Der SC Freiburg treibt die Kaderplanung weiter voran. Ein neuer Mann für den Sturm wechselt aus Belgien in den Breisgau.Mit Rihito Yamamoto (24/VV St. Truiden) und Mio Backhaus (22/SV Werder) hat der (…)
Überraschung: Freiburg holt neuen Stürmer
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WM 2026: Deutschland-Gegner Ecuador – „Superman“ hängt in der Luft
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Ecuador kommt mit der vielleicht stabilsten Defensive Südamerikas zur WM. Doch vorn hängt zu viel an einem 36-jährigen „Superhelden“ – und an der Frage, wie mutig der Trainer sein wird. Wo Ecuador draufsteht, da wissen Gegner wie Experten, was drinsteckt. Der südamerikanische WM-Teilnehmer hat ein glasklares und sehr einfaches Profil: Hinten parkt der Mannschaftsbus vor dem Tor, und im Angriff muss es „Superman“ richten. „La Tri“ verteidigt extrem kompakt, verschiebt vor dem eigenen Tor in Blöcken und lässt dem Gegner kaum eine klare Torchance zu. In der südamerikanischen Qualifikation kassierte sie nur fünf Gegentore – Bestwert im Teilnehmerfeld. Das Fundament der Ecuadorianer liegt hinten, und es besteht aus Beton. Alle Anstoßzeiten auf einen Blick : Der WM-Spielplan Das neue Sechzehntelfinale: Der Modus der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada Das Problem des Teams liegt eher in der gegnerischen Hälfte des Spielfeldes. Ecuador kontrolliert viele Spiele über Positionsspiel und Rhythmuswechsel, der Weg in die Box aber fällt der Mannschaft nicht leicht. Die Formkurve vor dem Turnier zeigt: Ecuador ist stabil, aber nicht dominant. Tests gegen europäische Gegner verliefen ausgeglichen. Das bestätigt das Profil: Ecuador ist schwer zu bespielen, aber tut sich umgekehrt beim Bespielen des Gegners sehr schwer. So hat sich Ecuador für die Weltmeisterschaft qualifiziert Ecuador beendete die Qualifikation des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL auf Platz zwei. Acht Siege, acht Unentschieden, zwei Niederlagen – nur gegen die Topteams aus Brasilien und Argentinien gab es auswärts keine Punkte. Entscheidend war die defensive Konstanz: zwölf Zu-Null-Spiele in 18 Partien – das kann sich sehen lassen. Auffällig: Ecuador schießt niemanden aus dem Stadion und erzielt vor allem einfache Tore. Das Team setzt auf Basics: Bei Standardsituationen gehen die kopfballstarken Innenverteidiger mit nach vorn, bei Ballgewinnen wird zügig in die Tiefe gespielt. Bis dahin steht Ecuador tief, hält die Abstände klein und vermeidet eigene Fehler. Fertig ist das Erfolgsrezept. Das sind Ecuadors Vorrunden-Gegner in der WM-Gruppe E Ecuador spielt in der Gruppe E gegen Deutschland, Curaçao und die Elfenbeinküste. Elfenbeinküste – 14. Juni, Philadelphia, 1 Uhr deutscher Zeit: Die Ivorer suchen früh den Weg in die Tiefe, sind körperlich robust und attackieren aggressiv. Für Ecuador wird es entscheidend sein, das Zentrum kompakt zu halten und die flinken Außenstürmer der Elfenbeinküste trotzdem in Schach zu halten. Gelingt das nicht, wird es schwer. Curaçao – 21. Juni, Kansas City, 2 Uhr deutscher Zeit: Klingt einfacher als es ist. Ecuador wird viel Ballbesitz haben und gegen einen tief stehenden Gegner Lösungen finden müssen. Die „Tri“ braucht viel Präsenz im Strafraum, sonst droht ein zähes Spiel. Gerade in solchen Partien zeigte Ecuador in der Qualifikation Schwächen. Deutschland – 25. Juni, East Rutherford, 22 Uhr deutscher Zeit: „La Tri“ verbindet mit Deutschland keine schönen WM-Erinnerungen. Beim Sommermärchen-Turnier 2006 verlor