Nach DFB-Absage zur WM: Jetzt spielt Ibrahim Maza gegen Lionel Messi

Ibrahim Maza galt als eines der größten deutschen Fußballtalente seines Jahrgangs. Bei der WM 2026 läuft der gebürtige Berliner nun für Algerien auf – und trifft auf sein Idol. Ibrahim Maza steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vor einem besonderen Moment. Der offensive Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen gehört zum Kader Algeriens und trifft zum Auftakt in der Gruppe J auf Weltmeister Argentinien. Damit steht er auch seinem Kindheitsidol Lionel Messi gegenüber, wie er in einem Gespräch mit „Bundesliga.de“ erzählt. Wenn es nach dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegangen wäre, hätte Maza lieber für die deutsche Elf gegen Curaçao auf dem Platz stehen sollen. Noch vor wenigen Jahren deutete vieles darauf hin, dass Ibrahim Maza, genannt Ibo, für Deutschland spielen würde. In der Jugend beim DFB Der gebürtige Berliner kam am 24. November 2005 zur Welt. Da sein Vater aus Algerien stammt und seine Mutter Vietnamesin ist, kamen für ihn drei Nationalmannschaften infrage: Deutschland, Algerien und Vietnam. Lange führte sein Weg Richtung DFB . Maza absolvierte 13 Länderspiele für die deutschen Nachwuchsteams der U18, U19 und U20. Der Offensivspieler gehörte früh zu den größten Talenten seines Jahrgangs. Gespräche mit dem DFB Im Herbst 2024 entschied sich Maza allerdings gegen den DFB und für Algerien. Der Verband hatte zuvor noch versucht, den dribbelstarken Offensivspieler von einer Zukunft im deutschen Nationalteam zu überzeugen. Der DFB hat eine Herausforderung, gegen die er wenig tun kann Diese Elf hätte auch für Deutschland spielen können Deutschlands U-20-Nationaltrainer Hannes Wolf verkündete die gescheiterten Gespräche damals im „Doppelpass“ des Senders Sport1: „Wir kommen mit der U20 und Algerien kommt mit der A-Nationalmannschaft. Und wir haben da alles auf den Tisch gelegt.“ Mit Konkurrenten auf seiner Position wie Jamal Musiala oder Florian Wirtz , habe Maza „das Gefühl, die Position ist zu“. Statt weiterer Einsätze für deutsche Jugendnationalmannschaften folgte die Nominierung für Algeriens A-Team. Kurz darauf gab Maza sein Debüt. Inzwischen bestritt Maza bereits 15 Länderspiele für die „Wüstenfüchse“. Schneller Aufstieg Seine Ausbildung begann Maza bei den Reinickendorfer Füchsen. 2016 wechselte er in die Nachwuchsabteilung von Hertha BSC . Dort rückte er 2023 in den Profikader auf. Mit seinem Bundesliga-Debüt wurde er zum zweitjüngsten Bundesligaspieler der Vereinsgeschichte. Wenige Wochen später erzielte er gegen den VfL Wolfsburg sein erstes Tor im deutschen Oberhaus. Auch nach dem Abstieg blieb Maza Leistungsträger bei der Hertha. Der Klub stattete ihn mit der Rückennummer zehn aus und setzte voll auf seine Kreativität. Mit starken Leistungen empfahl er sich schnell für höhere Aufgaben. „Unverkäuflich“ Zur Saison 2025/26 verpflichtete Bayer 04 Leverkusen den offensiven Mittelfeldspieler als eines der vielversprechendsten Talente des deutschen Fußballs. Der deutsche Meister von 2024 zahlte rund zwölf Millionen Euro Ablöse für den damals 19-Jährigen. Nach einer starken Saison bei der „Werkself“ liegt sein Marktwert laut „Transfermarkt“ mittlerweile bei 45 Millionen Euro. Seine Entwicklung bleibt auch international nicht unbemerkt. Mehrere Spitzenklubs beobachten den Leverkusener. Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes stellte zuletzt jedoch klar, dass der Verein keine Wechselgedanken hegt. Im Gespräch mit dem „Kicker“ bezeichnete er den Offensivstar als „unverkäuflich“. Maza wünscht sich Trikot von Messi Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada wünscht sich der Berliner nun den nächsten Karriereschritt. „Ich hoffe, dass ich gute Chancen habe zu spielen“, sagte Maza mit Blick auf das Turnier. Die WM markiert den bisherigen Höhepunkt seiner Laufbahn. Das Eröffnungsspiel gegen sein Idol hat für ihn eine besondere Bedeutung. „Das Verrückte ist, dass wir gegen Argentinien spielen. Und auch gegen Messi, den ich schon als Kind verfolgt habe“, sagte der 20-Jährige vor dem Turnier im Interview mit „Bundesliga.de“. Ein Ziel hat er bereits formuliert: „Ich werde versuchen, sein Trikot zu bekommen. Ich hoffe, er sieht das hier. Bitte gib mir dein Trikot.“