Mysteriöse Krankheitsfälle: Playoff-Chaos um DEB-Torhüterin

Nach mysteriösen Erkrankungen im Team von Nationaltorhüterin Abstreiter wird das Playoff-Spiel erst abgesagt. Dann folgt die Rolle rückwärts. Die Gründe für die schnelle Neuansetzung bleiben offen. Die deutsche Eishockey-Nationaltorhüterin Sandra Abstreiter erlebt mit den Montréal Victoire in der nordamerikanischen Profiliga PWHL derzeit ein kurioses Chaos: Das fünfte und entscheidende Playoff-Spiel um den Finaleinzug gegen Titelverteidiger Minnesota Frost wurde wegen mysteriöser Krankheitsfälle in Abstreiters Team zunächst abgesagt, dann aber für nicht einmal 24 Stunden später neu angesetzt. Die Liga hatte die Absage des Spiels, das ursprünglich für den Montagabend (Ortszeit) angesetzt war, „aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Spielersicherheit im Zusammenhang mit Krankheit“ getroffen. „Die medizinische Untersuchung hat ergeben, dass die Symptome nicht mit denen einer Hantavirus-Infektion übereinstimmen“, hieß es zudem. Vier Stunden später folgte die neue Ansetzung für den Dienstagabend im Place Bell in Laval, einem Vorort von Montréal. Gründe dafür wurden nicht genannt, die Bedenken nicht ausgeräumt. Abstreiter, die mit dem DEB-Team bei den Olympischen Spielen erst im Viertelfinale an Silbermedaillengewinner Kanada scheiterte, ist die letzte verbliebene von drei deutschen Profispielerinnen in der PWHL. Star-Stürmerin Laura Kluge schied mit den Boston Fleet im Halbfinale gegen die Ottawa Charge aus, gegen die es für Abstreiter in einem möglichen Finale gehen würde. Für Verteidigerin Katarina Jobst-Smith war mit den Vancouver Goldeneyes bereits nach der regulären Saison Schluss.