WM 2026: Südkoreas Nationaltrainer tritt nach vorzeitigem Aus zurück

Südkorea war mit einem Sieg in die WM gestartet. Anschließend folgten zwei Niederlagen, die das Aus bedeuteten. Jetzt zieht der Trainer Konsequenzen. Hong Myung-bo ist als Nationaltrainer Südkoreas zurückgetreten. Auf einer Pressekonferenz im WM-Camp in Zapopan (Mexiko) verkündete der 57-Jährige seine Entscheidung. Hong Myung-bo war seit 2024 im Amt, führte Südkorea zur WM und startete mit seinem Team auch erfolgreich ins Turnier. Doch auf den 2:1-Sieg gegen Tschechien folgten die Niederlagen gegen Mexiko und Südafrika, die Rang drei bedeuteten. Da es Südkorea nicht unter die besten acht Gruppendritten schaffte, stand am Samstag das vorzeitige WM-Aus fest. Ein enttäuschendes Resultat für das ambitionierte Land. WM 2026 : Iran am Boden – kann eine WM verfluchter sein? WM-Sechzehntelfinale : Das ist der Weg ins Finale fürs DFB-Team Für Hong Myung-bo war es die zweite Amtszeit als Nationaltrainer. Bereits von 2013 bis 2014 war er für Südkorea tätig gewesen, auch damals schaffte er es bei der WM nicht über die Gruppenphase hinaus. Präsident teilt aus: „Inkompetente Personen in Führungspositionen“ Wenige Stunden vor dem Rücktritt des Trainers hatte sich Staatspräsident Lee Jae Myung zum Vorrunden-Aus geäußert. „Ich entschuldige mich zutiefst bei der Öffentlichkeit für die große Enttäuschung, die durch dieses inakzeptable Ergebnis verursacht wurde“, schrieb er auf der Plattform X. „Wir werden zügig daran gehen, die Sportverwaltung zu reformieren, damit sich so etwas niemals wieder ereignet.“ Gleichzeitig attackierte er die sportliche Führung um den Trainer. „Wenn Loyalität und Fraktionismus höher bewertet werden als Kompetenz und inkompetente Personen in Führungspositionen berufen werden, ist das Ergebnis so gut wie vorprogrammiert“, so Lee Jae Myung. Besonders kritisch war in Südkorea die Entscheidung des Trainers gesehen, im entscheidenden dritten Gruppenspiel Stürmerstar Heung-min Son auf die Bank zu setzen.