Für den Gewinn des Grand-Slam-Turniers in London wird 2026 so viel Geld aus wie nie zuvor ausgeschüttet. Allein die Sieger im Einzel kassieren mehrere Millionen Euro. Die Veranstalter des legendären Tennisturniers Wimbledon haben auf die Diskussionen um die Verteilung der Einnahmen im Profitennis reagiert. Die Organisatoren des traditionsreichen Grand-Slam-Turniers haben für die Ausgabe 2026 ein Rekordpreisgeld angekündigt. Insgesamt werden rund 74,3 Millionen Euro ausgeschüttet. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für Alexander Zverev und die übrigen Topstars lohnt sich ein erfolgreicher Lauf auf dem heiligen Rasen damit mehr denn je. Die Sieger der Einzelkonkurrenzen erhalten jeweils rund 4,17 Millionen Euro . Anstieg nach langen Spannungen „Für uns ist klar, dass die Spieler auch weiterhin am Erfolg von Wimbledon teilhaben werden, wenn das Turnier wächst“, sagte Deborah Jevans, die Vorsitzende des „All England Lawn Tennis Club“. Der Anstieg kommt nicht zufällig. Bereits im April 2025 hatten mehrere prominente Spieler der ATP- und WTA-Tour die Veranstalter der vier Grand-Slam-Turniere in einem gemeinsamen Schreiben aufgefordert, die Profis stärker an den Einnahmen zu beteiligen. Konkret forderten sie einen Anteil von 22 Prozent. Auch vor den French Open hatte es zuletzt öffentliche Spannungen gegeben. Dort protestierten Spieler gegen die aus ihrer Sicht zu geringe Beteiligung an den Einnahmen. Auf Wimbledons Rekordpaket gab es zunächst keine öffentliche Reaktion. Das Preisgeld im Wimbledon-Einzel 2026 Im Herren- und Dameneinzel erhalten die Spielerinnen und Spieler identische Prämien. Der Weg bis zum Titel wird dabei in jeder Runde deutlich besser vergütet als noch im Vorjahr. Preisgeld Herren- und Dameneinzel Wimbeldon 2026 Runde Preisgeld 1. Runde 92.500 Euro 2. Runde 146.000 Euro 3. Runde 214.000 Euro Achtelfinale 347.00 Euro Viertelfinale 555.000 Euro Halbfinale 1,04 Millionen Euro Finale 2,08 Millionen Euro Turniersieg 4,17 Millionen Euro Auch Spieler, die bereits in der Qualifikation ausscheiden, dürfen sich über höhere Einnahmen freuen. Wer die letzte Qualifikationsrunde erreicht, erhält rund 57.900 Euro . Für ein Aus in der ersten Qualifikationsrunde gibt es noch etwa 23.100 Euro . Doppel- und Rollstuhl-Wettbewerbe profitieren ebenfalls Nicht nur die Einzelprofis profitieren von der Erhöhung. In den Doppelkonkurrenzen erhalten die Siegerpaare jeweils rund 879.000 Euro . Die Gewinner im Mixed kassieren etwa 171.000 Euro pro Paar. Auch die Preisgelder in den Rollstuhl-Wettbewerben steigen deutlich. Die Sieger der Rollstuhl-Einzel erhalten jeweils rund 94.900 Euro . Insgesamt fließen in diese Wettbewerbe etwa 1,47 Millionen Euro . Das traditionsreiche englische Rasenturnier startet in diesem Jahr am 29. Juni.