Eishockey-WM: Deutschland verliert klar gegen Schweiz – frühes Aus droht

Deutschland kommt bei der Eishockey-WM einfach nicht in Tritt. Eine heftige Abreibung vom Gastgeber mindert die Chancen aufs Weiterkommen. Drittes Spiel, dritte Niederlage: Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft hat am Montagabend bei der WM in der Schweiz eine weitere Pleite kassiert. Gegen den Gastgeber unterlag das DEB-Team am Ende deutlich mit 1:6 (0:0, 0:5, 1:1). Zuvor hatte Deutschland auch schon gegen Finnland (1:3) und Lettland (0:2) verloren. In der Gruppe A ist die DEB-Auswahl damit auf den letzten Platz abgerutscht. Nur die ersten vier Mannschaften erreichen das Viertelfinale. Vier Spiele bleiben den Deutschen noch, um sich eine bessere Platzierung zu erspielen. Das nächste Match steht am Dienstagabend gegen die USA an (ab 20.20 Uhr im Liveticker bei t-online). So lief das Spiel Die Reaktion der Mannschaft nach den beiden Niederlagen gegen Finnland (1:3) und Lettland (0:2) war im ersten Drittel noch positiv. Dann folgte der Einbruch. Die favorisierten Schweizer mit sechs NHL-Stars um Kapitän Roman Josi wirkten über das Tempo der Deutschen fast überrascht. Doch die deutsche Offensive zeigte sich einmal mehr bei der WM als harmlos. Keine weitere Mannschaft im Turnier hat so eine schlechte Torausbeute. Es folgte das Albtraum-Drittel: Zweimal hatte die DEB-Auswahl im zweiten Durchgang die Chance, in Überzahl endlich den dringend benötigten Treffer zu erzielen. Dann gaben die Schweizer NHL-Cracks dem Erzrivalen eine Lehrstunde. Denis Malgin traf sogar in deutscher Überzahl zum 0:1 (26. Minute). Das Gegentor schockte die deutsche Mannschaft spürbar. Innerhalb von 35 Sekunden machten Sven Andrighetto (29.) und Christoph Bertschy (30.) aus einem zuvor ausgeglichenen Spiel eine klare Sache. Trotzdem verzichtete Bundestrainer Kreis auf eine Auszeit. Die Schweiz blieb mit ihren Nordamerika-Stars in Torlaune. Nico Hischier (38.) und Josi (39.) machte mit einem weiteren Doppelpack das deutsche Debakel im Mitteldrittel perfekt. Aus neun Schüssen machte die Schweiz fünf Treffer. Weiterhin gab es keine Auszeit vom Bundestrainer, der auch Jonas Stettmer überraschend im Schlussdrittel im Tor beließ. Der Berliner Meistergoalie vertrat diesmal NHL-Keeper Philipp Grubauer, der 24 Stunden nach dem 0:2 gegen Lettland eine Pause bekam. Der Gastgeber und WM-Mitfavorit hatte allerdings noch längst nicht genug. Andrighetto mit seinem zweiten Treffer sorgte für das 0:6 (46.). Tiffels betrieb nur noch Ergebniskosmetik. Am Debakel änderte auch sein Treffer nichts mehr.