Fußball-WM 2026: Maza, Páez, Goto – diese Talente könnten glänzen

Eine Weltmeisterschaft ist traditionell auch eine Bühne für junge Talente, um sich zu beweisen. t-online erklärt, auf wen sie bei diesem Turnier achten müssen. Harry Kane , Lamine Yamal und Florian Wirtz kennt jeder. Aber wie steht es um die zweite und dritte Reihe bei dieser Weltmeisterschaft ? Wer könnte sich ins Rampenlicht spielen oder aber die Hoffnung seiner Nation auf den eigenen Schultern tragen? Hier eine Auswahl von fünf Spielern, die man vor dem Turnierstart auf dem Zettel haben sollte. Ibrahim Maza (Algerien) Der gebürtige Berliner ist bereits bestens im deutschen Fußball bekannt. Nach einer starken Saison bei seinem Jugendverein Hertha BSC in der 2. Bundesliga ging es im Sommer 2025 für zehn Millionen Euro zu Bayer 04 Leverkusen . Eigentlich hatte die „Werkself“ Malik Tillman für noch mehr Geld fürs offensive Mittelfeld verpflichtet, aber Maza avancierte während der abgelaufenen Saison zum kreativen Kopf von Leverkusen. In der nicht zu unterschätzenden algerischen Nationalmannschaft könnte Maza auch eine gewichtige Rolle einnehmen. Sein Vorteil ist, dass er sowohl eine offensive Position im Dreiermittelfeld von Cheftrainer Vladimir Petković bekleiden kann als auch auf dem Flügel agieren könnte. Genau solche Turniere bieten die optimale Plattform für einen Techniker wie Maza, um sich zu präsentieren und den eigenen Marktwert zu steigern. Leverkusen wird es ungern hören, aber sollte Maza zwei, drei gute Partien absolvieren, werden die Gerüchte um Interessenten aus der Premier League nicht leiser. Kendry Páez (Ecuador) Der deutsche Gruppengegner Ecuador hat im Mittelfeld den 116-Millionen-Mann Moisés Caicedo. Ebenso wie Caicedo ist auch der weit unbekanntere Kendry Páez beim FC Chelsea unter Vertrag. Jedoch wartet der 19-Jährige noch auf seinen großen Durchbruch. Vor einem Jahr wechselte er von Independiente del Valle zu den „Blues“, wurde wie viele andere Talente des Vereins zunächst beim Partnerklub Racing Strasbourg geparkt. Die zweite Saisonhälfte absolvierte Páez beim argentinischen Traditionsverein River Plate. Der Linksfuß unternahm den Schritt nach Europa wohl etwas zu früh, aber er ist zweifelsohne ein talentierter Zehner oder auch Rechtsaußen im Stile eines Lennart Karl . Er kann kreative Pässe spielen, den Ball auf engem Raum behaupten und mit einer gesunden Dosis auch den einen oder anderen Trick zeigen. Die WM könnte für Páez die perfekte Plattform sein, um sich etwas ins Rampenlicht zu spielen. Nationaltrainer Sebastián Beccacece wird ihn entweder direkt auf der Zehn hinter dem Sturm oder sogar als hängende Spitze einsetzen. Deutschland sollte gewarnt sein. Keisuke Goto (Japan) Japan bringt wie so oft bei Weltmeisterschaften einige technisch versierte Offensivspieler mit. Zu nennen sind die Bundesliga-Profis Yuito Suzuki (SC Freiburg) und Ritsu Dōan (Eintracht Frankfurt) oder auch das einstige Supertalent Takefusa Kubo. Was den Japanern zuweilen abgeht, ist körperliche Präsenz und auch ein wenig Größe, etwa im Mittelsturm. Umso besser, dass mit Keisuke Goto ein 1,91 Meter großer Stürmer im Kader steht. Der 21-Jährige spielt seit Anfang 2024 in Belgien, gehört aktuell RSC Anderlecht, war aber in der abgelaufenen Saison an VV St. Truiden ausgeliehen. Für den Dritten der Jupiler Pro League erzielte er elf Tore in 38 Ligaspielen. Er wird sich voraussichtlich mit Feyenoords Ayase Ueda um die Rolle als Sturmspitze im 3-4-2-1 der Japaner duellieren. Ueda sollte dahingehend die Nase vorn haben, ist er doch mit 25 Treffern der beste Torjäger der Eredivisie. Aber selbst wenn Goto nicht den Stammplatz erhält, könnte ihn Nationaltrainer Hajime Moriyasu als Joker bringen, um das eine oder andere Tor im Strafraum zu erzwingen. Eine Option, welche die Japaner nicht immer bei Weltmeisterschaften besaßen. Scott McTominay (Schottland) Der 29-Jährige passt nicht ganz zu den anderen Anfang-Zwanzigern in dieser Liste. Aber McTominay hat in den vergangenen Jahren eine unvergleichliche Karriere-Renaissance erfahren. Zu seiner Zeit als Sechser bei Manchester United wurde er oftmals für seine Unsicherheit am Ball belächelt. Mittlerweile spielt McTominay im offensiven Mittelfeld von Napoli und ist ein sogenannter „Box Crasher“. Das heißt, er rennt brachial in den Strafraum und verwertet dort Hereingaben. McTominay ist einer der besten Athleten des internationalen Fußballs. In Schottland ist er zudem ein Volksheld, spätestens seit seinem Fallrückziehertor gegen Dänemark in der WM-Qualifikation. Die Silhouette vom in der Luft schwebenden McTominay hat es sogar auf eine limitierte Edition des 20-Pfund-Geldscheins der Bank of Scotland geschafft. Sollte Schottland etwas bei diesem Turnier reißen, dann vor allem wegen McTominay. Luka Vušković (Kroatien) Fans des Hamburger SV werden sofort aufmerken, wenn sie diesen Namen lesen. In der ersten Saison nach der Bundesliga-Rückkehr der „Rothosen“ war Vušković ein entscheidender Faktor in der erfolgreichen Nicht-Abstiegskampagne. Nicht nur war Vušković einer der besten Zweikämpfer der Liga, sondern auch ein wichtiger Faktor im Spielaufbau des HSV . Mit seinen andribbelnden Bewegungen konnte er so manches Pressing brechen. Obendrein war er mit sechs Treffern der torgefährlichste Innenverteidiger der Bundesliga – und das mit 19 Jahren. Mit Blick auf die kroatische Nationalmannschaft wäre es fast schon wohltuend, sollte Vušković eine Rolle im Verlaufe des Turniers spielen. Cheftrainer Zlatko Dalić vertraut zunächst immer noch auf die alte Garde rund um den 40-jährigen Luka Modrić. Denen wird im Turnierverlauf aber erwartbar die Luft ausgehen. Deshalb muss Dalić, so auch die Hoffnung einiger Fans, seine Personalwahl irgendwann überdenken. Vušković könnte genau dann ein Faktor für die Kroaten werden.