2. Liga: Bielefeld siegt im Abstiegskrimi – Big Points für Hannover

Die 2. Liga bleibt spannend. Sowohl im Auf- als auch im Abstiegskampf gab es Bewegung am Samstagnachmittag. Befreiungsschlag für Arminia Bielefeld im Abstiegskampf: Im Derby gegen Preußen Münster gelang ein knapper 3:2-Auswärtssieg – verbunden mit dem Sprung auf Platz 13. Münster bleibt Letzter und muss mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Auch Hannover 96 konnte einen wichtigen Sieg einfahren: 3:1 beim Karlsruher SC . Hannover springt damit vorläufig auf Rang drei. Hertha BSC muss alle Aufstiegshoffnungen nun endgültig begraben: 0:1-Pleite zu Hause gegen Holstein Kiel . Preußen Münster – Arminia Bielefeld 2:3 Der SC Preußen Münster hat das Westfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld verloren und taumelt dem Abstieg in die 3. Liga entgegen. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz unterlag dem Team von Coach Mitch Kniat trotz zwischenzeitlicher Führung mit 2:3 (1:3). Vor 10.642 Zuschauern im ausverkauften Preußenstadion trafen Yassine Bouchama (3. Minute) und Arminias Maximilian Großer per Eigentor (86.) für die Gastgeber. Monju Momuluh (11.), Roberts Uldriķis (16.) und Maël Corboz (34.) erzielten die Tore für Bielefeld. Durch den Erfolg verließ der DFB-Pokalfinalist des vergangenen Jahres die Abstiegszone der 2. Bundesliga . Münster ist Tabellenletzter und hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Am Sonntag kann er sogar noch größer werden. Karlsruher SC – Hannover 96 1:3 Hannover 96 hat erneut seine Qualität als beste Auswärtsmannschaft der 2. Bundesliga unter Beweis gestellt und seinen Traum vom Aufstieg am Leben gehalten. Die Mannschaft von Trainer Christian Titz gewann beim Karlsruher SC mit 3:1 (1:1) und springt damit vorerst an der SV Elversberg vorbei auf den Relegationsplatz. Pünktlich zum Saisonfinale präsentieren sich die Niedersachsen stabil: Seit inzwischen sechs Spielen ist Hannover ohne Niederlage. Mustapha Bundu (16.) nährte Hannovers Aufstiegsträume zunächst, ehe Fabian Schleusener (44.) für den KSC ausglich. In der Schlussphase sorgten Kolja Oudenne (81.) und Daisuke Yokota (90.+8/Foulelfmeter) letztlich für Hannoveraner Jubel. Hertha BSC – Holstein Kiel 0:1 Holstein Kiel hat mit enormer Effizienz die nächsten wichtigen Punkte im Abstiegskampf der 2. Bundesliga gesammelt. Der nun seit fünf Spielen ungeschlagene Nord-Klub siegte mit viel Glück mit 1:0 (0:0) bei Hertha BSC und fügte den Berlinern die nächste Heimschlappe zu. Mit dem einzigen Holstein-Torschuss überhaupt erzielte Jonas Therkelsen in der 63. Minute den Siegtreffer. Kiel konnte sich damit sogar ein kleines Punktepolster zur gefährlichen Zone erarbeiten. Für die Hertha klingt die Saison nach der schon zuvor verspielten Aufstiegschance nur noch aus. Die Hertha dominierte die Partie in den Retro-Shirts, die an den Berliner Meistertitel vor 120 Jahren erinnerten. Dass es trotz klarer Überlegenheit vor 47.280 Zuschauern im Olympiastadion nicht zu einem Tor reichte, lag an einer fahrlässigen Chancenverwertung und auch an Günter Perl. Der Videoreferee griff nach dem Blitztreffer von Josip Brekalo (2.) erstmals ein. Luca Schuler stand im Abseits. Tief in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Robert Kampka revidiert. Diesmal war Deyovaisio Zeefuik denkbar knapp im Abseits erwischt worden. Dazwischen lagen 45 Minuten Hertha-Dominanz und einige gute Paraden von Kiels Torwart Timon Weiner. Kiel machte keine Anstalten, die erstaunliche Passivität im Kreativspiel zu beheben. Die Hertha hatte durch Schuler (56.) die nächste gute Chance. Als Weiner schon geschlagen war, klärte Marko Ivezić (61.) einen Schuss von Michaël Cuisance kurz vor der Linie. Und kurz darauf machte Therkelsen mit seinem Tor aus kurzer Distanz einen absurden Spielverlauf perfekt.