man gegen die deutsche Nationalelf klar mit 0:3 (Tore: zweimal Miro Klose, einmal Lukas Podolski). Rein fußballerisch sollte die Favoritenrolle klar aufseiten des Teams von Julian Nagelsmann liegen, aber: Ecuador ist nie ein angenehmer Gegner. Zwei Spiele an der Ostküste, nur ein Trip in den Mittleren Westen: Bei der WM der weiten Wege hat es Ecuador nicht allzu schlimm getroffen. Das sind Ecuadors wichtigste Spieler Moisés Caicedo (FC Chelsea, ca. 100 Millionen Euro Marktwert): Caicedo ist als „Sechser“ Hirn und Rückgrat der „Tri“ zugleich. Er organisiert und gibt aus dem defensiven Mittelfeld die Kommandos. Eigentlich unersetzlich für das Team. Die Fans des FC Chelsea wählten ihn im Sommer 2025 gar zum „Spieler der Saison“: Bemerkenswert, angesichts des Londoner Starensembles. Willian Pacho (Paris Saint-Germain, ca. 80 Millionen Euro): Der zentrale Innenverteidiger ist in Deutschland kein Unbekannter. Er war in der Saison 2023/2024 Stammspieler bei Eintracht Frankfurt und brillierte dort mit beeindruckenden Zweikampfwerten und niedriger Fehlpassquote, bevor er zu Paris St. Germain wechselte. Piero Hincapié (Bayer Leverkusen, ca. 50 Millionen Euro): Pachos Nebenmann ist die linke Säule des ecuadorianischen Dreier-Bollwerks, und auch er hat für einen Bundesliga-Spitzenklub gespielt. Vier Jahre lang war er für Bayer Leverkusen im Einsatz als Innenverteidiger oder auf dem linken Flügel. Bei Arsenal entwickelte er sich zu dem Führungsspieler, der er jetzt für Ecuador ist. Zweikampfstark, giftig, unangenehm für jeden Gegenspieler. Enner Valencia (Pachuca, ca. 1 Million Euro): 36 Jahre alt, hat für Klubs auf drei Kontinenten professionell Fußball gespielt und in mehr als 100 Länderspielen statistisch in jedem zweiten getroffen. Das sagt viel über die Erfahrung von Valencia. Während seiner erfolgreichen Zeit im mexikanischen Pachuca tauften ihn die Fans dort „Superman“. Bis heute besucht er regelmäßig Kinderkrankenhäuser im Cape des Superhelden. Nach langen Wanderjahren ist er inzwischen wieder zu Pachuca zurückgekehrt und spielt, wie er immer spielte: ausgefuchst, immer anspielbar, wendig und sehr torgefährlich. Kendry Páez (RC Straßburg, ca. 8 Millionen Euro): Das Wunderkind des ecuadorianischen Fußballs debütierte schon mit zarten 16 Jahren in der Nationalmannschaft und wechselte kurz darauf zum FC Chelsea. Vielleicht zu früh: Die Londoner verliehen ihn sofort weiter. Páez ist Außenstürmer, dribbelstark und ein guter Freistoßschütze. Sein Vorbild: Lionel Messi . Das ist der Trainer: Sebastián Beccacece Der Argentinier ist der Baumeister der Festung Ecuadors, und er mag keine Experimente. Es gibt eine klare erste Elf, wenig Rotation, ganz eindeutige Rollen und eine feste Hierarchie auf und neben dem Platz. Die Bosse sind Valencia, Caicedo und Hincapié, zwischen denen der Trainer die Kapitänsbinde kreisen lässt. Über allen thront Beccacece. Ungewöhnlich: Der Trainer war selbst nie Profifußballer. Schon in der Jugend erkannte er, dass sein Talent nicht für die große Sportbühne reichen würde. Also erfand er sich neu, verschlang Unmengen von Fußballspielen auf südamerikanischen Sportsendern, studierte Sport und trainierte Kinder- und Kleinfeldmannschaften. In Chile lernte er den späteren argentinischen Nationaltrainer Jorge Sampaoli kennen und arbeitete zehn Jahre als dessen Assistent, bevor er selbst als Cheftrainer Karriere machte. Spielsystem und Taktik Ecuador spielt unter Beccacece meist aus einer variablen 3-4-2-1-Grundordnung, die je nach Phase klar