French Open im Liveticker: Fliegt der nächste große Name raus?

Der letzte verbliebene Mitfavorit neben Alexander Zverev trifft auf einen Italiener in Topform. Wer schafft es ins Halbfinale? In Paris rückt das Feld immer weiter zusammen. Mit Félix Auger-Aliassime steht nach Alexander Zverev der in der Weltrangliste am besten platzierte verbliebene Spieler im Turnier. Der Kanadier, derzeit Nummer vier der Welt, trifft nun auf Flavio Cobolli. Der Italiener, an Position zehn gesetzt, spielte bislang ebenfalls stark auf in der französischen Hauptstad und will erstmals in seiner Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreichen. +++ HIER AKTUALISIEREN +++ Félix Auger-Aliassime – Fabio Cobolli 5:4 1. Satz, 5:4 – Bezeichnend: Auger-Aliassime kommt nach vorn, muss den Volley nur ins Feld spielen, Cobolli war zu weit entfernt – und legt ihn weit ins Aus. Immerhin legt er dann einen Aufschlag-Winner nach. Verteilt dann gut die Bälle, lässt seinen Gegner von einer Seite zur anderen laufen. Schließt mit einem Cross-Winner ab. Ein weiterer starker Aufschlag mit 203 Stundenkilometern. Er kann das Spiel aber nicht zumachen, wird von einem starken Cross-Return seines Gegners überrascht. Gleichstand, mal wieder. Und dann? Doppelfehler FAA – er zuckt mit den Schultern. Erneut geht es über Gleichstand. Mit viel Mühe holt sich Auger-Aliassime sein Aufschlagspiel. 1. Satz, 4:4 – Cobolli bleibt dran, bringt sein Aufschlagspiel solide durch. Beide ringen hier noch um die letzte Spielkontrolle, dafür unterlaufen sowohl dem Italiener als auch „FAA“ aber noch zu viele Fehler. 1. Satz, 4:3 – Stark verteidigt von Auger-Aliassime bei eigenem Aufschlag. Er kommt ans Netz, kontert einmal per Stopp, erreicht auch den nächsten Schlag seines Gegners. Mit einem weiteren Service-Winner bringt er seinen Aufschlag durch. 1. Satz, 3:3 – „FAA“ kratzt am nächsten Break. Er hält bei Aufschlag Cobolli gut dagegen, forciert den nächsten Rückhand-Fehler des Italieners, legt dann einen feinen Drop-Shot nach. Der Italiener macht dann aber drei Punkte in Folge und hält seinen Service. 1. Satz, 3:2 – Das ist jetzt wirklich immer noch sehr wild. Cobolli lässt aber immer wieder was liegen. Auger-Aliassime lockt ihn mit einem Stopp ans Netz, er muss ihn eigentlich „nur“ longline an ihm vorbeispielen – bleibt aber im Netz hängen. „FAA“ legt einen Service-Winner nach – und leistet sich dann einen Vorhand-Fehler. Was folgt dann? Ein Aufschlag-Winner, dann der erste Doppelfehler der Partie. Puh. Cobolli kann daraus aber keinen Profit schlagen. Mit einem Aufschlag-Winner holt sich „FAA“ letztlich das Spiel. 1. Satz, 2:2 – Huch! Was war da los? Cobolli spielt eine Vorhand longline, „FAA“ geht hin – aber durch den heute starken Wind springt der Ball unter seinem Schläger hindurch. Die Bedingungen werden zunehmend schwierig. Duch einen weiteren Vorhand-Fehler des Kanadiers stellt Cobolli auf 2:2. 