Brasilien-Star Cunha provoziert Japan-Spieler nach Schlusspfiff

Das WM-Sechzehntelfinale zwischen Brasilien und Japan endet dramatisch. Nach dem Schlusspfiff steht ein ehemaliger Bundesliga-Profi wegen einer Geste im Fokus. Brasilien hat sich in einem packenden Duell mit Japan das Ticket fürs WM-Sechzehntelfinale gesichert. Gabriel Martinelli schoss den Rekordweltmeister tief in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg. Nach dem Schlusspfiff bejubelten die Südamerikaner nicht nur ihren Triumph, sie schickten auch eine Botschaft in Richtung des Gegners. Matheus Cunha , in der Bundesliga einst für Hertha BSC und RB Leipzig unterwegs, zeigte mit seiner Hand erst eine Fünf, schob dann eine Geste nach, die signalisierte: Beruhige dich. Er selbst blieb aber keineswegs ruhig, rief etwas in Richtung japanischer Delegation. WM-Newsblog: Fifa-Wunsch nach Regeländerung abgewiesen Vor WM-Spiel: Nagelsmann macht interessante Andeutung zu Kimmich Mit der Fünf verwies Cunha offenbar auf die Anzahl an WM-Titeln, die Brasilien bisher ergattert hat. 1958, 1962, 1970, 1994 und 2002 gewannen die Südamerikaner den Titel, sind daher der Rekordweltmeister. Ob die Geste von Cunha, der mittlerweile bei Manchester United unter Vertrag steht, an einen bestimmten Spieler oder Verantwortlichen gerichtet war, konnten die TV-Bilder zunächst nicht klären. Es dürfte sich aber um eine Reaktion auf die Worte von Japans Kento Shiogai handeln. Der Profi des VfL Wolfsburg hatte im Vorlauf der Partie gesagt, dass Brasilien nicht mehr so stark wie einst sei. „Ich glaube, das ist ein Gegner, den wir schlagen können. Es ist nicht mehr das Brasilien von früher“, meinte Shiogai. Die Einordnung des Japaners hatte unter anderem rassistische Kommentare von brasilianischen Fans nach sich gezogen. Auf dem Platz hat den Asiaten nicht viel gefehlt. Beim Aufeinandertreffen mit der „Seleção“ waren sie in Führung gegangen, am Ende aber hielt die Serie der Brasilianer, die seit 1986 immer das WM-Achtelfinale erreicht haben. Dort wartet der Sieger aus dem Duell zwischen der Elfenbeinküste und Norwegen.