Galatasaray gegen Fenerbahçe ist das größte Derby in der Türkei und Istanbul zugleich. Am Sonntag trafen sie aufeinander, Torhüter Ederson flog vom Platz und wütete im Anschluss. Fenerbahçe-Torhüter Ederson ist am Sonntag beim Istanbul-Derby gegen Galatasaray (0:3) mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Die Entscheidung konnte der Brasilianer nicht verstehen und schlug aus Wut beim Verlassen des Spielfeldes auf das Gestell des VAR-Monitors ein. Ederson hatte in der 62. Minute seine zweite Verwarnung und damit den Platzverweis gesehen – wegen Meckerns. Galatasaray hatte beim Stand von 1:0 einen Elfmeter zugesprochen bekommen, zu viel für Ederson. Der Brasilianer war außer sich und hatte versucht, den Elfmeter zu verzögern. Gelb vorbelastet war das nicht die sinnvollste Reaktion des 32-Jährigen. In den TV-Wiederholungen ist allerdings auch zu sehen, dass Schiedsrichter Yasin Kol bei der hitzigen Auseinandersetzung mit Ederson versucht, den Torhüter mit dem Kopf zur Seite zu schieben. Es sieht aus wie ein Kopfstoß in Zeitlupe. Im Anschluss musste Ederson das Feld verlassen und es kam zu dem bereits beschriebenen Vorfall. Kurz bevor der Brasilianer im Spielertunnel verschwand, kam er am VAR-Monitor vorbei, der von einem Glasgehäuse geschützt ist. Gegen dieses Gehäuse boxte er mit der Faust, sodass das Plexiglas zu wackeln begann. Am Ende ging es ab dem Platzverweis und den fälligen Elfmeter für Fenerbahçe weiter bergab. Barış Yılmaz verwandelte den Strafstoß zum 2:0, danach erzielte Ex-Arsenal-Profi Lucas Torreira (83.) wenige Minuten vor Schluss den finalen Treffer der Partie.