1. Satz, 2:1 – Die erste lange Rally der Partie, 22 Schläge tauschen die beiden aus. Cobolli spielt dabei viel über die Vorhand, scheint sich da etwas für seinen Gegner überlegt zu haben. So landet „FAA“ mal wieder mit einer eigenen Vorhand im Aus. Das Publikum raunt auf. Auger-Aliassime legt er einen Aufschlag mit 193 Stundenkilometern nach, Cobolli leistet sich im weiteren Verlauf der Rally dann selbst einen Vorhand-Fehler. Da ist jetzt schon viel Unerzwungenes dabei auf beiden Seiten. Eine weitere „FAA“-Rückhand ins Netz, und Cobolli hat die nächste Break-Chance. Der Kanadier schlägt mit einem Vorhand-Winner zurück. Und wieder unterläuft Cobolli ein einfacher Fehler. Dabei zieht er vorher das Tempo gut, pfeffert seinem Gegner einen Vorhand-Cross nach dem anderen entgegen. Was bringt es aber, wenn er den Drop-Shot am Netz dann nicht auf die andere Seite bringt? Noch mehrfach geht es über Gleichstand. Mit einem Service-Winner stellt er auf Vorteil und bringt sein Aufschlagspiel dank einer Rückhand doch noch durch. 1. Satz, 1:1 – Erneut trifft Auger-Aliassime den Ball nur mit dem Rahmen, kann auch gegen Cobollis zweiten Aufschlag nichts ausrichten. Aber auch beim Italiener sitzen die Bälle noch nicht ganz. Dann gelingt ihm ein Vorhand-Winner zum 30:30. Auger-Aliassime zieht das Tempo an, will einen Stopp einstreuen – landet aber im Netz. Cobolli will mitgehen, versucht es selbst mit einem Stopp, den Auger-Aliassime aber erläuft und ins leere Feld abschließt. Dann landet Cobolli im Aus – und sein Gegner hat direkt die Chance zum Re-Break. Es gelingt ihm, weil sich auch der Italiener den nächsten Fehler leistet. 1. Satz, 0:1 – Fehlstart für Auger-Aliassime, dem bei 0:15 direkt ein Doppelfehler unterläuft. Die Schläge sitzen noch überhaupt nicht beim Kanadier. Ein Rückhand-Cross ist viel zu weit, und Cobolli hat direkt zwei Breakbälle. Den ersten vergibt der Italiener mit einem Vorhand-Fehler, den zweiten wehrt „FAA“ mit einem schönen Stopp am Netz ab. Aber dann landet der Kanadier mit einer Vorhand im Netz, Cobolli ballt die Faust. Und holt sich das Break durch den nächsten Rückhand-Fehler seines Gegners. Vor dem Match – Beide Spieler haben nun den Court betreten. Sie werden sich jetzt noch etwas einspielen, dann geht es los. Vor dem Match – Der direkte Vergleich spricht bisher für Cobolli, der beide Aufeinandertreffen gewinnen konnte. 2024 schlug er Auger-Aliassime in Acapulco 2:6, 6:3, 6:2. Im selben Jahr ging auch das Duell beim Masters in Kanada an den Italiener: 6:3, 6:2. Vor dem Match – Auger-Aliassime hat derweil schon jetzt kanadische Tennis-Geschichte geschrieben. Die Nummer vier der Setzliste, zumindest auf Papier der härteste Rivale von Alexander Zverev, gewann am Montag souverän 6:3, 7:5, 6:1 gegen den Chilenen Alejandro Tabilo – und ist damit der erste Kanadier unter den letzten Acht der French Open . Mit seinem Sieg nach 2:06 Stunden Spielzeit erreichte Auger-Aliassime als erster kanadischer Spieler bei allen vier Grand Slams das Viertelfinale. „Ich bin sehr glücklich, ich liebe dieses Turnier sehr“, sagte der Sieger: „Ich hoffe, dass ich es bis zum Ende schaffe.“ Der Weltranglistensechste Auger-Aliassime ist neben Zverev der einzige Spieler aus den Top Ten des ATP-Rankings, der in Paris im Viertelfinale steht. Vor dem Match – Der 24-Jährige Cobolli setzte sich im Achtelfinale gegen den US-Amerikaner Zachary Svajda mit 6:2, 6:3, 6:7 (3:7), 7:6 (7:5) durch und erreichte das Viertelfinale. Am Ende hatte er aber mit den Nerven zu kämpfen. „Ich habe mir fast in die Hosen gemacht“, sagte Cobolli beim Siegerinterview auf dem Court Philippe-Chatrier lächelnd. Trotz einer 5:1-Führung hätte er den vierten Satz fast noch verloren. „Ich bin glücklich, aber immer noch nervös. Ich muss mich ein bisschen erholen.“