Giro d’Italia: Massensturz auf 6. Etappe – Ballerini gewinnt

Auf nassem Kopfsteinpflaster in Neapel stürzen Dylan Groenewegen und ein Dutzend weitere Fahrer wenige hundert Meter vor dem Ziel. Ein Italiener profitiert. Ein Massensturz hat das Finale der sechsten Giro-Etappe überschattet. Rund ein Dutzend Fahrer – darunter Sprinstar Dylan Groenewegen – kamen auf dem Kopfsteinpflaster in Neapel wenige hundert Meter vor dem Ziel zu Fall. Der Italiener Davide Ballerini nutzte das Chaos und holte nach 141 Kilometern den ersten Heimsieg beim diesjährigen Giro d’Italia. Hinter dem 31-Jährigen belegten der Belgier Jasper Stuyven und der Franzose Paul Magnier die Plätze zwei und drei. Pascal Ackermann kritisierte im Anschluss die Streckenführung: „Die Zielkurve war leicht nass. Eigentlich wussten wir vorher schon zu 70:30 Prozent, dass wir nicht durchkommen“, sagte der deutsche Sprinter. „Das Spektakel ist wieder da, sie haben uns stürzen sehen. Ich weiß nicht, ob es das braucht.“ Denz knallt auf den Kopf – und schafft es zurück ins Peloton Es war nicht der einzige Sturz des Tages. Rund 100 Kilometer vor dem Ziel kam der dreimalige Giro-Etappensieger Nico Denz in einer Rechtskurve zu Fall und schlug mit dem Kopf auf. Der 32-jährige Red-Bull-Profi war sichtlich benommen, rappelte sich aber auf und schaffte es sogar zurück ins Peloton. Schon seit dem Start in Bulgarien ist der Giro von vielen Stürzen beeinträchtigt. In der Gesamtwertung führt weiterhin der Portugiese Afonso Eulalio. Am Freitag könnte seine Fahrt im rosa Trikot jedoch enden. Dann geht es auf der siebten Etappe hinauf zum legendären Blockhaus – über 13,6 Kilometer bei einer durchschnittlichen Steigung von 8,4 Prozent. Erstmals ist dabei der zweimalige Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard gefordert. Der Däne hatte sich bislang zurückgehalten und den vielen Stürzen aus dem Weg gehen können.