ihre Form verändert. Im Spielaufbau stehen die drei Innenverteidiger breit, Mittelfeldspieler Caicedo lässt sich situativ zwischen sie fallen, so dass beinahe eine Vierkette entsteht und gegen Pressing eine Anspielstation mehr vorhanden ist. Sobald Druck entsteht, löst Ecuador das häufig über kurze, flache Pässe auf die Flügelspieler. Lange Schläge nach vorn sieht Beccacece nicht gerne. Ist die Mittellinie überschritten, bewegen sich die offensiven Halbraumspieler – oft Páez und Plata – gerne zwischen den Linien. Der Gegner soll diese Laufwege mitmachen, um Steckpässe auf Valencia zu ermöglichen. Gelingt das aber nicht, hängt „Superman“ in der Luft. Und Ecuador mit ihm. Kommt der Ball von außen hoch in den Strafraum, attackiert Valencia vorwiegend den ersten Pfosten. Hinter ihm aber bleibt die Box oft leer. Gegen den Ball dagegen ist „La Tri“ ganz in ihrem Element. Die Flügelspieler lassen sich fallen und mutieren zu Außenverteidigern. Die Formation kippt in ein 5-4-1 . Caicedo schiebt vor die Abwehr. Die Räume verengen sich. Hat Ecuador dieses System aufgebaut, wird es für jeden Gegner schwer, zu Abschlüssen zu kommen. Der Gegner wird nach außen abgedrängt. Ecuador presst nur in klar definierten Situationen, dann allerdings mit Macht. Bei Rückpässen auf den Innenverteidiger, bei schlechten ersten Kontakten im gegnerischen Aufbau oder isolierten Spielern auf den Flügeln wird ausgeschwärmt. Gelingt der Ballgewinn nicht sofort, lässt die „Tri“ sich wieder fallen. Wird der Ball geklaut, geht es sofort in die Tiefe. So hat Ecuador bei früheren WMs abgeschnitten Ecuador spielt seine fünfte WM. Der Höhepunkt war das Turnier 2006 in Deutschland, als das Team das Achtelfinale erreichte und dort an England scheiterte. 2022 schied Ecuador trotz ordentlicher Vorrunde aus. Warum eigentlich „La Tri“? Der Spitzname „La Tri“ steht für „la tricolor“, also die drei Farben der ecuadorianischen Nationalflagge: In den Farben Gelb, Blau und Rot spiegelt sich das nationale Selbstverständnis wider. Gelb steht für den Reichtum des Landes, vor allem für Bodenschätze und landwirtschaftliche Ressourcen. Blau symbolisiert den Pazifik und die geografische Lage Ecuadors an der Küste. Rot erinnert an den Unabhängigkeitskampf und das Blut derjenigen, die sich für den Staat geopfert haben. Ein Satz von Trainer Sebastián Beccacece bringt das auf den Punkt: „Wir sind keine Ansammlung von Namen – wir sind eine Idee, und diese Idee gehört ganz Ecuador.“
Ja’Kobe Tharp: Student bricht Leichtathletik-Weltrekord
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Die amerikanischen College-Meisterschaften sind in den USA ein großes Event. Jetzt bekommen sie aber auch international Interesse. Ja’Kobe Tharp hat bei den amerikanischen College-Meisterschaften (NCAA) einen Weltrekord über 110 Meter Hürden aufgestellt. Der 20-jährige US-Sprinter lief die Strecke in Eugene im Halbfinale 12,75 Sekunden. Damit unterbot er die bisherige Bestmarke von Aries Merritt aus dem Jahr 2012 um fünf Hundertstelsekunden. Das Finale steht noch aus. Tharp verbesserte seine persönliche Bestleistung um 26 Hundertstelsekunden. Nach dem Rennen meldete er sich zu Wort: „Ich habe noch mehr in den Beinen.“ Und weiter: „Das war kein perfektes Rennen. In dieser Runde ging es darum, durchzukommen, zu überleben und weiterzukommen.“ Tharp ist der erste Athlet seit Dwight Stones im Hochsprung vor 50 Jahren, der bei den NCAA-Meisterschaften einen Weltrekord aufgestellt hat. Das Finale findet am Freitag (Ortszeit) statt.
