Champions League: FC Bayern verliert Spektakel bei PSG

Im Prinzenpark gehen die Bayern in Führung und geraten dann beinahe unter die Räder. Doch der deutsche Rekordmeister gibt sich nicht auf – und kann weiter vom Finale träumen. Was für ein Spektakel im Halbfinal-Hinspiel der Champions League : Der FC Bayern hat am Dienstagabend sein Gastspiel bei Paris Saint-Germain knapp verloren. Nach einem Kraftakt im Anschluss an einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand können die Münchner dennoch weiter auf eine Teilnahme am Endspiel hoffen. Die Partie im Prinzenpark endete mit 4:5 (2:3) aus Sicht der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany . Harry Kane brachte die Bayern nach 17 Minuten per Foulelfmeter in Führung. Paris drehte die Partie jedoch kurz darauf durch Tore von Khvicha Kvaratskhelia (25.) und João Neves (33.), ehe Michael Olise zum Ausgleich traf (41.). Weltfußballer Ousmane Dembélé schoss PSG per Handelfmeter vor der Pause dann erneut in Front (45.+3). Im zweiten Durchgang drehte die Heimelf dann zunächst weiter auf. Kvaratskhelia (56.) und Dembélé (59.) trugen sich binnen kürzester Zeit erneut in die Torschützenliste ein. Den Bayern drohte ein Debakel. Doch Dayot Upamecano (65.) und Luis Díaz (69.) verkürzten den Rückstand ebenfalls innerhalb weniger Minuten – und hielten ihrer Mannschaft vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch damit alle Chancen für den Finaleinzug offen. So lief das Spiel Schon die erste gute Offensivaktion der Bayern brachte die Führung. Verteidiger Willian Pacho stieg im Strafraum zu hart gegen Luis Díaz ein. Kane verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Kompany, der aufgrund einer Sperre nicht an der Seitenlinie stehen durfte, zeigte auf der Tribüne die Faust. Es war der Startschuss für einen offenen Schlagabtausch, in dem sich Paris bald ein Übergewicht erarbeitete. Olise (20.) hatte nach Kanes Zuckerpass zwar das 2:0 auf dem Fuß. Dann aber trat erstmals Superstar Dembélé in Erscheinung, vergab frei vor Neuer (23.). Vor dem 1:1 übertölpelte Kvaratskhelia den schläfrigen Josip Stanišić und schlenzte die Kugel traumhaft an Neuer vorbei in die Maschen. „Alles geben für unseren Traum“, lautete der Auftrag der Bayernfans, ihre Lieblinge blieben dran. Neves lenkte den Ball nach einem feinen Olise-Dribbling an den eigenen Pfosten –und schlug im Gegenzug nach einer Ecke selbst zu. Musiala hatte den 1,74 Meter großen Portugiesen aus den Augen verloren. Der bedankte sich und köpfte wuchtig ein. Olises Zaubertor, bei dem er sich gegen vier Mann durchsetzte, brachte das 2:2. Doch Paris blieb dran. Ein Handspiel von Alphonso Davies , der zur Pause für Konrad Laimer Platz machte, ermöglichte Dembélé die abermalige Führung. Neuer war mit den Händen dran, konnte den scharf getretenen Strafstoß aber nicht abwehren. Nach dem Seitenwechsel entglitt den Gästen das Spiel, Paris zeigte eine Wucht, der auch die Schwergewichte Chelsea und Liverpool nichts entgegenzusetzen hatten. Kvaratskhelia hatte beim 2:4 viel zu viel Platz, Dembélé erhöhte nach einem Konter. Doch das war nicht der K.o. für die Münchner Mentalitätsmonster. Upamecano traf nach Freistoßflanke von Joshua Kimmich per Kopf, Díaz nutzte einen weiteren Traumpass von Kane zu einem technisch herausragenden Treffer. Die Bayern drängten nun, hatten aber Glück, als Senny Mayulu (87.) für Paris die Latte traf.