Uruguay-Trainer Bielsa verliert im TV-Interview die Nerven | WM 2026

Uruguay scheidet bei der Weltmeisterschaft überraschend aus. Die Reaktion von Trainer Marcelo Bielsa lässt tief blicken. Vor dem finalen Gruppenspiel gegen Spanien war der Druck auf die uruguayische Nationalmannschaft groß, das Team konnte diesem nicht standhalten. Durch die 0:1-Niederlage gegen den Europameister sind die Südamerikaner ausgeschieden. Daran hatte unmittelbar nach Spielende vor allem einer zu knabbern: Trainer Marcelo Bielsa. Als der Übungsleiter zu einem TV-Interview an den Spielfeldrand trat, verlor er die Nerven. „Jetzt macht doch endlich“, brüllte er dem Fernsehteam mit weit aufgerissenen Augen entgegen. Sonderlich gesprächig gab er sich in dem knapp 30-sekündigen Interview dann aber nicht. Superstar Federico Valverde habe er ausgewechselt, um im Angriff mehr Präsenz zu erhalten. Und mit Torhüter Fernando Muslera, den der Trainer zur Pause ausgewechselt hatte, habe er nicht gesprochen. WM-Newsblog: Turnieraus für schwedischen Stammspieler Früher als erwartet: Nächster DFB-Gegner steht fest Mit etwas Abstand äußerte sich Bielsa dann aber doch noch ausführlicher. „Die Journalisten und die Fans des uruguayischen Fußballs wollen mir berechtigterweise die Schuld geben. Ich bin der Verantwortliche und muss das akzeptieren“, gestand er selbstkritisch ein. „Auch wenn es vermeidbare Fehler gab, bin ich für dieses Scheitern verantwortlich.“ Seine Zeit als Nationaltrainer Uruguays endet mit dem vorzeitigen Ausscheiden bei der WM . „Meine Zeit wird als eine Phase in Erinnerung bleiben, die nichts hinterlassen hat“, zog Bielsa selbst ein ernüchterndes Fazit. Schon vor dem Spiel gegen Spanien hatte es Wirbel rund um den Trainer gegeben. Die spanische Zeitung „Marca“ berichtete, dass die Stimmung „angespannt“ sei und Bielsa mehrere Spieler gegen sich aufgebracht hat.