Marokko-Stars verpassen die WM
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Die am heutigen Donnerstag beginnende Weltmeister in Mexiko, Kanada und den USA wird ohne Nayef Aguerd (30/Oylmpique Marseille) und Abde Ezzalzouli (24/Betis Sevilla) stattfinden. Laut einer (…)
Man City bietet Nottingham Rekordablöse für Anderson – Teurer als Bellingham
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Englands WM-Fahrer Elliot Anderson könnte zum teuersten Transfer dieses Sommers avancieren – wenn es nach Nottingham Forest geht, sogar deutlich teurer als Jude Bellingham bei seinem…
WM 2026: Christian Streich kritisiert Gianni Infantino und Donald Trump
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Christian Streich ist durch seine erfolgreiche Arbeit beim SC Freiburg zu einer Bundesliga-Legende geworden. Auf die Fifa und insbesondere auf Präsident Gianni Infantino blickt er kritisch. Christian Streich wird beim heutigen WM-Eröffnungsspiel als TV-Experte im ZDF zu sehen sein. Vor dem Turnier hat der langjährige Freiburg-Trainer Fifa-Präsident Gianni Infantino deutlich kritisiert. Im Interview mit dem „Kicker“ nahm Streich insbesondere Infantinos Umgang mit US-Präsident Donald Trump ins Visier. „Eine solche Inszenierung von wenigen Menschen an der Macht, die sich dann teilweise noch die Behauptung erlauben, sie würden demokratische Werte schützen, ist natürlich eine Unverfrorenheit, die einen sprachlos macht“, sagte Streich. WM 2026: Der Newsblog Tagesanbruch: Das dürfen wir nicht zulassen Es bereite ihm „echt Bedenken“, dass Vorgänge, die früher hinter den Kulissen abgelaufen seien, inzwischen „vollkommen öffentlich dargestellt“ würden. Als Beispiel nannte er die Verleihung eines von der FIFA geschaffenen Friedenspreises an Trump im Dezember vergangenen Jahres. „Andererseits wundert einen inzwischen ja fast nichts mehr.“ Die von vielen kritisierte Aufstockung der WM auf 48 Teilnehmer bewertet Streich differenziert. Für ihn spricht vor allem ein Aspekt dafür: Auch kleinere Verbände wie Curaçao oder Kap Verde könnten sich sportlich qualifizieren und profitieren. „Das wäre Herrschaftsdenken der Mächtigen“ Durch die Fifa-Honorare komme „relativ viel Geld in diese kleinen Verbände“, sagte Streich. „Wir können als große Fußballnation, die sich bisher immer für die WM qualifiziert hat, nicht den Anspruch ableiten, nur mit 16 oder 24 spielen zu wollen. Das wäre Herrschaftsdenken der Mächtigen.“ Deutlich kritischer äußerte sich der 61-Jährige zu den Eintrittspreisen. „Was da aktuell bei der WM mit den Tickets passiert, ist pervers: Profitmaximierung um jeden Preis und eben auf Kosten vieler Menschen“, sagte Streich. „Das ist so dermaßen elitär, und ich denke nicht, dass die Leute, die das bezahlen können, sagen: super, dass die anderen nicht reinkommen. Wo kommen denn noch verschiedene Gesellschaftsschichten zusammen? Beim Sport oder allenfalls noch in Einrichtungen wie einem Schwimmbad.“ Trotz seiner Kritik will sich Streich die Begeisterung für den Fußball nicht nehmen lassen. „Ich habe irgendwann gedacht: Wem gehört eigentlich das Spiel? Allen! Und ich bin einer davon. Soll ich mir das jetzt alles, diese Freude an diesem tollen Spiel, das weiterhin so die Menschen auf der Welt verbindet, vermiesen lassen wegen einiger weniger?“
Arbeloa winkt neuer Job
