WM 2026: TV-Sender distanziert sich von Aussagen seiner Moderatorin

Der Belgier Jérémy Doku will die Geburt seines Kindes nicht verpassen. Dass der Geburtstermin während der WM ist, löste eine folgenreiche Diskussion aus. Das französische Medium „L’Équipe“ hat sich zu den Aussagen seiner Moderatorin France Pierron über Jérémy Doku geäußert. „L’Équipe distanziert sich von diesen Äußerungen, die weit von unseren Werten entfernt sind, und entschuldigt sich bei dem betroffenen Fußballer sowie ganz allgemein beim Publikum.“ Der belgische WM-Fahrer Doku erwartet mit seiner Frau Shireen Erin Lyannda Raymond sein erstes Kind. Der 24-Jährige hatte angekündigt, bei der Geburt dabei sein zu wollen. Der errechnete Geburtstermin liegt in der zweiten Juli-Woche und damit ungefähr zum WM-Viertelfinale, für das sich Belgien qualifizieren will. Pierron hatte Dokus Haltung kritisiert. „Du hast die Chance, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen – es gibt Hunderte Spieler, die dafür töten würden. Bei der Geburt kommst du eh nur in einer Nebenrolle vor“, sagte sie in der Sendung. „Das tut mir leid“ Dafür erhielt Pierron viel Gegenwind. Auf Instagram bat sie am Samstag um Entschuldigung: „Diese Äußerungen sind ausschließlich meine eigene Meinung und spiegeln keinesfalls eine kollektive Position wider. Ich verstehe, dass sie einige von euch schockiert, gekränkt oder verletzt haben könnten, und das tut mir leid.“ Der französische Medienjournalist Clément Garin berichtet auf seiner Plattform „CGTV“, dass Pierron für die Sendung am Montag suspendiert worden sei. Eine Bestätigung gibt es dafür aber noch nicht. Am Wochenende durfte sie noch für „L’Équipe“ moderieren. Am Sonntag konnte Doku bereits nicht am Spiel gegen den Iran (0:0) teilnehmen. Der Grund war aber nicht die Geburt seines Kindes – der Spieler von Manchester City war krank. Nach dem Auftakt-1:1 gegen Ägypten enttäuschten die Belgier in ihrer eher schwachen Gruppe erneut und müssen am Samstag gegen Neuseeland gewinnen, um die K.-o.-Runde sicher zu erreichen.