RTL übernimmt Sky: Sender-Chef Stephan Schmitter über die Zukunft des Sport

Wie geht es nach der spektakulären Akquise weiter? Der RTL-Chef lässt bei t-online durchblicken, wer die Berichterstattung künftig prägen könnte. Die Übernahme des Pay-TV-Senders Sky Deutschland durch den Kölner Privatsender RTL erregt weiter Aufsehen und ist Gesprächsstoff über die Medienbranche hinaus. Welche Pläne hat RTL mit Sky? Wie wird mit populären Inhalten und Persönlichkeiten aus dem Kosmos des Bezahlsenders künftig umgegangen? RTL-Chef Stephan Schmitter: „Das darf und wird nicht passieren“ RTL übernimmt Sky: Das ändert sich für Fußball-Fans Für Sportfans in Deutschland wird der Kauf einige Änderungen bedeuten. Doch die Vision bei RTL geht offenbar darüber hinaus – und Gesichter aus dem Sport könnten künftig vermehrt im Mittelpunkt stehen und auch zu Aushängeschildern der Zukunft werden. Darauf lassen Äußerungen von RTL-Chef Stephan Schmitter im Interview mit t-online schließen. „Ich halte Felix Kroos (Ex-Fußballer, Bruder von Toni Kroos , Anm. d. Red.) für einen hervorragenden jungen Sportexperten“, sagte Schmitter. Und weiter: „Bei den Kommentatoren macht Corni Küpper einen Klasse-Job, gerade auch im Duo mit seinem Vater Hansi Küpper.“ Schmitter hat noch einen weiteren Favoriten: „Florian Schmidt-Sommerfeld ist ein RTL-Gewächs, das für uns schon die NFL kommentiert hat.“ Sie alle hätten eines gemeinsam: „Das sind Gesichter und Stimmen der Zukunft“, meint Schmitter. Was dabei auffällt: Schmitters Favoriten als künftige Aushängeschilder des Senders kommen aus dem Sportbereich. Auch eine weitere Stimme, die es Schmitter angetan hat: „Nicht zu vergessen: Wolff Fuß. Den hören und lieben alle, egal ob sie 15 oder 70 sind, weil er einfach so besonders gut ist.“ Die EU-Kommission hatte am Mittwoch die Übernahme von Sky Deutschland durch die RTL-Gruppe genehmigt. Für den Deal zahlt RTL zunächst 150 Millionen Euro. Weitere bis zu 377 Millionen Euro könnten folgen, sollte der Kurs der RTL-Aktie auf 70 Euro steigen. Aktuell liegt er bei 38,05 Euro. Es entsteht ein Anbieter mit insgesamt 12,3 Millionen Kunden.