Alfred Schreuder: DFB-Co-Trainer erlitt familiären Schicksalsschlag

Entscheidungen als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft zu treffen, fällt Alfred Schreuder nicht schwer. Ein trauriges Erlebnis ist der Grund dafür. Er ist Julian Nagelsmanns Vize: Alfred Schreuder. Der Niederländer verstärkt seit März das DFB-Team und begleitet als Co-Trainer die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer durch die diesjährige WM . Sein Privatleben hält der 53-Jährige weitestgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Zu einem besonders schweren Moment in seinem Leben äußerte er sich jedoch in Interviews mit emotionalen Worten. Der ehemalige Hoffenheim-Trainer wurde in der Vergangenheit viermal Vater. Neben seinem Sohn Bas und seinen Töchtern Floor und Isa hatte er ein weiteres Mädchen, Anouk. Sie starb im Jahr 2006 im Alter von sechs Jahren an den Folgen eines Hirntumors. Ein Schicksalsschlag, der seinen Blick aufs Leben offenbar veränderte: „Auch danach hast du Angst um deine Kinder, dass wieder so etwas passieren kann. Es geht nicht weg, aber man lernt, damit zu leben“, sagte Schreuder einst dem „Kicker“. Auf dem folgenden Foto sehen Sie ein Bild von Schreuders Töchtern Isa und Floor. Auch in Bezug auf seinen Beruf habe der Tod seiner Tochter vieles in Relation gesetzt: „Wenn man dann über sich die Frage liest, ob man als Trainer wackelt, dann kann man darüber lächeln.“ Auch falle es ihm aufgrund des Schicksalsschlags leicht, Spielern zu sagen, warum sie nicht spielen: „Wenn du eine Tochter verloren hast – was gibt es Schwierigeres?“ Anouks Tod spielt in seinem Leben eine große Rolle, wie Schreuder auch in einem Gespräch mit dem niederländischen „Telegraaf“ betonte: „Nur wer das selbst erlebt hat, kann sich vorstellen, was der Verlust eines Kindes bedeutet. Letztendlich haben meine Ex-Frau Esther und ich das Ganze gut überstanden, aber es bleibt eine schwere Last. Man spürt den Verlust jeden Tag.“