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Kurz nach dem Abschied bei Real Madrid winkt Álvaro Arbeloa eine neue berufliche Chance. Laut ‚The Athletic‘ führt der spanische Coach Gespräche über ein Engagement mit dem FC Fulham. Bei den (…)
Der 1000-Tage-Trainer Nagelsmann «trägt die Verantwortung»
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Julian Nagelsmann ist der jüngste deutsche WM-Trainer. Forsche Ansagen wurden relativiert, doch die Ziele bleiben groß. In Amerika verfolgt der Bundestrainer einen Plan – gegen alle Widerstände. Mit einem WM-Ball in der Hand auf seinem weit hochgereckten Arm sieht Julian Nagelsmann aus wie ein Abbild der Freiheitsstatue. Der Gesichtsausdruck des Bundestrainers mag auf dem Schnappschuss vom Trainingsplatz in Winston-Salem ein wenig kritisch wirken. Die Symbolkraft des Bildes ist kurz vor dem WM-Start der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gleichwohl eindeutig. Mut, Hoffnung, Aufbruch zu Großtaten: Dafür steht die Freiheitsstatue. Und das sind Attribute, die auch Nagelsmann für seinen American Dream verkörpern will. Gegen die Zweifel, trotz dieser latenten Stimmung der Skepsis um das DFB-Team nach den WM-Desastern 2018 in Russland und 2022 in Katar, beides vor der Zeit von Nagelsmann. Jetzt ist er der Bundestrainer. „Er trägt die Verantwortung“, formulierte es Lothar Matthäus wenige Tage vor dem Auftaktspiel am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Curaçao etwas spitz. Der Rekordnationalspieler kommentierte damit die überraschende Nachnominierung des 20 Jahre alten Assan Ouedraogo. Aber diese vier Worte hatten eine Bedeutung weit über diese Personalie hinaus. Weltmeister-Ansage verfolgt Nagelsmann Nagelsmann hat die Ansprüche selbst formuliert. Aus der Enttäuschung heraus, spontan, im Sommer 2024 nach dem Aus bei der Heim-EM im Viertelfinale mit 1:2 nach Verlängerung gegen Spanien. „Dass man zwei Jahre warten muss, bis man Weltmeister wird, tut auch weh“, sagte der Bundestrainer in Stuttgart. Der Satz hallt nach – bis heute. Er steht für immer in Nagelsmanns Bundestrainer-Vita. Auch wenn vom automatischen Titelgewinn keine Rede mehr ist. Rudi Völler beschreibt sein offizielles WM-Ziel so, dass man „schwer zu schlagen“ sein will. Nagelsmann sagt: „Ich wäre sehr glücklich, wenn wir am Ende viele Stimmen hören der Fans und der Menschen im Land, die sagen, es hat Spaß gemacht, uns zuzuschauen.“ Das klang 2024 eben anders. Auf den EM-Bildern von damals sieht Nagelsmann viel jünger aus, auch energetischer. In North Carolina im deutschen WM-Camp düst der 38-Jährige zwar flott mit dem Rennrad auf den Trainingsplatz. Er albert auch herum, wenn er seinen Rücken und sein Gesäß zur Kühlung vor den riesigen Ventilator im Spry Stadium hält. Doch der Druck ist greifbar. Trotz neun Siegen in Serie seit September, die doch eigentlich ein Hochgefühl vermitteln sollen. „Er ist auch angespannt, aber es ist eine positive Angespanntheit“, konstatierte Völler. Völler: Nagelsmann „nicht mehr so unbedarft“ Der DFB-Sportdirektor steht dem Bundestrainer als WM-Weiser und väterlicher Ratgeber zur Seite. Und äußerte in Winston-Salem dennoch einen erstaunlichen, ziemlich entlarvenden Satz. „Wichtig ist natürlich: Er ist nicht mehr so unbedarft wie noch vor der Europameisterschaft.