Bundesliga: Zu clever für Union – Leipzig vergrößert Berlins Sorgen

Mit einem Doppelschlag in der ersten Spielhälfte stellen die Gastgeber schnell klare Verhältnisse her. Für die Gäste kann es nun nochmal knapp werden. Fünfter Sieg in Folge für RB Leipzig – die Sachsen nehmen durch einen ungefährdeten 3:1 (2:0)-Sieg gegen Union Berlin weiter voll Kurs auf die Champions League . Max Finkgräfe (22.), Romulo (25.) und Ridle Baku (63.) trafen zum Auftakt des 31. Bundesliga-Spieltags am Freitagabend für die Gastgeber, Danilho Doekhi (78.) erzielte den Ehrentreffer für die über weite Strecken harmlosen Berliner. Leipzig festigt mit nun 62 Punkten Platz 3, Union könnte mit weiter 32 Zählern auf Rang 11 doch noch tiefer in den Kampf um den Klassenerhalt rutschen. So lief das Spiel Die erste Großchance hatte Romulo (9.) nach Klasse-Vorarbeit von Yan Diomande. Erst rettete der herausstürzende Union-Torhüter Frederik Rönnow, dann köpfte der zusammen mit Janik Haberer in die Startelf rotierte Andras Schäfer den abprallenden Ball noch von der Torlinie ins Aus. Union stand von Beginn an sehr tief, setzte über den sprintstarken Ex-Leipziger Oliver Burke eher auf schnelles Umkehrspiel. Nach einem starken Antritt von Leipzigs Diomande über die rechte Seite konnte Rönnow zur Mitte abwehren, wo Leopold Querfeld den Ball direkt vor die Füße von Finkgräfe (22.) köpfte. Dieser schoss mit seinem ersten RB-Tor zur Führung ein. Dann erhöhte Romulo clever mit einem Lupfer (25.), als Querfeld einen Abschlag von RB-Keeper Maarten Vandevoordt per Kopf zu Rönnow klären wollte. Nach dem 0:2-Rückstand nutzte Eta die kurze Verletzungsunterbrechung von Rönnow, um intensiv auf ihre Spieler einzureden. Der Keeper musste dann verletzungsbedingt von Carl Klaus ersetzt werden. Dieser verhinderte nach einer Ecke (40.) und einigen Klärungsversuchen den nächsten RB-Treffer, als er den Ball noch über die Latte lenkte. In der Nachspielzeit hatte Union die einzige hochkarätige Chance in Halbzeit eins: der allein auf Vandevoordt zulaufende Burke (45.+2) scheiterte am belgischen Torhüter. Nach dem Wechsel erhöhten die Köpenicker etwas ihre Offensivkraft. Das gab RB mehr Räume. So steckte Diomande traumhaft den Ball auf den steil gehenden Baku (63.) durch, der aus Kurzdistanz einschob. Doekhis Kopfballtor ließ ganz kurz noch mal Hoffnung bei den Gästen aufkommen – vergeblich. Ein weiterer Treffer in der Nachspielzeit wurde aberkannt – Abseits.