Nach dem enttäuschenden WM-Start wollen die Spanier Ruhe bewahren. Ein Stürmer spricht nun mit etwas Abstand darüber und schaut nach vorn. Vom überraschenden Patzer beim Auftakt in die Weltmeisterschaft will sich Europameister Spanien nicht verunsichern lassen. „Ruhe bewahren ist jetzt das Wichtigste. Wir dürfen uns von einem Ergebnis, das nicht positiv war, nicht entmutigen lassen“, sagte Mittelfeldspieler Mikel Merino nach dem 0:0 gegen WM-Neuling Kap Verde vom Montag bei einer Pressekonferenz. „Wie in jedem Spiel läuft nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. Jeder Spieler geht anders mit Enttäuschung um“, so Merino. Spaniens WM-Bilanz bleibt seit dem Titelgewinn 2010 schwach: Nur drei Siege gelangen in den vergangenen zwölf Spielen. Aber: „Niemand ist gestorben, es ist keine Trauer im wörtlichen Sinne“, stellte der 29-Jährige klar. Auch wenn sich Niederlagen so anfühlen können. Auch Nationaltrainer Luis de la Fuente hatte versucht, trotz des Rückschlags Gelassenheit auszustrahlen. Sein Team ist weiterhin seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen. „Wir sind völlig ruhig und überzeugt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Unserer Ansicht nach stehen noch sieben Spiele aus“, sagte er. Für Kap Verde, mit 500.000 Einwohnern drittkleinster WM-Teilnehmer, ist der Punktgewinn im Duell der Nummer 3 gegen die Nummer 64 der Weltrangliste schon jetzt der größte Erfolg der Fußballgeschichte. Vor den nächsten Gruppenduellen ist die Lage in Gruppe H völlig offen, weil auch Uruguay und Saudi-Arabien unentschieden spielten. Alle vier Teams stehen bei jeweils einem Punkt. Spanien trifft am Sonntag (ab 18 Uhr im Liveticker bei t-online) in Atlanta auf Saudi-Arabien, im letzten Gruppenspiel (27. Juni) geht es gegen Uruguay.