Die Bayern verpassen den Einzug ins Endspiel. Dabei präsentiert sich nur ein Münchner in Topform und verdient sich die Bestnote. Die Einzelkritik. Aus München berichtet Julian Buhl Harry Kane war enttäuscht, das Last-Minute-Tor des Starstürmers war zu wenig. Der Traum vom „Henkelpott“ und Triple ist geplatzt. Der FC Bayern ist in einem packenden Halbfinale der Champions League an Paris Saint-Germain gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany kam im zweiten Duell mit dem Titelverteidiger nach großem Kampf nur zu einem 1:1 (0:1) und konnte das denkwürdige 4:5 im historischen Hinspiel nicht mehr drehen. Kapitän Manuel Neuer resümierte nach der Partie bei DAZN: „Wir waren heute keine Killer in der Offensive. Dieser Schlüsselmoment im Spiel hat einfach gefehlt. Wir waren da, aber vorne in der Box von PSG war das nicht klar genug.“ Der Münchner Schlussmann konnte sich als einziger Bayern-Akteur über 90 Minuten lang auszeichnen und hielt mit starken Paraden sein Team lange im Spiel. Dennoch: „Jetzt überwiegt die Enttäuschung.“ Bayern fehlt der Glanz – Frust über den Schiedsrichter Während Paris um Weltfußballer Ousmane Dembélé am 30. Mai in Budapest gegen den FC Arsenal von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen darf, bleibt für die Bayern allenfalls noch das Double als „Trostpreis“ einer trotzdem bemerkenswerten Saison. Für die Münchner, die am 23. Mai im Pokalfinale gegen Stuttgart stehen, war es in der Champions League bei der 14. Teilnahme am Halbfinale das achte Aus. Dembélé brachte PSG schon nach 140 Sekunden in Führung und dämpfte früh die großen Hoffnungen des deutschen Rekordmeisters. Der Münchner 101-Tore-Sturm mit Kane, Michael Olise und Luis Díaz bemühte sich, Kane (90. Minute +4) gelang aber nur spät der Ausgleich. Wie das Münchner Offensiv-Trio in der t-online-Einzelbewertung abschnitt und warum einige Spieler enttäuschten, erfahren Sie hier oder oben in der Fotoshow. Den Bayern fehlten ansonsten in vielen Momenten der Glanz und die Durchschlagskraft der vergangenen Wochen. Mit hängenden Köpfen und Frust über die Entscheidungen des portugiesischen Schiedsrichters João Pinheiro schlichen die Münchner Stars zu ihren Fans, die Pariser feierten dort, wo sie im vergangenen Jahr den Titel geholt hatten.