich nicht. Als Vorbereitung spielte er beim Einladungsturnier im Londoner Hurlingham-Club. In Runde zwei trifft er auf den Portugiesen Nuno Borges.