Daniel Siebert: Mega-Lob nach Champions-League-Finale für Schiedsrichter

Daniel Siebert muss im Finale einige knifflige Situationen lösen. Aufregung gibt es bei Arsenal vor allem wegen einer Szene. Der Berliner Daniel Siebert ist für seine Leistungen als Unparteiischer beim 4:3-Erfolg von Paris Saint-Germain im Champions-League-Endspiel gegen Arsenal London in höchsten Tönen gelobt worden. „Das war Werbung für das deutsche Schiedsrichterwesen. Es lastet ein unmenschlicher Druck auf so einem Finale“, sagte ZDF-Experte und Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Torsten Kinhöfer. Mitten im CL-Finale: PSG-Anhänger springen aus Fanblock – Polizei greift ein Traumtor im CL-Finale: Havertz stellt deutschen Rekord auf Er habe „Autorität ausgestrahlt“ und sei bei den „unpopulären Entscheidungen immer präsent“ gewesen, lobte Kinhöfer. Und davon diesen Entscheidungen gab es so einige. Situation 1: Nach einem Foul von Arsenal-Verteidiger Cristhian Mosquera an PSG-Star Khvicha Kvaratskhelia entschied er auf Elfmeter. „Das ist die absolut richtige Entscheidung. Und es ist stark, das in Realgeschwindigkeit zu sehen“, bewertete Kinhöfer während der ZDF-Übertragung. Ousmane Dembélé verwandelte den Strafstoß zum 1:1. Und Arsenal hatte in dieser Situation sogar noch Glück. Mosquera war von Siebert bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit wegen Zeitspiels verwarnt worden. Er hätte den Abwehrspieler nach dem Foul auch vom Feld stellen können. Situation 2: In der 102. Minute forderte Arsenal vehement einen Strafstoß für sich. Arsenals Noni Madueke ging ins Laufduell mit PSG-Verteidiger Nuno Mendes und kam im Strafraum zu Fall. Die Londoner um Trainer Mikel Arteta und Kapitän Declan Rice forderten vehement Strafstoß und den Eingriff des VAR. Doch Siebert blieb bei seiner Entscheidung – und zeigte stattdessen beiden die Gelbe Karte. Für den ZDF-Experten Kinhöfer war es eine „schwierige Szene“, bei der er jedoch der Einschätzung von Siebert folgte. „Er steht optimal und hat sofort entschieden. Beide halten, beide zerren. Im Champions-League-Finale ist das kein Strafstoß.“ Situation 3: In der 120. Minute zog Arsenal-Angreifer Viktor Gyökeres noch einmal vom Strafraumrand ab, der Ball wurde noch von PSG-Abwehrspieler Willian Pacho abgefälscht und landete im Aus. Arsenals-Trainer Arteta klopfte sich an der Seitenlinie mehrfach auf den Arm und forderte einen Handelfmeter. In der Wiederholung war jedoch deutlich zu erkennen, dass Pacho den Ball an das Schienbein bekommen hatte. Situation 4: Für Aufsehen sorgte Siebert bereits im ersten Durchgang. Am Ende der sechsminütigen Nachspielzeit hatten die Londoner noch einen Eckball. Schütze Bukayo Saka spazierte jedoch gemütlich zur Eckfahne. Dem Unparteiischen ging es nicht schnell genug, daher pfiff er zum Ärger einiger Arsenal-Spieler zur Halbzeit. Für die kommende Weltmeisterschaft ist Siebert nicht nominiert. Dort wird lediglich Felix Zwayer als deutscher Schiedsrichter vor Ort pfeifen.