Die teilweise kuriosen Spitznamen der WM-Teams

Bei der Fifa-WM 2026 treten die Teilnehmerländer zwar unter ihren offiziellen Namen an. Alle haben aber auch einen Spitznamen. Wenn bei der WM 2026 die Nationalhymnen erklingen, treffen nicht nur Länder aufeinander – sondern auch Pharaonen auf Samurai, Drachen auf Grenadiere und Löwen auf Haie. Die Spitznamen einiger WM-Teilnehmer sind Ausdruck von Nationalstolz und Geschichte. Zu den klangvollsten Beinamen gehört der von Ägypten : Die Pharaonen verweisen auf die jahrtausendealte Zivilisation am Nil. Nachbar Algerien setzt auf ein Tier – die Mannschaft heißt Die Wüstenfüchse, angelehnt an den Fennek, das Nationaltier des Landes. Auch Senegal hat einen tierischen Beinamen: Die Löwen der Teranga – wobei „Teranga“ in der Sprache Wolof für Gastfreundschaft steht. Tunesien nennt sich Die Adler von Karthago, eine Reminiszenz an die einst mächtige Handelsmacht im Mittelmeer . Die Elfenbeinküste sind Die Elefanten – das Nationaltier des Landes. Viele Spitznamen entstammen der Nationalflagge. England trägt die Three Lions – drei Löwen, wie sie seit Jahrhunderten im englischen Wappen prangen. Ghana heißt Black Stars, weil ein schwarzer Stern auch in der Nationalflagge erscheint. Die Löwen vom Atlas Die Türkei nennt sich Halbmond-Sterne, die Niederlande schlicht Oranje – wobei der Begriff ursprünglich Mitglieder des Königshauses bezeichnete. Portugal trägt den Namen Seleção das Quinas, angelehnt an das Wappen mit seinen fünf Schilden. Für Marokko gehen Die Löwen vom Atlas, benannt nach dem gleichnamigen Hochgebirge, ins Turnier. Auch Asien und der Nahe Osten haben farbenreiche Beinamen. Japan nennt sich Die Blauen Samurai, Südkorea tritt als Taeguk-Krieger oder auch Tiger an. Der Iran heißt Team Melli – schlicht iranisch für Nationalmannschaft. Für den Irak reisen die Die Tiger von Mesopotamien zur WM , das Team aus Jordanien tritt als Al-Nashama, die Tapferen, auf. Katar hat Al-Annabbi – die Weinroten, nach der Nationalfarbe. Viele Teams haben ihren Namen dem Nationaltrikot zu verdanken. Kroatien heißt Die Karierten, Frankreich einfach Les Bleus . Schweden nennt sich Blagult, Blau-Gelb. Neuseeland tritt als All Whites an – als Gegenpart zu den All Blacks, der legendären Rugby-Nationalmannschaft des Landes. Paraguay wird La Albirroja genannt, die Weiß-Roten. La Tri steht für Ecuadors Mannschaft – kurz für Trikolore, nach den drei Nationalfarben. Mexiko tut es ähnlich: El Tri steht ebenfalls für die Trikolore in Grün, Weiß und Rot. Die Kanalarbeiter aus Panama Manche Beinamen erzählen von Wirtschaft und Geschichte. Kolumbien nennt sich Los Cafeteros, die Kaffeebauern – Kaffee ist eines der wichtigsten Exportprodukte des Landes. Panama heißt Los Canaleros, die Kanalarbeiter, ein direkter Verweis auf das Megaprojekt, das das Land weltbekannt gemacht hat. Haiti nennt sich Die Grenadiere – eine Anspielung auf die Militärgeschichte des Landes. Bosnien und Herzegowinas Fußballer sind Die Drachen – in Anlehnung an den „Drachen von Bosnien“, einen Freiheitskämpfer aus der Geschichte des Landes. Schottland trägt den Namen Bravehearts, tapfere Herzen. Usbekistan heißt Die Weißen Wölfe, angelehnt an die zentralasiatische Mythologie. Kap Verde nennt sich Die Blauen Haie, Curacao Die Blaue Welle. Kurios ist die Herkunft des belgischen Namens: Die Roten Teufel gehen auf einen Sportjournalisten zurück, der 1906 schrieb, die Mannschaft spiele wie die Teufel. Der Name blieb bis heute. Argentinien hingegen ist gleich doppelt besetzt: La Albiceleste , die Weiß-Hellblauen, nach den Nationalfarben – oder schlicht Gauchos, nach den berühmten südamerikanischen Reitern. Australiens Mannschaft wird als Socceroos bezeichnet – eine Wortschöpfung aus Soccer und Känguru. Kanada tritt als Die Roten oder Ahornblätter an, das Symbol auf der Nationalflagge. Für Uruguay kommen Die Himmelblauen nach Amerika, die Schweiz kennzeichnet ihre Nationalmannschaft schlicht als Nati. Für Tschechien spielen Reprezentace, die Repräsentanten. Brasilien, der Rekordweltmeister, schickt A Seleção – Die Auswahl auf den Platz. Spanien tut es ihm gleich: La Selección, manchmal auch Rote Furien. Österreich und Deutschland sind in dieser Hinsicht zurückhaltender: Das Team und Die Mannschaft. Ganz ohne offiziellen Beinamen kommen die USA aus. Manchmal heißen sie Die Yanks, nach dem Begriff Yankee – aber festgelegt hat sich niemand.