Mathieu Flamini: Ex-Profi schüttelt König Charles die Hand

Bei Topklubs wie Arsenal und Mailand hat sich Mathieu Flamini einen Namen in der Sportwelt gemacht. Heute ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann inmitten einflussreicher Persönlichkeiten. Dreifacher FA-Cup-Sieger, Spieler der Saison 2007/08 und italienischer Meister: Mathieu Flamini hat in seiner aktiven Karriere hauptsächlich mit dem FC Arsenal und der AC Mailand große Erfolge gefeiert. Viele Jahre später schüttelt er zudem die Hand von König Charles . Schon während seiner Zeit als Profi legte der frühere Mittelfeldspezialist Flamini den Grundstein für eine weitere Karriere und baute sich ein zweites Standbein auf. Statt Zweikämpfen im Mittelfeld prägt heute vor allem sein Engagement im Bereich nachhaltiger Technologien seinen Alltag. Dieses führte ihn zuletzt sogar in politische Kreise. Bei Instagram teilte Flamini ein Bild davon, wie ihm König Charles III. die Hand reicht. Unter dem Beitrag schrieb der 42-jährige Franzose: „Seine Majestät König Charles setzt sich für die Bioökonomie ein.“ Europa stehe an einem Wendepunkt. „Jetzt handeln oder zurückfallen. Die USA bauen aus. China legt einen Gang zu“, hieß es weiter. Unterdessen schwinde Europas industrieller Vorsprung, insbesondere in der Chemie. Sein Lösungsvorschlag? „Grüne Chemie.“ Vermögen im Milliarden-Bereich Zum Hintergrund: Flamini gründete 2008 gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Pasquale Granata das Unternehmen „GF Biochemicals“. Die Firma stellt Lävulinsäure her – einen Stoff, der als mögliche Alternative zu fossilen Energieträgern gilt und in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt werden kann. Die Idee entstand während Flaminis Zeit in Mailand, wo er Granata kennenlernte. Beide verfolgten das Ziel, eine nachhaltige Lösung im Bereich Energie und Chemie zu entwickeln. Lange galt die Herstellung als zu teuer, doch ein gemeinsam mit Universitäten entwickeltes Verfahren machte die Produktion wirtschaftlich nutzbar. Während sich das Unternehmen entwickelte, lief parallel Flaminis Karriere im Profifußball. Insgesamt absolvierte er 427 Pflichtspiele, wurde mit dem AC Mailand italienischer Meister und gewann mit dem FC Arsenal dreimal den Pokal. Zudem stand er 2006 im Finale der Champions League . Nach seinem Karriereende vor rund sieben Jahren widmete sich Flamini vollständig seinem Unternehmen. Der wirtschaftliche Erfolg stellte sich ein: Laut „Forbes“ wird sein Vermögen auf rund elf Milliarden Euro geschätzt. „Bereits als Kind hatte ich zwei Leidenschaften“ Sein Interesse an Umweltfragen reicht weit zurück. Flamini wuchs in Marseille am Mittelmeer auf und wurde dort früh mit den Folgen von Umweltverschmutzung konfrontiert. „Bereits als Kind hatte ich zwei Leidenschaften: Fußball und Nachhaltigkeit“, sagte er einst dem britischen „Guardian“. Seinen Lebensstil passte er früh an. Seit seinem 15. Lebensjahr ernährt er sich pflanzlich. Zudem setzt er sich dafür ein, Nachhaltigkeit stärker im Fußball zu verankern – etwa bei der Produktion von Trikots oder der Anreise von Fans. Neben dem Chemiegeschäft ist Flamini auch an weiteren Projekten beteiligt. Gemeinsam mit seinem früheren Teamkollegen und Ex-Nationalspieler Mesut Özil gründete er die Marke UNITY für Nahrungsergänzungsmittel, die zusammen mit Wissenschaftlern entwickelt wurde.