Heftige Nagelsmann-Kritik nach WM-Aus: „Nie und nimmer Weltmeister“

Erneut scheitert die deutsche Nationalmannschaft früh bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. t-online-Leser reagieren mit einer Mischung aus Wut, Enttäuschung und Schadenfreude. Nach der 3:4-Pleite im Elfmeterschießen gegen Paraguay ist die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM 2026 ausgeschieden. Damit scheitert die DFB-Elf nach 2018 und 2022 (jeweils Vorrunden-Aus) zum dritten Mal in Folge vor dem Achtelfinale. Dementsprechend deutlich fallen die Reaktionen aus. t-online-Kolumnist Stefan Effenberg spricht von einer „Vollkatastrophe“. „Deutschland ist nämlich brutal auf dem Boden der Tatsachen angekommen“, schreibt der ehemalige Nationalspieler. Deutlich positiver reagiert Bundeskanzler Friedrich Merz auf die deutsche Mannschaft – und erntet heftige Kritik. Und wie blicken die Leser von t-online auf das WM-Aus? Nach WM-Aus: Neuer beendet Karriere in der Nationalmannschaft Internationale Pressestimmen: „Von Deutschland ist nichts mehr übrig“ Schiedsrichter auf „Kreisliganiveau“ „Das Ausscheiden war, aufgrund der Vorleistungen, absolut verdient“, schreibt ein Leser. Und weiter: „Herr Nagelsmann hat es leider nicht verstanden, aus zurzeit nur mittelmäßigen Spielern eine Mannschaft zu formen.“ Für t-online-Leser Thomas Schulz ist das Ausscheiden vor allem „ärgerlich“. Er schreibt: „Paraguay hatte keine Chance, das Spiel in der regulären und auch Nachspielzeit zu gewinnen.“ Vor allem die Leistung des Schiedsrichters stößt ihm sauer auf. Dem marokkanischen Unparteiischen attestiert er „Kreisliganiveau“. Auch t-online-Sportchef Andreas Becker kritisiert in seinem Kommentar die Leistung des Schiedsrichters. Besonders das nicht gegebene Tor von Jonathan Tah in der Verlängerung ist für ihn ein „Skandal“. „Eigentlich bin ich froh“ Andere Leser, wie Berthold Malnati , sehen die Hauptschuld eher bei Bundestrainer Julian Nagelsmann . Er schreibt: „Wir brauchen einen anderen Bundestrainer, der auch seinen Worten Taten folgen lässt.“ Malnati vermisst das von Nagelsmann zum Amtsantritt angekündigte „Leistungsprinzip“. Auch in Zukunft sieht der t-online-Leser nicht, „dass sich Nagelsmann Fehler eingesteht und dann auch wirkliche Konsequenzen daraus zieht.“ Günter Bienert pflichtet bei: „Nagelsmann fehlt die Persönlichkeit und Konsequenz für diese Position.“ Kommentar: Schuld ist Trainer Nagelsmann Auch Ottmar Schill sieht in Julian Nagelsmann nicht den richtigen Bundestrainer. „Was mir total gefehlt hat, war eine klare Strategie und vor allem Tempo sowie etwas mehr Risiko in der Vorwärtsbewegung“, kritisiert er. Schill blickt fast erleichtert auf das frühe Aus: „Eigentlich bin ich froh, dass es so früh passiert ist, da diese Truppe nie und nimmer Weltmeister hätte werden können.“ „Sitzt nägelkauend am Spielfeldrand“ Michael Maxheim findet, dass es nun einen Trainer brauche, „der keine Rücksicht auf Vereinsinteressen und einzelne Spieler nimmt“. Einen Vorschlag, mit wem das klappen könnte, hat er auch parat: „Also z.B. Jürgen Klopp !“ Auch Georg Strick spricht sich für einen Trainerwechsel aus: „Wenn der Chef es nicht richten kann, gehört dieser auch ausgetauscht.“ Er schreibt: „Mit so einer Leistung hätte man in der freien Wirtschaft die sofortige Kündigung erhalten.“ Für Reiner Klumpp hat sich das WM-Aus „schon beim Spiel gegen Ecuador abgezeichnet“. Sein Urteil zum Bundestrainer ist eindeutig: „Nagelsmann ist für mich schon von Anfang an der falsche Trainer: zu jung, kein Format, sitzt nägelkauend am Spielfeldrand.“ Das zeige sich auch auf dem Platz. „Die Mannschaft präsentiert sich nicht als solche, sondern sie besteht nur aus Individualisten“, schreibt er. „Waren die drei einfach zu blöd?“ Friedrich Walter kann mit dem Fokus auf Julian Nagelsmann nicht viel anfangen. „Wir müssen also nur den Trainer wechseln und schon ist alles super?“, fragt er. Auch Irene Bayer sieht die Schuld nicht nur bei Nagelsmann: „Drei Bundestrainer ohne Erfolg. Stellt sich mir die Frage: Waren die drei einfach zu blöd, oder sind vielleicht doch die Spieler unfähig?“ Holger Ehmke plädiert für einen größeren Umbruch. „Es müsste vielmehr um einen grundlegenden Neuaufbau gehen, der Fleiß, Solidität und Arbeit an die erste Stelle einer überlegten strategischen Entwicklung von Vereinen und DFB stellt und nicht wieder in den Medien gut klingende teure Namen auf den Schild hebt“, schreibt er. Roman Pfister sieht das ähnlich: „Es muss ein Neuanfang her, auch in der Leitung. Völler muss weg, alles muss auf den Prüfstand gestellt werden.“ Auch er fordert Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer. Und für die Völler-Nachfolge „gibt genug Ex-Profis, die mit Herz und Verstand bei der Sache sind, z.B. Michael Ballack .“