Der ehemalige Bundesliga-Stürmer Bachirou Salou muss einen schweren privaten Schicksalsschlag verkraften. Der plötzliche Tod seines Sohnes hinterlässt viele Fragezeichen. Ex-Bundesliga-Profi Bachirou Salou trauert um seinen Sohn Mo. Der frühere Amateurfußballer aus dem Rhein-Kreis Neuss ist im Alter von 36 Jahren überraschend gestorben. Die Nachricht vom Tod von Mamoudou „Mo“ Salou verbreitete sich am Montag in der Fußballszene der Region schnell. Sein letzter Verein, der SV Baal, erinnerte bei Instagram mit emotionalen Worten an den früheren Spieler und Trainer. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht bekannt. Mo Salou wuchs in Epsendorf auf und orientierte sich früh an seinem Vater Bachirou Salou, der in der Bundesliga unter anderem für Borussia Mönchengladbach , Borussia Dortmund und den MSV Duisburg spielte. Auch sein Sohn wollte im Fußball Fuß fassen und begann seine Laufbahn im Seniorenbereich beim damaligen Verbandsligisten SC Kapellen. Sein früherer Trainer Sven Schuchardt erinnert sich: „Mo war sehr ehrgeizig und fleißig. Vom Spieltyp war er seinem Vater sehr ähnlich und anfangs hat er auch gehofft, den Weg seines Vaters einschlagen zu können.“ Der ehemalige Coach beschreibt Salou zudem als „sehr liebenswerten, aufgeschlossenen und lustigen Menschen, der einfach Lust auf Fußball hatte“. Zwar schaffte Mo Salou nicht den Sprung in den Profifußball, blieb dem Amateurbereich in der Region aber über viele Jahre erhalten. Sein früherer Mitspieler Benni Schütz sagte: „Er hatte immer ein Lächeln auf den Lippen und hatte nie schlechte Laune.“ „Eine große Tragödie“ Nach seiner Zeit in Kapellen spielte Salou unter anderem für den SV Uedesheim und die Holzheimer SG. Mit Holzheim gelang ihm in der Saison 2017/2018 der Aufstieg in die Landesliga. Der damalige Co-Trainer David Rodriguez sagte über ihn: „Das war ein echter Strahlemann, über den man nichts Böses sagen kann. Er war immer gerne gesehen in Holzheim.“ Später ließ Salou seine Laufbahn beim SV Bedburdyck/Gierath ausklingen. Dort war er zusätzlich bis 2024 als Sportlicher Leiter tätig. Noch kurz vor seinem Tod hatte er dem Verein zum Wiederaufstieg in die Kreisliga A gratuliert. Vorsitzender Philipp Rohrbach erklärte: „Die Nachricht von seinem Tod ist eine große Tragödie. Wir alle werden eine positive Erinnerung von ihm im Kopf behalten“. Zuletzt arbeitete Salou als Trainer beim C-Ligisten SV Baal im Kreis Heinsberg. Die Aufgabe hatte er 2024 übernommen, nachdem er sich beruflich in der Region etabliert hatte. Seit 2019 war er als Filialleiter eines Discounters in Hückelhoven tätig. Der SV Baal verabschiedete sich mit einem emotionalen Beitrag von seinem Trainer: „Du warst nie einfach nur der Trainer an der Seitenlinie. Du warst Herzschlag, Seele und Gesicht unserer Mannschaft. Ein Mensch, der diesen Verein nicht nur trainiert, sondern gelebt hat – jeden einzelnen Tag.“ Abschließend schrieb der Verein: „Du verlässt vielleicht die Trainerbank. Aber niemals unsere Herzen. Mach es gut, Mo.“