WM 2026: „Möchte weitermachen“ – Nagelsmann schließt Rücktritt aus

Deutschland scheidet auf dramatische Art im Sechzehntelfinale der WM in den USA, Kanada und Mexiko aus. Danach spricht der Bundestrainer über seine Zukunft – und wird deutlich. Klare Ansage: Julian Nagelsmann will trotz des frühen WM-Ausscheidens der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Bundestrainer bleiben. „Ich möchte weitermachen“, sagte der 38-Jährige nach dem Aus im Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay bei Magenta TV. Er betonte auf die Frage, ob er sich um seine Zukunft Gedanken mache, aber auch: „Nein, das habe ich ja nicht in der eigenen Hand.“ Und weiter: „Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Wenn man das nicht möchte, dann muss man mir das sagen.“ WM-Sechzehntelfinale: Drama im Elfmeterschießen: Deutschland scheidet aus „Nie und nimmer ein Foul“: Schiri-Experte schimpft nach aberkanntem Deutschland-Tor Auf Nachfrage von Magenta-Moderator Johannes B. Kerner wiederholte Nagelsmann: „Wie gesagt: Ich stehe bereit. Aber im Fußball hat man nicht alles selbst in der Hand.“ Mehr noch: „Wenn der DFB es möchte, dann bereite ich sehr gerne auch die EM vor und die Nations League . Und wenn sie es nicht möchten, dann müssen sie es mir sagen.“ Kimmich: „Keiner von uns gibt ihm die Schuld daran“ Nagelsmanns Vertrag beim DFB läuft noch bis nach der EM 2028. Die Enttäuschung nach dem WM-Aus nun sei „extrem groß, weil ich finde, dass wir eine sehr homogene Mannschaft haben, die sich super versteht, die auch immer Gas gegeben hat im Training, und weil es sich jetzt nicht abgezeichnet hat, dass wir heute ausscheiden, auch nicht, was die Einstellung im Training angeht, da war der Fokus voll da.“ Nagelsmann zeigte sich überzeugt: „Ich glaube schon, dass mehr möglich gewesen wäre.“ Auf der Pressekonferenz dann legte Nagelsmann nach: „Ich bin keiner der wegläuft“, sagte er in der Presserunde. Es sei „nicht das erste Mal, sondern es passiert seit Längerem, dass wir solche Turniere abliefern“, analysierte der Bundestrainer. Es gebe „sicherlich ein paar grundlegende Dinge, auf die ich jetzt nicht eingehen will, die man wie auch immer, in welcher Konstellation verändern muss.“ Mehr noch: „Ich bin jetzt keiner, der hier sitzt und sagt: Ich trete jetzt zurück, nur weil wir ausgeschieden sind.“ Er wisse, „wie es in dem Geschäft läuft. Ich weiß auch, dass jetzt wahrscheinlich nicht so viele da sitzen, die das freuen würde, wenn ich weitermache. Aber ich würde trotzdem weitermachen, wenn der DFB das will.“ Schon direkt nach der Partie erhielt der Bundestrainer auch direkt Rückendeckung. Nagelsmann sei „die richtige Person am richtigen Ort“, betonte DFB-Sportdirektor Rudi Völler . Aber er sagte auch: „Ich bin nicht der DFB allein.“ Mannschaftskapitän Joshua Kimmich erklärte: „Wir wissen, dass wir auf dem Platz stehen.“ Unruhe sei jetzt normal, aber: „Keiner von uns sitzt jetzt in der Kabine und gibt ihm die Schuld daran.“ Auf die Frage, ob er glaube, dass Nagelsmann zurücktritt, antwortete der 31-Jährige klar: „Ich hoffe natürlich nicht.“ Kimmich nahm stattdessen die Mannschaft in die Pflicht: „Am Ende haben wir es leider heute verbockt.“