Wegen einer schweren Verletzung war ein WM-Einsatz von Luca Zidane lange fraglich. Er konnte spielen – patzte aber gleich mehrfach. Sein WM-Debüt wird sich Luca Zidane anders vorgestellt haben. Beim 0:3 gegen Argentinien rückte der Torwart in den Mittelpunkt – und sein Vater Zinédine Zidane verfolgte die Partie von der Tribüne aus. Gleich drei Treffer erzielte Lionel Messi beim Auftaktsieg der Argentinier . Bei einem Gegentoren sah Luca Zidane nicht gut aus. Für den 28-Jährigen war es nach schwierigen Monaten ein bitterer Start in die Weltmeisterschaft . Algeriens Trainer Vladimir Petković wollte die Verantwortung jedoch nicht allein seinem Torwart zuschieben. Petković sagte: „Es ist nicht meine Art, diesem oder jenem Spieler die Schuld zu geben.“ Weiter erklärte er: „Aber wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht, indem wir den Argentiniern freie Torschüsse ermöglicht haben.“ Zidane spielt mit Schutzmaske Noch im April hatte Zidanes WM-Teilnahme auf der Kippe gestanden. Im Trikot seines spanischen Zweitligisten FC Granada war er nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler mit einem Kiefer- und Kinnbruch ausgefallen. Bei der WM trägt er deshalb eine auffällige Schutzmaske. Wie sein Vater besitzt Luca Zidane die französische und die algerische Staatsbürgerschaft. Er entschied sich dafür, für das Heimatland seiner Großeltern aufzulaufen. Im September 2025 genehmigte die Fifa seinen Antrag auf einen Verbandswechsel. Zu dieser Entscheidung sagte Luca Zidane: „Mein Vater hat sich gefreut, denn er wusste, dass ich das unbedingt machen wollte. Bei einer Weltmeisterschaft spielen zu können, ist der Traum eines jeden Kindes.“ Zudem betonte er, er habe stets versucht, seinen eigenen Weg zu gehen. Trotz der Auftaktniederlage dürfte dieser Weg ihn noch in mindestens zwei weiteren WM-Partien auf den Platz führen. In Gruppe J steht Algerien nach dem 0:3 gegen Argentinien bereits unter Druck. Die weiteren Gegner heißen Jordanien und Österreich. Beim ersten Treffer Messis in der 17. Minute war Zidane bei einem Weitschuss chancenlos, berührte den Ball aber noch. Anders sah das beim zweiten Gegentor aus: Einen Distanzschuss ließ er unglücklich vor die Füße Messis abprallen, der den Nachschuss verwertete. Beim dritten Tor des Weltmeisters in der 76. Minute in Kansas City konnte der Schlussmann dann nichts mehr ausrichten.