“ Unbedarft. Das ist im Fußball-Geschäft eine knallharte Bezeichnung. Aber sie ist ehrlich. Und letztlich doch nicht schlimm. Denn Unbedarftheit kann auch positive Kräfte freisetzen. Nagelsmann packt Dinge an. Er traut sich, seine Entscheidungen durchzuziehen. Egal, wie die chronisch überkritische Öffentlichkeit reagiert. Paradebeispiel ist die Personalie Manuel Neuer . Die Verkündung des spektakulären DFB-Comebacks des Rekordtorwarts, das gegen Curaçao nun real wird, ging kommunikativ in die Hose. Der Auftritt im ZDF-„Sportstudio“ mit viel verbaler Eierei war maximal unglücklich. Doch Nagelsmann kniff nicht, sagte den TV-Auftritt nicht ab. Vielleicht war es Hybris. Möglicherweise hatte ihn die Vielzahl an Beratern um ihn herum auch nicht gewarnt. Völler nennt es Charakterstärke: „Er stellt sich, obwohl er weiß, dass es dann auch ein bisschen holprig werden kann. So ist er halt, deshalb mag ich ihn ja auch so. Und deswegen werden wir auch eine gute Weltmeisterschaft spielen.“ Auch in den USA bleibt Nagelsmann mutig. Er erklärt den jungen Nathaniel Brown (23) zur Stammkraft links hinten. Felix Nmecha (25) und Aleksandar Pavlovic (22) bilden das zentrale Sechser-Duo, obwohl beide Turnierneulinge sind. Und hätte sich Lennart Karl (18) nicht verletzt, wäre er zum zweitjüngsten deutschen WM-Spieler geworden. Historisch jung Nagelsmann ist mit 38 Jahren der jüngste Bundestrainer in der deutschen WM-Geschichte. Er ist auch der jüngste der 48 Nationaltrainer beim XXL-Turnier. Aber unerfahren ist er nicht mehr. „Er macht es ja auch schon knapp drei Jahre jetzt. Er weiß, dass die ganze Nation natürlich auch gewisse Dinge hinterfragt“, sagte Völler, der 2002 als DFB-Teamchef auch nur vier Jahre älter war. Zwischen der Partie gegen den großen Außenseiter Curaçao und dem zweiten WM-Duell gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni in Toronto feiert Nagelsmann in den USA ein Jubiläum. 1000 Tage wird er am 18. Juni im Amt sein. An dieser symbolischen Wegmarke hatte nur Jupp Derwall bei der EM 1980 schon einen Titel gewonnen. Ein WM-Sieg gelang keinem im ersten Versuch, nicht Sepp Herberger, nicht Helmut Schön, nicht Franz Beckenbauer und auch nicht Joachim Löw . Nicht nur Supertage Ob jeder einzelne Bundestrainer-Tag ein Vergnügen gewesen sei, wurde er im Podcast „Spielmacher“ von „360Media“ gefragt. Auch die Antwort fiel ehrlich aus. „Nee, aber mehr Supertage als schlechte Tage. Ich glaube, nur Supertage gibt es nie. Insgesamt ist es ein ganz toller emotionaler Job, der jetzt im Sommer noch etwas ganz Großes bereithält“, sagte er. Nagelsmann, der einen Vertrag bis zur EM 2028 hat, hat Gefallen gefunden am wichtigsten deutschen Fußballamt. Die Arbeit, die ihm als Clubcoach in Hoffenheim und Leipzig und besonders beim FC Bayern München tägliche Aufmerksamkeit gab, tauschte er für die größtmögliche Bühne ein. In Winston-Salem fiel Nagelsmann kurz nach dem Freiheitsstatuen-Foto der Ball aus der Hand auf den Kopf. Dieses Missgeschick soll kein WM-Symbolbild werden.
PSG-Angriff auf Olise
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Unverhofft hat sich Michael Olise als einer der besten Bayern-Transfers aller Zeiten entpuppt, doch das weckt Begehrlichkeiten. Nachdem in den vergangenen Tagen Berichte um das Interesse von Real (…)
Hoffenheim: Chaves-Angebot im Anflug?
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Die TSG Hoffenheim hat womöglich einen Abnehmer für Arthur Chaves gefunden. Wie ‚UOL‘ berichtet, hat der FC São Paulo Interesse an dem Innenverteidiger und bereits Gespräche mit dem 25-Jährigen (…)