Der Tod von Colin Cairney hat in der Box-Welt große Bestürzung ausgelöst. Der Schotte starb im Alter von nur 22 Jahren nach einem Unfall in Thailand. In seiner noch jungen Profikarriere hatte er alle zehn Kämpfe gewonnen. Colin Cairney war auf der Insel Phuket aus einem fahrenden Tuk-Tuk gestürzt. Der Boxer galt in Schottland als großes Talent und hatte sein Land als Amateur bei der Junioren-EM sowie der Jugend-WM vertreten. Der schottische Boxverband erklärte: „Wir sind zutiefst traurig über den Tod von Colin Cairney.“ Auch das britische Außenministerium bestätigte den Todesfall . Ein Sprecher sagte: „Wir unterstützen die Familie eines britischen Mannes, der in Thailand gestorben ist.“ Lukas Podolski im Interview: „Das ist eine geile Mannschaft“ England-Trainer Thomas Tuchel : „Ich flehe die Fifa an“ Mehreren britischen Medienberichten zufolge fanden Rettungskräfte Cairney am Samstagmorgen gegen 4.10 Uhr im Bezirk Patong auf Phuket bewusstlos und blutend auf einer Straße. Anschließend wurde er mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht und dort in ein künstliches Koma versetzt. Wie die „Daily Mail“ berichtet, starb Cairney am Mittwoch in der Klinik. Streit mit Tuk-Tuk-Fahrer Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler war der 22-Jährige nach einer Partynacht auf dem Weg zurück zum „The Nature Hotel“. Da er offenbar kein Bargeld bei sich hatte, soll es zu einem Streit mit dem Fahrer des Tuk-Tuks gekommen sein. Überwachungsvideos sollen allerdings zeigen, dass der Fahrer Cairney nicht aus dem Fahrzeug gestoßen hat. Die Polizei ermittelte den registrierten Besitzer des Tuk-Tuks. Dabei stellte sich heraus, dass das Fahrzeug an eine andere Person vermietet worden war, die es als Taxi nutzte. Dennoch könnte gegen den Fahrer Anklage wegen fahrlässigen Fahrens mit Todesfolge und unterlassener Hilfeleistung erhoben werden. Um Cairney möglichst schnell nach Hause bringen zu können, hatte seine Familie eine Spendenaktion gestartet. Dabei kamen knapp 35.000 Euro zusammen. Die Hilfe kam jedoch zu spät. Die Ärzte in Thailand erklärten den Boxer für hirntot. „Meine Familie ist am Boden zerstört“ Sein Cousin Colin McGuigan, der gemeinsam mit ihm in Asien unterwegs war, sagte der „Sun“: „Ich musste seine Mutter und seinen Vater informieren. Meine Familie ist am Boden zerstört.“ Auch Cairneys Boxklub verabschiedete sich mit bewegenden Worten von dem 22-Jährigen: „Seine Präsenz, sein Charakter und die Erinnerungen, die wir mit ihm teilen durften, werden für immer bei uns bleiben. Ruhe in Frieden, Champ.“